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Höherer Sanierungskostenanteil für Mieter

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Die Pläne der Bundesregierung, den Klimaschutz durch Senkung des Energiebedarfs von Gebäuden voranzutreiben, geraten wegen des zugrunde liegenden Finanzierungskonzeptes immer mehr in die Kritik, sollen die entstehenden Sanierungskosten doch stärker als bislang auf den Mieter umgelegt werden.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) argumentiert mit der langfristigen Senkung der Energiekosten für den Mieter, die lediglich vergleichsweise kurzzeitige Investitionskosten erfordere, der Deutsche Mieterbund hält dies für Augenwischerei. Die Kosten für Umbau und Sanierung bestehender Gebäude stünden oftmals in keinem realistischen Verhältnis zu den tatsächlichen Einsparungen die sich durch eine Verringerung der Heizkosten ergeben würde.

Im Gegensatz hierzu begrüßen Verbände von Hauseigentümern die Ideen, sehen jedoch Verbesserungsmöglichkeiten im Entwurf. So sei eine Änderung des Mietrechts wie sie im Rahmen der Planungen ebenfalls im Gespräch ist, nicht zwingend erforderlich. Erleichterung und Vereinfachung der bestehenden Regelungen könnten effektiver sein und einen stärkeren Anreiz für Vermieter darstellen, energetische Sanierungen durchzuführen.

Das bisherige Konzept sieht jedoch stattdessen eine Anpassung des Mietrechts als einzige Option vor. Diese würde es Eigentümern ermöglichen, künftig mehr als die bisher geltenden elf Prozent an anfallenden Modernisierungskosten an den Mieter weiterzureichen. An einem entsprechenden Gesetzesentwurf wird zur Zeit noch gearbeitet, somit ist über das „wann“ ebenso wenig definitives zu sagen, wie über das „wie“ der Mietrechtsanpassung.