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Internationale Wirtschaftsstandorte im Vergleich

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Das Nachrichtenmagazin „Focus“ hat am heutigen Mittwoch ein vom Weltwirtschaftsforum (WEF) durchgeführtes Länder-Ranking der internationalen Wirtschaftsstandorte veröffentlicht. Demnach ist die Schweiz der weltweit attraktivste Wirtschaftsstandort. Deutschland hat sich im Ranking ein wenig verschlechtert.

Insgesamt hat das WEF 142 weltweite Volkswirtschaften analysiert. Demnach ist die Schweiz das Land, welches im internationalen Vergleich am wettbewerbsfähigsten ist. Danach kommen Singapur und Schweden auf den Plätzen zwei und drei der weltweit beliebtesten Wirtschaftsstandorte.

Die starke Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz beruhe nach Meinung der Experten des WEF darauf, dass das kleine Land über eine gute Infrastruktur sowie effizient arbeitende öffentlichen Einrichtungen verfüge und eine intensive Zusammenarbeit zwischen Universitäten und Geschäftswelt pflege.

Außerdem wären die Schweizer Unternehmen sehr viel eher dazu bereit, mit großen Summen in die Forschung und Entwicklung zu investieren, als die Konzerne in anderen Ländern. Zudem hätten die hochentwickelten Finanzmärkte des deutschen Nachbarlandes einen enormen Anteil daran, dass das Land bei internationalen Wirtschaftstreibenden und Investoren so beliebt sei.

Die Finanzkrise hat die Schweiz bislang mehr oder minder verschont. Derzeit leidet das Land zwar geradezu unter dem starken Schweizer Franken im Vergleich zu den anderen internationalen Währungen wie Euro und Dollar. Dennoch ist die Wirtschaft stabil und erfolgreich. Nicht zuletzt auch deshalb, weil die Schweizer am gestrigen Dienstag einen Mindestwechselkurs zum Euro festgelegt haben, um die Schweizerischen Exportmärkte zu beflügeln.

Anders sieht es in Deutschland aus. Die Bundesrepublik hat es in dem Ranking der wettbewerbsfähigsten Länder der Welt zwar auch unter die besten zehn geschafft. Auf dem sechsten Platz befinden wir uns im internationalen Vergleich. Das ist ein Platz schlechter als noch 2010.

Vor allem die vielen Vorschriften und Regelungen würden nach Meinung des WEF den Standort Deutschland im weltweiten Wettbewerb schaden. Restriktive Steuervorschriften, der nicht effizient arbeitende öffentliche Dienst, zu viel Bürokratie, die Höhe von Steuern und nicht ausreichend ausgebildete Arbeitnehmer seien nicht attraktiv genug, damit Deutschland sich auf höheren Rängen wiederfinden könne.

Auf den Plätzen vier und fünf wurden Finnland und die weltweit noch immer größte Wirtschaftsnation, die USA, gewählt. Noch vor drei Jahren waren die USA vom WEF auf den ersten Rank platziert worden. Als Grund für das Abrutschen der internationalen Attraktivität des Wirtschaftsstandort Nordamerika nannte das WEF das mangelnde Vertrauen amerikanischer Unternehmen in die Politik.

Um die Top Ten des Länder-Rankings zu vervollständigen: Auf den siebten Platz landeten die Niederlande, gefolgt von Dänemark auf Platz acht, Japan auf Platz neun und Großbritannien – das sich im Vergleich zum Vorjahr um zwei Positionen verbesserte – an zehnter Stelle.

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