Start Panorama Hamburg: Neugeborenes in Koffer ausgesetzt

Hamburg: Neugeborenes in Koffer ausgesetzt

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Die Hamburger Polizei ermittelt wegen eines Kofferfundes, der den Beamten zur Zeit noch Rätsel aufgibt. Am Dienstagabend hatte ein bislang unbekannter Mann einen schwarzen Rollkoffer  vor dem Kongresszentrum (CCH) abgestellt.

Nach Medienberichten habe der Unbekannte den Pförtner auf das Gepäckstück hingewiesen und gesagt :“ Da draußen steht ein Koffer, kümmern Sie sich bitte darum“.  Dann sei der Unbekannte weggegangen.

Der Pförtner rief einen Kollegen des Sicherheitsdienstes zur Hilfe, weil er zunächst vermutete, dass der mysteriöse Koffer einen Sprengsatz enthalten könnte. Nach anderen Schilderungen habe der Pförtner ihn zunächst für eine Fundsache gehalten.

Dann hätten sie ein Wimmern aus dem Koffer gehört und ihn geöffnet. Der Inhalt entpuppte sich nicht als Sprengsatz sondern als Kleinkind, dass mit einem Babystrampler und einer Mütze gekleidet sowie in einen Schlafsack gewickelt worden war.

Das im Koffer aufgefundene Mädchen ist vermutlich etwa einen Tag alt und wurde nach ersten Informationen offenbar privat, ohne professionelle Hilfe entbunden und nur laienhaft abgenabelt. Das Neugeborene sei in eine Kinderklinik gebracht worden und schwebe nicht in Lebensgefahr, sagte ein Polizeisprecher.

Gegen den bislang noch nicht identifizierten Mann und die unbekannte Mutter wurden polizeiliche Ermittlungen eingeleitet. Letztere muss mit einer Anzeige wegen versuchter fahrlässiger Tötung rechnen, da aufgrund der niedrigen Außentemperatur eine Erfrierungsgefahr für das Kleinkind bestand.

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