Start Wirtschaft Grünes Licht für Porsche Fusion mit VW

Grünes Licht für Porsche Fusion mit VW

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Der Entschluss steht fest. Bereits seit einem Jahr ist klar, dass Porsche und Volkswagen in Zukunft unter einem Dach agieren werden. Doch die Finanzierung war bislang noch nicht definiert. Nun wurde auf der gestrigen Hauptversammlung der Porsche-Aktionäre in Stuttgart ein Finanzierungsplan beschlossen. 88,9 Prozent der Anteilseigner stimmten für eine Kapitalerhöhung in Höhe von insgesamt fünf Milliarden Euro.

Ziel der Kapitalerhöhung durch die Porsche-Aktionäre ist es, die Schulden abzubauen, die im Sommer 2009 nach einem gescheiterten Übernahmeangriff auf VW durch die Dachgesellschaft Porsche Holding SE entstanden waren. Denn Volkswagen hat es nun zur Voraussetzung gemacht, dass Porsche nur dann als zehnte Automarke in den Wolfsburger Konzern eingegliedert wird, wenn alle Schulden beglichen sind.

Der Porsche-Vorstand kann nun bis Mitte nächsten Jahres neue Aktien ausgeben, um die erforderlichen fünf Milliarden Euro einzusammeln. Der Ausgabepreis für die neuen Aktien steht jedoch noch nicht fest. Porsche habe vor, das Geld bis Ende Mai 2011 zusammenzuhaben, so dass der Ende Juni fällige Bankkredit in Höhe von 2,5 Milliarden Euro komplett getilgt werden kann. Dies teilte der Finanzvorstand der Porsche-Dachgesellschaft, Hans Dieter Pötsch, am Dienstag mit.

Nach Begleichen des horrenden Schuldenberges sollte einer Fusion mit Volkswagen nichts mehr im Wege stehen. Laut Zeitplan ist der Abschluss der Verschmelzung bis Ende 2011 geplant. Jedoch sei nicht auszuschließen, dass sich die Fusion verzögern könne. Porsche-Chef Winterkorn und Finanzvorstand Pötsch machten gegenüber den Aktionären klar, dass durchaus mit Klagen aus den USA und juristischen Problemen in Deutschland zu rechnen sei.

Im Worst Case Szenario könnte Porsche jedoch darauf zurückgreifen, den restlichen Anteil am Sportwagengeschäft zu verkaufen, so Pötsch. Volkswagen ist seit Dezember 2009 bereits im Besitz von 49,9 Prozent des operativen Porsche-Geschäfts. Dies hat einen Wert von 3,9 Milliarden Euro. Der Rest gehört der Porsche Holding SE, die wiederum auch 51 Prozent der VW-Aktien hält.

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