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Haftstrafe für Börsenhändler

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Der Skandal war seinerzeit perfekt, man sprach vom größten Börsenbetrüger aller Zeiten. Nun wurde im Prozess um den ehemaligen Angestellten der Société Générale, den Börsenhändler Jérôme Kerviel ein Urteil gefällt. Kerviel hatte unter anderem durch Vertuschung die Beträge über dem ihm erlaubten maximalen Kapitaleinsatz von 125 Millionen hinaus verspekuliert. Durch Fälschungen und Manipulation von Dokumenten war es ihm möglich gewesen mit Summen von bis zu 50 Milliarden zu agieren, diese zu veruntreuen und l.

Die von ihm veruntreute Summe mit der er die Bank an den Rand des Ruins manövriert hatte, belief sich schließlich auf mehrere Milliarden Euro. Das Gericht wertete die zahlreichen Vertuschungsmaßnahmen von Kerviel als Beweis für Planung und Vorsatz seiner Tat und verurteilte ihn wegen Veruntreuung, Fälschung und betrügerischer Manipulation zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren, wovon zwei auf Bewährung ausgesetzt wurden, sowie einer Geldstrafe von 4,9 Milliarden Euro. Der Richter nannte Kerviel den „Erfinder eines kohärenten Betrugssystems“ und übertraf mit dem Urteil die Forderung der Staatsanwaltschaft. Diese hatte vier Jahre Haft sowie ein Jahr Bewährungsstrafe gefordert.

Die Verteidigung kündigte umgehend an, man werde Berufung gegen das gefällte Urteil einlegen, das Strafmaß sei nicht verhältnismäßig und dem Straftatbestand angemessen, da die Société Générale sein Vorgehen zumindest gebilligt habe und somit Mitverantwortung am entstandenen Schaden trage. Aus diesem Grund werde man auch in der Berufung auf Freispruch plädieren.

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