Israel: Fastenmonat Ramadan beginnt mit Anschlägen

Israel: Fastenmonat Ramadan beginnt mit Anschlägen

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Artikelbild - Jerusalem: Blick auf den Felsendom (Foto: pd)
Jerusalem: Blick auf den Felsendom (Foto: pd)

Mit „Schalom“ und „Salam“ wünschen sich Juden und Muslime gegenseitig Frieden – doch es hat offenbar nicht sollen sein, wie unsere Israel-Mitarbeiterin berichtet.

Kaum hatte Israel zu Beginn des muslimischen Fastenmonats Ramadan den Grenzübertritt für Gläubige nach Jerusalem erleichtert, wurden innerhalb kurzer Zeit zwei Anschläge auf jüdische Bewohner verübt.

Am Freitag wurde ein 25 jähriger Mann aus Lod (Nähe Tel Aviv), in der Nähe der jüdischen Siedlung Dolev (Samaria) von einem Palästinenser erschossen.

Der Begleiter des getöteten Mannes wurde verletzt, schwebt aber nicht in Lebensgefahr. Der Attentäter hatte nach einer vorgetäuschten Reifenpanne, mehrfach durch die Windschutzscheibe auf beide Insassen gefeuert.

Am Sonntagmorgen stach ein 18 Jahre alter Araber aus Hebron vor dem Damaskustor (Jerusalemer Altstadt), mehrfach auf einen 20 jährigen Grenzpolizisten ein.

Dem schwerverletzten Polizisten gelang es, den flüchtenden Attentäter durch Schüsse zu stoppen. Der Polizist wurde im Brust – und Nackenbereich verletzt und schwebt auch nach einer Notoperation immer noch in Lebensgefahr.

Auch der Täter, der ebenfalls in einer Klinik in Jerusalem notoperiert wurde, ringt mit dem Tod.

Vor dem zweiten Anschlag hatte es kleinere Unruhen und Steinewürfe in und um die Altstadt von Jerusalem gegeben, so daß die Situation bereits angespannt war.

Die Hamas würdigte beide Attentate als „heldenhaft“. Im ersten Fall bekannte sich eine Hamas-nahe Gruppierung zum Anschlag. Beim Angriff auf den Grenzpolizisten ist der Hintergrund bislang unklar.

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