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Israel: Verletzte nach Bombenanschlag auf Bus in Tel Aviv

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Rettungsdienst in Israel by (Foto: Mihael Almagor cc-by)
Israel: Rettungseinsätze nach Raketenangriffen und Bombenanschlägen (Abb. symbolisch, Foto: Mihael Almagor cc-by)
Rettungsdienst in Israel by (Foto: Mihael Almagor cc-by)
Israel: Rettungseinsätze nach Raketenangriffen und Bombenanschlägen (Abb. symbolisch, Foto: Mihael Almagor cc-by)

Seit einer Woche werden in Israel alle paar Minuten Radio- und Fernsehsendungen im ganzen Land mit dem Hinweis „Asakat Zeva Adom“ (Roter Alarm, wörtlich „Alarm rote Farbe“) unterbrochen, um die Bevölkerung auf Raketenbeschüsse aus dem Gaza-Streifen aufmerksam zu machen.

Die Menschen haben dann zwischen 15 und 30 Sekunden Zeit, um sich in Bunkern oder Unterständen in Sicherheit zu bringen.

Am heutigen Mittwoch blieb der befürchtete Alarm in Tel Aviv aus. Doch der anhaltende Angriff auf Israels Zivilisten war damit keineswegs beendet. Völlig unerwartet zündeten Terroristen gegen 12:20 Uhr Ortszeit auf dem Schaul-Hamelech-Boulevard im belebten Zentrum Tel Avivs im Stadtbus eine Bombe.

Dutzende Rettungskräfte des Magen David Adom fuhren in hohem Tempo  zur Unglückstelle um Verletzte zu versorgen und sie in Krankenhäuser zu bringen. Der Rettungsdienst meldete 17 Verletzte – eine Person mittel- bis schwer verletzt, drei weitere Menschen erlitten mittlere Verletzungen, elf leichtverletzte und Zwei mit einem Schock. Alle Betroffenen wurden in das Krankenhaus „Ichilov“ gebracht.

Seit fünf Jahren hat es in Israel keine Bombenanschläge mehr auf Busse gegeben, daher ist die Bevölkerung geschockt und verunsichert.

Berichte zur Situation vor Ort: Aus dem Bus drang dichter Rauch, die Scheiben waren teilweise zersplittert. Das Fahrzeug ist komplett zerstört. Der Tatort wurde weiträumig abgeriegelt –  die israelische Polizei befürchtet eine weitere Bombe in der Nähe. Hubschrauber überfliegen den Ort des Anschlags. Es wird von zwei Tätern ausgegangen.

Ein mutmaßlicher Attentäter wurde zunächst festgenommen, wie sich später herausstellte, handelte es sich jedoch um einen Unbeteiligten. Die Informationslage ist schwierig, da beinahe minütlich neue Informationen bekannt werden. Bei dem zweiten, noch flüchtigen Täter, soll es sich möglicherweise um eine Frau handeln.

Reaktionen auf den Anschlag: Auch von palästinensischer Seite gab es Reaktionen auf den Anschlag. Während fanatisierte Personen dort offenbar Freudensalven abfeuerten, bekannte sich zwischenzeitlich auch die Terrororganisation der Hamas zu dem Sprengstoffanschlag.

Aktuelle politische Situation: Unterdessen scheint die politische und militärische Situation unverändert: Auch am heutigen Tag halten die Raketenbeschüsse an. In der Eschkol-Region, Aschdot, Schaar Hanegev, Sderot und Aschkelon gingen Raketen und Mörsergranaten aus dem Gaza-Streifen nieder. Einige Geschosse konnten vom Abwehrsystem „Eiserne Kuppel“ abgefangen werden.

Die israelische Armee feuert ebenfalls Raketen in Richtung Gaza-Streifen und Gaza Stadt ab. Auf beiden Seiten sind Verletzte und Opfer zu beklagen. Ein Waffenstillstand scheint nach dem jüngsten Anschlag in weite Ferne gerückt.

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