Start Panorama Hannover: Hells Angels-Chef Frank Hanebuth erklärt Rückzug aus Steintorviertel

Hannover: Hells Angels-Chef Frank Hanebuth erklärt Rückzug aus Steintorviertel

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Steintorvierteil in Hannover bei Tag (Foto: kamillo kluth cc-by)
Steintorvierteil in Hannover bei Tag (Foto: kamillo kluth cc-by)
Steintorvierteil in Hannover bei Tag (Foto: kamillo kluth cc-by)
Steintorvierteil in Hannover bei Tag (Foto: kamillo kluth cc-by)

Die undifferenzierte Berichterstattung über die Tätigkeiten des Motorradclubs der „Hells Angels“ und die damit verbundenen Rufschädigungen gingen nun auch einem der führenden Persönlichkeiten der Höllenengel in Deutschland zu weit.

Das zumindest ist der offizielle Grund, warum sich Frank Hanebuth (47) Chef des Chapters Hannover aus seiner Tätigkeit im Steintorviertel in Hannover zurückziehen will. Dort war er zwölf Jahre lang als Sicherheitskoordinator aktiv und wurde unter dem Spitznamen „Steintorkönig“ auch als Deutschlands mächtigster „Hells Angel“ bezeichnet.

Nun zieht er sich, ebenso wie seine Sicherheitsfirma „Bodyguard Security“ von dort zurück, liess Hanebuth über seinen Anwalt erklären.

Die Begründung für diesen Schritt mag so gar nicht zum stereotypen Bild des knallharten Rockers passen, das der Bürger gemeinhin hat: Neben den ungerechtfertigten Hetzkampagnen gegen seine Person und dem Zwang ständig „negativ im Rampenlicht“ zu stehen, liegt ihm offenbar das Wohl seines Viertels am Herzen. Letztlich würden die zahlreichen Dienstleister vor Ort und praktisch das gesamte Viertel durch die Negativschlagzeilen zu Unrecht kriminalisiert.

Seiner Ansicht nach ist das Amüsierviertel am Steintor in Hannover „das sicherste und sauberste Rotlichtviertel in ganz Deutschland„. Im Gegensatz zu anderen deutschen Großstädten fanden in Hannover keine blutigen Bandenkriege um die Vorherrschaft in diesen Milieus statt. Ganz lässt Frank Hanebuth von seinem Revier jedoch nicht ab,  denn er werde seine Bordelle behalten.

Der Landesvorsitzende der GdP (Gewerkschaft der Polizei) nannte die Begründung des „Hells Angels“-Boss „scheinheilig“ und bezweifelt Hanebuths Ankündigung.

Es sei für die Stadt Hannover ein großer Ansehens- und Imagegewinn, wenn sich die „Hells Angels“ ausnahmslos, dazu gehören auch „Strohleute“ tatsächlich aus dem Steintorviertel zurückziehen, sagte der Landesvorsitzende des Bundes Deutscher Kriminalbeamter.

Nun fordert die GdP alle Wirte und Dienstleister am Steintor auf, mit der Polizei zusammenzuarbeiten und dafür zu sorgen, dass nun keine anderen, als kriminell klassifizierten Gruppen im Rotlichtbezirk etablieren, sobald die ordnende Hand der „Hells Angels“ sich von dort zurückzieht.

Die Polizei begrüßt somit zwar die Ankündigung von Hanebuth, allerdings besteht die Gefahr, dass sich durch die fehlende Präsenz der „Hells Angels“ ein Machtvakuum bilden könnte – dessen Eskalation dem Viertel einen schlechteren Ruf einbringen würde, als dies die Schlagzeilen um die Person eines „Hells Angels“ jemals könnten.

Nicht umsonst kündigte die Polizei an, dass man die Entwicklungen um das Steintor in den kommenden Wochen und Monaten genau beobachten werde. Es bleibt ihnen wohl auch nichts anderes übrig.

