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Harte Einbußen bei Drogeriemarkt Schlecker

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Schlecker-Zentale in Ehingen (Foto: Andreas Praefcke Lizenz: cc-by)
Schlecker-Firmensitz in Ehingen (Foto: Andreas Praefcke Lizenz: cc-by)
Schlecker-Zentale in Ehingen (Foto: Andreas Praefcke Lizenz: cc-by)
Schlecker-Firmensitz in Ehingen (Foto: Andreas Praefcke Lizenz: cc-by)

Als sicher gilt, dass bei der insolventen Drogeriemarkt-Kette Schlecker jede zweite Filiale schließen muß. Fast 12.000 Mitarbeiter, vorwiegend Frauen, verlieren durch die Schließung ihren Arbeitsplatz. Für gering qualifizierte Frauen wird es dadurch sehr schwer, eine neue Beschäftigung zu finden. Wie der Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz in Frankfurt mitteilte, können nur rund 13.500 Arbeitsplätze erhalten werden.

Der Insovenzverwalter kritisierte die Unternehmensführung des schwäbischen Firmengründers Anton Schlecker. Jahrelang habe die Firma Verluste angehäuft und viele Probleme dadurch zu spät angegangen. Wenig Chancen räumt Arndt Geiwitz auch den Kindern Maike und Lars Schlecker ein.

Sie könnten aus eigener Kraft selbst eine sanierte Firma nicht forführen. Anton Schlecker hatte seinen beiden Kindern die Neuausrichtung der Kette überlassen. Sie sollten dem Drogerieunternehmen ein frisches und attraktiveres Image verleihen.

Die Bilanzen sprechen dagegen von wenig attraktiven Zahlen: Im vergangenen Jahr 2011 machte die Drogeriemarkt-Kette einen Verlust von 200 Millionen Euro. Allein schon im laufenden Jahr machte Schlecker bislang pro Monat einen Verlust von 20 Millionen Euro.

Die einst umsatzstärkste Drogerie-Kette ist mit derartigen Werten tief gefallen. Andere Märkte wie Rossmann und dm-Markt liefen Schlecker den Rang ab, da beide Konkurrenten ihren Umsatz steigern konnten. Schlecker versuchte vergeblich einen Investor für seine angeschlagene Firma zu finden. Zum derzeitigen Stand würde sich auch der Insolvenzverwalter einen neuen Investor wünschen. Ein solcher könnte die Situation stabilisieren.

Um dem Drogeriemarkt noch eine Chance zum Überleben zu geben, müssen von 5000 Filialen 3000 geschlossen werden, was trotz der massiven Streichung von Arbeitsstellen zumindest die drohende Komplettschließung abwenden könnte.

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