Start Wirtschaft Intel legt weiter zu

Intel legt weiter zu

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Von einer PC-Flaute ist seit einiger Zeit die Rede. Der Absatz sinkt, die Leute kaufen weniger PCs, sie bevorzugen immer mehr die so genannten Tablets. Intel, der weltweit größte Chiphersteller, scheint dieser Entwicklung zu trotzen. Das Computerunternehmen hat seine Verkäufe um über 20 Prozent gesteigert. Zum mittlerweile fünften Mal in Folge konnte Intel einen Rekordumsatz verzeichnen.

Im zweiten Quartal stieg Intels Umsatz um 21 Prozent auf 13 Mrd. Dollar – umgerechnet sind das 9,1 Milliarden Euro. Insgesamt stieg der Umsatz mit den PC-Prozessoren um 11 Prozent. Sie machen für Intel nach wie vor das größte Geschäft aus, danach folgen die Server-Chips. In diesem Geschäftsbereich kam es sogar zu einem Umsatzwachstum in Höhe von 15 Prozent.

Das teilte das amerikanische Unternehmen am gestrigen Mittwoch mit. Kein Wunder: 80 Prozent aller weltweit verwendeten Prozessoren stammen aus dem Hause Intel.

Und das, obwohl für die mobilen Geräte wie bei den Tablet-PCs  kaum Intel-Chips verwendet werden. Denn hier ist Apple mit seinem iPad klarer Marktführer und favorisiert die stromsparenden Prozessoren des Designers ARM.

Dennoch macht Intel mit dem anhaltenden Trend auch ein gutes Geschäft. Firmenchef Paul Otellini teilte mit, dass der Konzern vom globalen Boom der Smartphones und Tablets profitiere. Da diese Geräte vermehrt im Umlauf sind und einen immer stärkeren Internetverkehr generieren, müssen die bestehenden Rechenzentren ausgebaut werden, damit Services und Schnelligkeit beim Datentransfer weiterhin gewährleistet werden können.

In diesem Zusammenhang werden immer mehr der kleinen, extrem leistungsstarken Intel Prozessoren in den Servern eingesetzt. Zwar schlug sich dieser Trend positiv auf Intels Nachfrage nieder, doch stiegen die Produktionskosten für die Herstellung der Chips gleichzeitig steil an.

So hatte Intel vor einiger Zeit erst den Produktionsprozess auf die neuartige 22-Nanometer-Technologie umgestellt. Mit Hilfe dieses Verfahrens können sehr viel kleinere Prozessoren hergestellt werden. Auf lange Sicht wird die Produktion der Computerchips dadurch sogar gesenkt.

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