11 KOMMENTARE

  1. wie peinlich ist das denn?
    da war das steintor endlich sicher und man konnte sich dort ungestoert amuesieren und dann wird so etwas durch deutsches klischee denken und eifersuechteleien kaputt gemacht…..
    traurig auch, das an die ganzen arbeitsplaetze, die dadurch ja auch geschaffen wurden, keiner denkt…armes deutschland!!!!!!!!!!!!!!

  2. es ist bedauerlich, was im steintorviertel passiert. endlich konnte man beruhigt ins viertel gehen und jetzt ziehen sich die „viertelsherriffs“ zurück. ich hoffe das es nicht so kommt!!!!

    • ich finde es auch unmöglich, dass leute wie unser postminister a. d. sich seine rente auszuahlen lassen kann (ca. 20 millionen), Steuerhinterziehung (die Strafe bezahlte er aus der Hosentasche) und setzt sich dann ins Ausland. Und dann gibt es noch mehr Politiker, die uns ein Gangstertum vormachen. Also denke ich, dass die Politiker erst mal bei sich schauen sollen, um jemanden der kriminellen Machenschaften zu bezichtigen. Ausbeutung der dritten Welt, durch hungrige Manager, nach immer mehr Geld. Fangt bei Euch selber an, bevor ihr jemand verurteilt. gerd

    • wenn ich diesen namen schon lese „uwe81“.
      sollen wir uns hier in hannover sicher fühlen, weil die machverhältnisse z.z. geklärt sind und wir (das volk) von einer kriminellen organisation beschützt werden…
      das ich nicht lache.
      nichts gegen ein bordell – doch alles kriminelle gehört bestraft!!!
      meinetwegen soll der sog. „steintorkönig“ das weite suchen!!!
      und seine ganzen hirnlosen anhänger soll er gleich mitnehmen.

      • Hallo Sportsfreund!
        Hast Du eigentlich schon einmal einen Hells Angels aus der Nähe gesehen? Du hörst Dich an wie ein Hinterländer, dem entgangen ist, was in Wahrheit läuft. Vielleicht solltest Du
        Dich deshalb schon einmal etwas besser informieren, über Rechte und Freiheiten eines jeden Menschen. Denn Rufmord kann auch sehr kriminell sein, wenn es nur darum geht andere Leute um ihre wohlverdienten Erfolge zu beneiden oder gar zu bringen
        Grüsse K.Honegg.

      • jahrelang konnte man ,als frau zumindestens, nicht mehr sicher am steintor am abend rumlaufen!ewig messerstechereien,schiessereien und dumme anpöbelei durch die rivalisierenden gruppen verschiedener nationalitäten dort!dank frank und seiner crew fühlte ich mich zumindestens dort wieder sicher.schade dass er geht/aufgibt!….
        und du ,Gast no81 ,hast wohl di ealten zeiten dort am steintor nie erlebt,sonst würdest du nicht so eine verquirlte sch… hier von dir geben!

