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Hai verletzt Ägypten-Urlauber schwer


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Es ist der Alptraum eines jeden Urlaubers! Nur in den seltensten Fällen wird der in Filmen wie „Der Weiße Hai“ oder „Moby Dick“ dargestellte Angstmoment allerdings wahr. Doch für vier osteuropäische Touristen wurde der langersehnte Badeurlaub an der ägyptischen Küste des Roten Meers zum absoluten Horrorszenario.

Bereits am Dienstag dieser Woche hatte es einen Hai-Angriff auf ein russisches Paar gegeben. Nahe des Ufers bei dem beliebten Tauchgebiet Sharm-El-Sheik wurde die Frau lokalen Medienberichten zufolge an Beinen und Rücken schwer verletzt. So schwer, dass sie kurze Zeit später bewusstlos wurde. Der Hai zerfleischte auch ein Bein des Mannes.

Am Mittwoch attackierte ein Weißspitzen-Hochseehai – wahrscheinlich dasselbe Tier wie vom Angriff am Tag zuvor – zwei ukrainische Schwimmer in der Nähe von Ras Nasrani und riss diesen angeblich jeweils eine Hand ab.

Alle vier Opfer befinden sich nach Behördenangaben in kritischem Zustand und werden momentan in der Hauptstadt  Kairo in einem Krankenhaus behandelt. Auch wenn bei einigen der Opfer die Verletzungen nicht ganz so gravierend sein mögen, so sitzt der Schock ganz gewiss sehr tief.

Die ägyptische Küstenwache hat als Folge auf die Ereignisse bereits mit der Jagd auf den oder die Haie begonnen und eine Warnung für das beliebte Tauchgebiet vor Sharm-el-Sheik ausgesprochen.

Der Hochseehai ist weltweit in tropischen, subtropischen und warm-gemäßigten Regionen beheimatet. Er gehört zu den größten Haien der Welt und wird als für den Menschen gefährlich beurteilt. Die Hochseefischerei hat jedoch dazu geführt, dass diese Art nur noch in sehr reduzierter Form in den Weltmeeren zu finden ist und die Haigattung in manchen Teilen vom Aussterben bedroht ist. Denn für einige Meeresgebiete wird der Bestandsrückgang des Hochseehais als überaus kritisch eingestuft.

3 KOMMENTARE

  1. in Ägypten kommt es immer wieder vor, dass Haie gefüttert werden.
    das führt zu einem veränderten Verhalten, bei dem Haie Menschen in irgendeiner Form mit
    Futter assoziieren.
    Günstig ist das sicherlich nicht.Besser wäre es, man würde diese aussterbende Tierart nicht durch Fütterungen anlocken um so einen Nervenkitzel zu vermarkten und Unfälle zu riskieren, die dann zu einer Jagd auf diese Tiere führen.

    • Na ja,

      also ich war lange Zeit über in Sharm el Sheikh Tauchguide und habe nie von solchen Hai-Fütterungen gehört.

      Aber es ist schon richtig, dass das plündern der Meere und damit verbunden das Verringern der Fischbestände durch den Menschen, dem perfekten Jäger der Meere keine Nahrung mehr bietet. Er ändert seine Gewohnheiten (Evolution nach Darwin) und „probiert“ instinktiv die nach Robben aussehenden Schwimmer. Aber sobald er merkt, dass sie nicht schmecken lässt er auch von ihnen ab. Daran merkt man, dass er uns Menschen nicht als Delikatesse sondern eher als Notgabe sieht.

      Ich finde, wir sollten diesem Hai die Möglichkeit geben, wieder in seine Gefilde, der Hochsee, zurück zu finden und ihn nicht jagen. Denn immerhin ist er ein Tier, welches wir dazu getrieben haben, zu nah an uns heran zu kommen.

  2. Ich bin 13 und fliege demnächst nach Ägypten. Ich habe Angst vor Haien, und weiß nicht, in welchen Bereichen des Meeres ich zu schwimmen vermag…

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