Start Panorama Im Fall Kachelmann legt Ex-Freundin Revision ein

Im Fall Kachelmann legt Ex-Freundin Revision ein

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Das Landgericht Mannheim teilte am Mittwoch mit, dass die Anzeigeerstatterin und Nebenklägerin gegen den Freispruch Kachelmanns Revision eingelegt hat. Die Frist für die Revision galt bis Dienstag um Mitternacht.

Das schriftliche Urteil wird spätestens Mitte August vorliegen. Dann hat die Nebenklägerin zusammen mit ihrem Anwalt Thomas Franz Zeit, innerhalb eines Monats nach der schriftlichen Begründung des Freispruchs für Wettermoderator Jörg Kachelmann (52)  die Revision zu begründen. Die anberaumte Zeit gilt auch für die Staatsanwaltschaft Mannheim, die ebenfalls Revision eingelegt hatten.

Über eine Revision hätte der Bundesgerichtshof in Karlsruhe zu entscheiden. Vor dieser Instanz gibt es, anders als bei Berufungsverfahren, keine komplette Neuverhandlung. Vor dem Bundesgerichtshof (BGH) wird das schriftliche Urteil des Landgerichts Mannheim auf Rechtsfehler überprüft.

Jörg Kachelmann war am 31. Mai 2011 aus Mangel an Beweisen vom Vorwurf der schweren Vergewaltigung freigesprochen worden. Die Staatsanwaltschaft hatte vier Jahre und drei Monate gefordert.

Die Nebenklägerin hatte den Wettermoderator beschuldigt, sie im Februar 2010 mit einem Messer zum Geschlechtsverkehr gezwungen zu haben. Jörg Kachelmann hatte diesen schweren Vorwurf bestritten.

Nun heißt es also offenbar: „The show must go on“ – und welcher Ausgang die Anstrengungen der Klägerin nun haben mögen – mit einem regen Medieninteresse ist vor allem dann zu rechnen, wenn zwischenzeitlich die Suche von Klägerseite weitere Details über das Privatleben von Kachelmann offenbart.