Start Wirtschaft Hennes und Mauritz wird teurer

Hennes und Mauritz wird teurer

1016
2
TEILEN
H&M, Foto: Hofres
H&M, Foto: Hofres

Der Konzernchef der schwedischen Bekleidungskette Hennes & Mauritz (H&M), Karl-Johan Persson, geht davon aus, dass die Preise in der Modebranche und damit auch in seinem Unternehmen steigen werden. Dies teilte er am Montag in einem Interview dem „Handelsblatt“ mit. Grund seien höhere Preise für Baumwolle, die steigenden Transportkosten und die Forderungen der Textilarbeiter in Asien und der Türkei nach mehr Lohn. Viele Lieferanten könnten zudem ihre Produktionskapazitäten nicht erhöhen.

Zwar würden diese erschwerten Bedingungen für alle Unternehmen der Modebranche gelten, doch habe die Wirtschaftskrise vor allem in Hinblick auf die Expansion von H&M ihre Nachwirkungen mit sich gebracht, so der Konzernboss. Weniger Geschäfte als eigentlich geplant wurden in diesem Jahr eröffnet.

„Unser Ziel bleibt aber, jährlich 10 bis 15 Prozent mehr Geschäfte aufzumachen. Dieses Ziel werden wir im kommenden Jahr erreichen“, gab Persson bekannt. Trotz der derzeit insgesamt 2000 Filialen in 38 Ländern bliebe noch immer Potential – auch in Deutschland – neue Geschäfte zu eröffnen und das Filialnetz weiter auszubauen. Enorme Wachstumschancen sieht der H&M-Chef vor allem auf dem russischen Markt sowie in China, Japan und der Türkei.

Geplant ist unter anderem auch, dass der Textilkonzern in Deutschland unter seiner Marke H&M Home Einrichtungsartikel verkaufen werde. Ein Starttermin für dieses Vorhaben sei jedoch noch nicht bekannt. Und auch mit seiner Nobelmarke COS und seinen Töchtern Weekday und Monki wolle H&M expandieren, sagte der Konzernchef.

Darüber hinaus zieht H&M näher in Betracht, auch die Märkte in Südamerika, Indien, anderen asiatischen Ländern oder Australien zu erobern. Auf einen genauen Zeitpunkt für einen jeweiligen Markteintritt wollte sich Karl-Johan Persson jedoch noch nicht festlegen. Ganz besonderer Fokus würde hierbei auf das Modell des Online-Shops gelegt, denn dieses funktioniere seiner Ansicht nach weltweit und länderübergreifend. „Der Online-Anteil wird steigen“, so Persson.

2 KOMMENTARE

  1. H&M setzt strategisch offenbar immer mehr auf Mittelzentren. So gibts wohl auch im schwäbischen Biberach an der Riß bald einen H&M. Ein C&A hat sich ja bereits am Marktplatz angesiedelt. Im Gespräch ist der Schadenhof, oder ein Gebäude am Kirchplatz (Fußgängerzone Bürgerturmstraße). Neu ist die Strategie, dass offenbar auch kleinere Filialen in Städten dieser Größe für lukrativ erachtet werden.

    • Hallo Peter. In Biberach gibts momentan schon einen C&A. Dann dauert es meist nicht lange, dann kommt auch ein H&M. Was mich echt wundert ist die Tatsache, dass beide Konzerne offenbar verstärkt, auch kleiner Filialen in Mittelstädten eröffnen wollen. Vielleicht ist Biberach ja auch ein Sonderfall. Vollbeschäftigung und hohe Kaufkraft. Das Problem der kleinen Verkaufsflächen wird sich dort nicht ändern. Abgerissen wurde in letzter Zeit (leider) viel zu viel. Ich denke das Nutzen vorhandener Flächen in Bestlage (Beispiel Schadenhof), ist zwar etwas billiger, aber der kostenintensivere Ausbau vorhandener Flächen, rechnet sich langfristig. Das eine schliesst das andere ja nicht aus. Das ist allenfalls besser, als der radikale Abriss vorhandener Gebäude.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here