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Industriespionage made in China

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Das Netz machte es möglich: Chinesische Hacker haben fünf große Öl- und Gaskonzerne ausspioniert und wichtige Unternehmensinformationen gestohlen. Das geht aus einem Bericht hervor, den die US-amerikanische Sicherheitsfirma McAfee veröffentlich hat. Daraus geht jedoch nicht hervor, auf welche Ölmultis die Hacker-Angriffe verübt worden sind. Fakt ist es jedoch wohl, dass die Online-Diebe aus China kommen.

In dem Bericht heißt es, dass bereits seit 2009 „koordinierte, verdeckte und zielgerichtete“ Angriffe auf Öl-, Energie- und Petrochemie-Unternehmen in den USA, Taiwan, Griechenland und Kasachstan stattgefunden haben und diese noch immer andauern würden. Deutlich sei die Absicht geworden, dass die Hacker ganz klare Wettbewerbsspionage betrieben.

Denn Ziel der Angriffe seien Informationen über aktuelle Gebote für Ölfelder, Lizenzverhandlungen für neu zu erschließende Gas- und Ölfelder und Projektfinanzierungen. McAfee habe zudem ausfindig gemacht, dass die gewieften Hacker Schwachstellen im Windows Betriebssystem genutzt haben, um über amerikanische und niederländische Server auf die Rechensysteme der Unternehmen zuzugreifen.

Interessantes Detail der Ermittlungen: McAfee hat herausfinden können, dass die Cyber-Angriffe täglich in der Zeit von 9 Uhr morgens bis 17 Uhr abends stattgefunden haben. Das lässt darauf schließen, dass die Hacker einer geregelten Arbeit nachgehen und keine Amateurhacker sein können, die sich einen üblen Scherz erlauben.

Eher sieht es so aus, als würden sie gezielt damit beauftragt sein, die Firmen auszuspionieren. Ob es sich allerdings um einen offiziellen Regierungsauftrag handle, das könne man nicht beweisen. Fakt ist jedoch, dass die gestohlenen Informationen jede Menge Geld wert sind.

Ein Chinese konnte dem Bericht zufolge identifiziert werden, da seine Server genutzt wurden, um die Computer der Ölkonzerne auszuforschen. Ermittelt wurde außerdem, dass unterschiedliche Strategien verwendet wurden, um sich die gewünschten Informationen zu verschaffen.

Ein neuartiges Beispiel der digitalen Industriespionage ist das so genannte Social Engineering. Hierbei handelt es sich um den Versuch, sich das Vertrauen von Mitarbeitern mit bestimmten Zugriffsrechten zu ergattern. Fälle wie diese sind keine Seltenheit und zeigen auf, dass die Sicherheit der Daten im Netz noch lange nicht unanfechtbar ist.

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