  3. Mit Besorgnis haben wir zur Kenntnis genommen, dass an einigen Orten in Europa, Schwache, Ranständige und Minderheiten in äusserst befremdender, falls nicht skandalöser Art und Weise angegangen oder gar verfolgt werden, als gäbe es wieder irgendwo eine Art herrschende Rasse. In Deutschland sind das nachweisbar unter Anderem die Hells Angels als eine Art neuen „Lieblinge der Nation“ Wie in jeder besseren Demokratie ist es allgemein üblich einen Erwerb und ein Einkommen haben zu dürfen um überhaupt existieren zu können. Und Sicherheitsdienste und Bars sind weltweit keine Seltenheit. Im Bezug auf Hells Angels scheint aber gar nichts mehr richtig zu sein, was diese Leute machen, egal womit sie ihren Lebensunterhalt verdienen. Obwohl ziemlich sicher auch in Deutschland vor dem Gesetz alle Leute gleichviel Recht haben, scheint man sich auf der Seite der dafür Zuständigen mit den eigenen Gesetzen nicht mehr so richtig auszukennen, denn das boikottieren von ganz normalen und einwandfreien Erwerbsmöglichkeiten bei den Hells Angels gehört mit Sicherheit nicht zu den besonderen Aufgaben der Polizei und darf deshalb weitaus mehr als Amtsmissbrauch und Kompetenzüberschreitung bezeichnet werden. Es scheint so als würde die oftmals einfach angedichtete Kriminalität dieser Leute nicht ausreichen um Polizeibeamte und Innenminister in ihren wohl eher etwas primitiven Vorstellungen und Ausführungen zufriedenzustellen. Auch ist es weltweit äusserst unüblich dass man egal welchen Beruf man hat nicht einmal mehr miteinander etwas trinken dürfen soll ( nachweisbar keine kriminelle Handlung)ohne dass das nicht gewalttätige(- same) Konsequenzen im Leben irgendwelcher Leute gibt
    Auch werden Hells Angels und solche Leute falls sie einmal tatsächlich einen Fehler ( müsste aber noch genauer überprüft werden) gemacht haben, ihre Strafe aber schon längst abgesessen haben und damit mit dem Gesetz und dem Rest der Welt wieder quitt wären trotzdem weiter kriminalisiert als jeder Anstand es erlaubt was ebenfalls als Amtsmissbrauch bezeichnet werden kann und absolut unzulässig wäre. Sonst würden wir gar nicht erst eine Rechtssprechung brauchen.
    Man kennt dieses Phänomen allerdings noch aus anderen Zeiten als Nazis genau in dieser Machart alles Andersdenkende, dass ihnen irgendwie im Wege gestanden hat genau in dieser Art aus dem Weg geräumt hat.Es scheinen ja vorwiegend Innenminister und Polizeibeamte zu sein die so etwas wollen und das deutet in Wahrheit weitaus mehr auf politische Intressen hin, als dass das noch irgendetwas mit dem vorgegebenen Recht oder Unrecht etwas zu tun haben könnte. Sollte das wieder in einen neuen Weltkrieg ausarten sollen, haben Sie es hiermit schriftlich: Sie werden nicht sehr weit kommen damit. Es ist genau am 18.11.2011 vorauszusehen wie das wieder ein jähes Ende nehmen wird. Sie können es dann kurz vor Ihrem Ableben noch einmal durchlesen. Egal ob es noch 10,“0 oder wieviel Jahre dauert bis Sie ein solches Ziel erreicht haben. Wenn wir nicht bald einmal in der richtigen Richtung dringend notwendige Bremsspuren feststellen können, würden wir es dann z.B. überall herumerzählen, wie peinlich Sie sich schon wieder benehmen. Falls es nicht bereits für etwas Anderes zu spät ist. Ich hoffe, Sie nehmen diese Sturmwarnungen für kommende Zeiten genauso ersnst wie wir Sie. Denn mehr können wir zur Zeit nicht für Sie tun, dass Sie die Möglichkeit haben, sich wieder einzufinden.
    Mit freundlichen Grüssen K. Honegg.

  4. Was alle vergessen ist das der Hanebuth vorher bei den Bones war.
    Der führt den Angels Laden genauso wie die Bones damals.

  5. es ist egal wo frank mal war,wichtig ist,dass man sich die letzten jahre,seit er das steintorviertel im griff hat,man (Frau) sich dort wieder sicher bewegen kann,ohne angst,dass ihr kugeln um die ohren fliegen oder vor ihren augen einer abgestochen wird!
    schade dass er gehen will!… das viertel wird ohne ihn und seine jungs nicht mehr dasselbe sein!

    gruss,..eine „alte“ Hannoveranerin (57 J.)

  6. Was hier wieder für eine Scheiße verzapft wurde geht auf keine Kuhhaut.Durch die Hells Angels und vorallem Frank Hanebuth wurde das Steintorviertel erst wieder richtig Sauber und Gemütlich.Früher konnte man dieses Viertel nicht unbewaffnet betreten was sich DANK der Hells Angels geändert hat und heute müssen wir zusehen wie durch beschämende Lügen warscheinlich wieder alles in die Hände krimineller Banden fällt.
    Ich bin der Meinung das die Jungs um und mit Frank Hanebuth unbedingt bleiben müssen.

    AFFA

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