Start Aktuelles Japan aktuell: AKW Fukushima kämpft mit steigendem Wasserpegel und Ölteppich

Japan aktuell: AKW Fukushima kämpft mit steigendem Wasserpegel und Ölteppich

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Tepco: Ölfilm vor Kaimauer nahe AKW Fukushima. Foto: Tepco
Ölfilm vor Kaimauer nahe AKW Fukushima. Foto: Tepco
Tepco: Ölfilm vor Kaimauer nahe AKW Fukushima. Foto: Tepco
Ölfilm vor Kaimauer nahe AKW Fukushima. Foto: Tepco

Während die Vorbereitungen auf heftige Taifune, besonders in den vom Tsunami getroffenen Küstengebieten weiterhin laufen und im AKW Fukushima Daiichi versucht wird, bereits im Voraus das Aufwirbeln von radioaktiven Partikeln durch heftige Winde so weit es geht zu verhindern, meldet der Betreiber der Anlage, die Tokyo Electric Power Co. (TEPCO) die Entdeckung eines Ölfilms im Meer, nahe des Kernkraftwerks. Mehr dazu nun, im Spreadnews Japan-Ticker vom 31. Mai 2011

Tepco verzögerte Meldung über Pumpenproblem: Der Energiekonzern TEPCO scheint seine Informationspolitik trotz entsprechender Forderungen immer noch nicht gänzlich transparent zu halten – wartete das Unternehmen nach Angaben der Asahi Shimbun doch mit Duldung der NISA ganze 12 Stunden, bevor man den jüngsten Pumpenausfall in Reaktor 5 bekanntgab – und nun auch eine Verspätung bei der Umsetzung der Ersatzpumpe einräumte.

Premierminister bekräftigt Entscheidung zur Weiterkühlung: Nach Angaben der Nachrichtenagentur Jiji erklärte Japans Premierminister Naoto Kan, die Entscheidung des zuständigen Leiters, das AKW Fukushima trotz einer möglicherweise bestandenen Anweisung zur Einstellung weiter mit Meerwasser zu kühlen, sei richtig gewesen. Vermutlich ist so schlimmeres verhindert worden.

Steigender Pegel von radioaktivem Wasser: Aufgrund der starken Regenfälle der Taifunsaison steigt der Wasserstand in den Reaktorgebäuden und erhöht das Risiko einer radioaktiven Kontamination von Meer- und Grundwasser. Während am gestrigen Tag nach Meldung der Nachrichtenagentur Jiji in Reaktor 1 ein Pegel von 4,6 Metern erreicht wurde, berichtet die NHK nun über einen Anstieg von 3-4mm/Stunde in den Turbinengebäuden der Reaktoren 2 und 3.

Hohe Radioaktivität des Wassers im Keller: Die Anzahl radioaktiver Bestandteile im Wasser des Kellers von Reaktor 1 überschreiten den Normalwert für Kernkraftwerke um das 10.000 fache, so die Berichte japanischer Medien. So betragen beispielsweise die die Werte für  für radioaktives Cäsium-134 insgesamt 2,5 Millionen Bq/m3 und für Jod-131 insgesamt 30.000 Bq/m3 Die Substanzen stammen vermutlich von geschmolzenen Brennstäben, deren Material langsam aus dem Druckbehälter austritt, so die Nachrichtenagentur Jiji.

Taifun-Schutzmaßnahmen am AKW Fukushima: Wie die Yomiuri Shimbun meldet, werden nicht nur bindende Stoffe gegen die Verbreitung von radioaktiven Partikeln versprüht, sondern darüber hinaus die Schläuche mit denen das verseuchte Wasser aus den Turbinengebäuden ausgeleitet wird , als auch das Riesenfloß das als schwimmender Tank dient, mit Seilen verstärkt gesichert.

Ölteppich in der Nähe des AKW Fukushima: In der Nähe der Atomruine wurde während eines Kontrollgangs ein Ölfilm im Meer festgestellt, der vermutlich aus Behältern nahe der Reaktor 5 und 6 stammt, die während des Tsunami beschädigt worden waren.  Als erste Maßnahmen wurden entsprechende Barrieren angebracht um eine Ausweitung zu verhindern, große Lecks wurden bislang nicht gefunden. Das meldet die Nachrichtenagentur Kyodo.

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