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Humorist Loriot ist tot

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Der Diogenes-Verlag meldet heute den Tod des deutschen Humoristen Loriot. Er starb am 22. August in Ammerland am Starnberger See mit 87 Jahren an Altersschwäche.

Loriot, mit bürgerlichem Namen Bernhard Victor Christoph-Carl von Bülow, kurz Vicco von Bülow, wurde am 12. November 1923 in Brandenburg an der Havel geboren. Nach dem Notabitur 1941 studierte er von 1947 bis 1949 Malerei und Grafik an der Kunstakademie in Hamburg.

Als Werbegrafiker erfand er nach Abschluss seines Studiums das „Knollennasenmännchen“. Loriot arbeitete als Cartoonist  unter anderem für die Zeitschriften Stern, Quick  und Weltbild. Zwischendurch spielte er in kleineren Filmrollen, war Regisseur, Bühnen- und Kostümbildner.

Populär wurde Loriot mit „Wum“ einem Zeichentrick-Hund und Maskottchen der „Aktion Sorgenkind“ im Rahmen der ZDF-Show „Drei mal Neun“. In der Nachfolgesendung  „Der große Preis“ blieb Hund Wum als Pausencartoon erhalten. Später wurde „Wum“ der Elefant „Wendelin“ zur Seite gestellt und auch der  gelegentlich auf  seiner fliegenden Untertasse einschwebende „Blaue Klaus“ fand seinen Platz.

Am Präsentesten dürfte er jedoch nach wie vor in seinen Sketchen mit Evelyn Hamann sein, unvergessen seine brilliante Arbeit als Hauptdarsteller, Regisseur und Autor in „Ödipussi“ und „Pappa ante Portas„.

Trotz seiner Erfolge war von Bülow der Ansicht, das Medium Fernsehen sei zu schnelllebig geworden und würde keine humoristische Qualität erzielen. Aus diesen Überlegungen heraus verabschiedete sich Bülow 2006 aus der Medienlandschaft.

Noch vor zwei Jahren, zum 85. Geburtstag von Bülows fand im Filmmuseum Berlin die bisher größte Ausstellung seiner Werke statt. 2011 erschienen Wohlfahrtsbriefmarken mit Motiven aus bekannten Zeichentrickfilmen „Herren im Bad“ und „Das Frühstücksei“.

Vico von Bülow wird im engsten Familienkreis beigesetzt.

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