Start Aktuelles Islamistischer Anschlag auf „Jyllands-Posten“ vereitelt

Islamistischer Anschlag auf „Jyllands-Posten“ vereitelt

478
0
TEILEN

Ein terroristischer Angriff auf die dänische Zeitung „Jyllands-Posten“ soll nach Angaben der Polizei kurz vor der Durchführung verhindert worden sein. Fünf Terrorverdächtige sind ersten Angaben zufolge in Dänemark und Schweden festgenommen worden.

Hintergrund des gescheiterten Anschlags soll die Veröffentlichung der Mohammed-Karikaturen in der Zeitung im Jahr 2005 gewesen sein, die unter Muslimen weltweit Empörung ausgelöst hatte.

Anders als bei den Sprengstoffanschlägen von Selbstmordattentätern war in diesem Fall offenbar ein direkter Angriff geplant. Die Polizei konnte bei den Festnahmen in den Kopenhagener Vororten Herlev und Greve auch eine Maschinenpistole, einen Schalldämpfer sowie Munition sicherstellen.

Der Einsatz fand dabei länderübergreifend in Schweden und Dänemark statt, in beiden Staaten kam es zu Festnahmen. Drei der Verdächtigen wurden in Kopenhagen festgenommen, sie waren erst vergangene Nacht aus Schweden eingereist.

Es handelt sich um einen 29jährigen Schweden libanesischer Abstammung, einen 44-jähriger Tunesier und einen 30jähriger Schweden, dessen Herkunft bislang ungeklärt ist.  Beim vierten in Dänemark festgenommenen Mann handelt es sich um einen Asylbewerber aus dem Irak.

In Schwedens Hauptstadt Stockholm wurde ein 37jähriger Schwede tunesischer Herkunft festgenommen.

Nach Aussage von Jakob Scharf, Chef des dänischen Polizei-Geheimdienstes PET handelt es sich bei den mutmaßlichen Terrorverdächtigen um radikale Islamisten mit „Verbindungen zu internationalen Terrornetzwerken“.

Ziel des Anschlags sei es gewesen, gewaltsam in die Redaktionsräume der „Jyllands-Posten“ einzudringen und „so viele der anwesenden Menschen töten wie möglich“.

Scharf lobte die gute Zusammenarbeit der skandinavischen Behörden. „Dass diese konkreten Terrorpläne vereitelt werden konnten, ist einem umfassenden und äußerst arbeitsintensiven Fahndungseinsatz sowohl in Dänemark wie in Schweden zu verdanken“.

Zum Zeitfenster des Anschlags sagte Scharf, „Der Angriff sollte nach unseren Erkenntnissen in den nächsten Tagen durchgeführt werden“.

Nach dem Selbstmordanschlag eines 28-jährigen, irakisch-stämmigen Schweden  am 11. Dezember handelt es sich um den zweiten terroristischen Akt der letzten Wochen, der mit den Mohammed-Karikaturen in Zusammenhang steht.

Der Karikaturist Kurt Westergaard , Schöpfer der umstrittenen Zeitungen war bereits am Neujahrstag 2010 nur knapp einem bewaffneten Angriff in seinem Haus entgangen.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here