Start Aktuelles Japan aktuell: Abpumpen von radioaktivem Wasser in Fukushima läuft an

Japan aktuell: Abpumpen von radioaktivem Wasser in Fukushima läuft an

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Ein Tankfloß für radioaktives Wasser. (Foto: TEPCO)
Tankfloß für schwach radioaktive Fukushima-Abwässer (Foto: TEPCO)
Ein Tankfloß für radioaktives Wasser. Foto: TEPCO
Tankfloß für radioaktive Fukushima-Abwässer .Foto: TEPCO

In Fukushima wird auf die Ankunft eines Tankfloßes gewartet, in dass mehrere Tonnen radioaktiven Wassers geleitet werden soll, zudem muss TEPCO weitere Fehler einräumen, von denen Kritiker vermuten, diese seien nicht erst das Ergebnis neuster Untersuchung, sondern dem Betreiber bereits viel früher bekannt gewesen, jedoch aus taktischen Gründen verschwiegen worden.

Lesen Sie mehr Details über die jüngsten Geschehnisse nach Tohoku-Erdbeben, Tsunami und dem Reaktorzwischenfall des Kernkraftwerks Fukushima Daiichi im Spreadnews Japan-Ticker vom 16. Mai 2011

00:00 Bei Spreadnews.de finden Sie morgen wieder Informationen und Meldungen zu Lage und Situation in den Krisengebieten Japans, über Fortschritte und Rückschläge. Kommen Sie gut durch die Nacht.

Ausländer unter den Opfern: Bislang sind 24 Personen identifiziert worden, die keine japanischen Staatsbürger waren und im Zuge der Naturkatastrophen in Japan ums Leben kamen. Die Toten stammen aus China, Kanada, Süd- und Nordkorea, Pakistan, den USA und von den Philippinen. Das meldet die Nachrichtenagentur Kyodo.

TEPCO räumt ein: Kernschmelze auch in Reaktoren 2 und 3: Wie jetzt in einer Pressekonferenz bekannt wurde, war es nach dem Erdbeben wahrscheinlich auch in den Reaktoren 2 und 3 zur teilweisen Kernschmelze gekommen, nachdem es dem Verantwortlichen aufgrund des Stromausfalls sechs Stunden lang nicht möglich gewesen war, die Brennstäbe zu kühlen. TEPCO wertet allerdings die Verhinderung weiterer Überhitzung als Erfolg.

Todesursache des Fukushima Arbeiters: Der etwa 60 Jahre alte Arbeiter der  während Arbeiten im Atomkraftwerk Fukushima Daiichi zusammengebrochen war, ist offenbar an einem Herzinfarkt gestorben, wie die Yomiuri Shimbun berichtet. Einen Zusammenhang mit radioaktiver Strahlung gebe es nicht.

Evakuierungen außerhalb der Sperrzone: Die von der Regierung ende April geforderte Evakuierung der Orte Iitate (6500 Einwohner) und Kawamura (ca. 17248 Einwohner) ist im Gange, so ein Bericht der Mainichi Shimbun. Zuvor seien bereits ca. 2000 Bewohner von Iitate gegangen – offiziellen Angaben zufolge freiwillig. Die genaue Zahl der Personen die sich noch vor Ort befinden ist schwer zu beziffern, da Bürger ohne Behördenkenntnis das Gebiet verlassen hätten. Besonders ältere Personen weigerten sich bislang zu gehen.

TEPCO gibt größere Erdbebenschäden zu: Der Betreiber TEPCO räumte nun ein, wesentliche Schäden im Inneren der Anlage die sich am 11. März 2011 ereigneten, wie etwa der Austritt von stark radioaktivem Dampf der zur Evakuierung des AKW führte, sind vermutlich bereits durch das Erdbeben entstanden. die folgenden Wellen des Tsunami hätten dann den Stromgenerator für das Kühlsystem zerstört, 16 Stunden nach dem Zwischenfall habe die Kernschmelze in Reaktor 1 eingesetzt

Tankfloß als Deponie auf dem Weg: Unterdessen ist ein umgebautes Lastschiff unterwegs auf den Weg zur Nuklearanlage Fukushima Daiichi. Ab Juni soll das riesige Tankfloß mit  136m Breite und 46m Länge, als provisorisches Lager für die Abwässer dienen

Arbeiten zum weiteren Abpumpen beginnen: Um weitere Reparaturen zu ermöglichen wird am Dienstag nun mit dem abpumpen des Wassers aus dem Turbinengebäude von Reaktor 3 begonnen, es soll in eine Entsorgungsanlage transportiert werden. Das berichtet die japanische Nachrichtenagentur Jiji. Zusätzlich sollen weitere Tanks zur Aufbewahrung radioaktiver Abwässer folgen.

Abpumpen in Reaktoren erforderlich: Am Samstag hatte ein Arbeiter riesige Mengen radioaktiven Wassers in Reaktor 1 entdeckt, die Rede ist von 3000 Tonnen. Schätzungen zufolge soll das Untergeschoss von Reaktor 3 mit etwa 22.000 Tonnen radioaktiv verseuchten Wassers vollgelaufen sein. In Reaktor 2 laufen bereits seit einiger Zeit entsprechende Arbeiten, 5550 von insgesamt 25.000 Tonnen seien dort bislang abgepumpt.

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