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Japan aktuell: Arbeiten in Fukushima-Reaktor 2 erfolgreich

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Fukushima-Reaktor 2: Öffnung in den Torus der Kondensationskammer am 25. März 2013 (Foto: TEPCO)
Fukushima-Reaktor 2: Öffnung in den Torus der Kondensationskammer am 25. März 2013 (Foto: TEPCO)
Fukushima-Reaktor 2: Öffnung in den Torus der Kondensationskammer am 25. März 2013 (Foto: TEPCO)
Fukushima-Reaktor 2: Öffnung in den Torus der Kondensationskammer am 25. März 2013 (Foto: TEPCO)

Nach den technischen Problemen und notwendigen Zugeständnissen der letzten Zeit, kann TEPCO als Betreiber des Katastrophenkraftwerks Fukushima aktuell auch einmal positive Nachrichten melden. Wie das Unternehmen bekannt gab, verliefen die gestern durchgeführten Arbeiten erfolgreich.

Wer dagegen wissen will, wie die Radioaktivität die Arbeit der Helfer nach den Tohoku-Katastrophen prägte, dem sei die morgige Folge unser Serie „Katastrophenhelfer in Japan“ empfohlen.

Neben den Fukushima News vom Betreiber TEPCO und den sonstigen zum AKW Fukushima heute verfügbaren Meldungen, gibt es natürlich weitere Nachrichten, im Spreadnews Japan-Ticker vom 26. März 2013.

Unsere heutigen Themen:

  • Bohrung in Torus von Fukushima-Reaktor 2 erfolgreich
  • Große Atomkraftgegner-Demonstration in Fukushima
  • Jährliche Katastrophenübung soll Nankai-Beben behandeln
  • Schreinteile an US-Küste angeschwemmt
  • Nordkoreas Sitz in Japan an buddhistische Gruppe zwangsversteigert

Bohrung in Torus von Fukushima-Reaktor 2 erfolgreich: Die am gestrigen Montag abgeschlossenen Arbeiten, bei denen  vom ersten Stock von Reaktor 2 eine Öffnung in die torusförmige Kondensationskammer gebohrt wurde, verlief nach dem gleichen Schema wie die zuvor an anderer Stelle fehlgeschlagenen Arbeiten – diesmal jedoch erfolgreich.

Hindernisse, welche die Arbeiten hätten behindert können, wurden nicht festgestellt.

Bei den Maßnahmen am Sonntag war zunächst eine Öffnung von 30 Zentimetern gebohrt worden, zunächst ohne zum Torus durchzudringen. Bei der Bohrung am Montag wurde der Bohrbereich wie geplant auf 20 Zentimeter verkleinert und erfolreich der Durchbruch zum Torus erreicht.

Die Maximalbelastung der beteiligten Arbeiter betrug am  Sonntag 1,65 Millisievert. Am Montag war sie mit 2,04 Millisievert etwas höher. Die Arbeiten hätten zu keiner stark erhöhten Strahlung im Untersuchungsbereich geführt, auch konnte im ersten Stock kein potentiell explosionsgefährlicher Wasserstoff nachgewiesen werden.

Große Atomkraftgegner-Demonstration in Fukushima: Die jeden Freitag stattfindenden Proteste vor Regierungsgebäuden haben am Wochenende eine zusätzliche Verstärkung erfahren. Etwa 7.000 Teilnehmer sollen sich bei der Veranstaltung am Samstag für ein Fukushima ohne Kernkraftwerke eingesetzt haben.

Nach einem stillen Gebet für die Opfer der Naturkatastrophen und die Personen, die in Folge der Evakuierung aufgrund des AKW-Unglücks starben, schilderten sieben Einwohner der Präfektur in Reden ihre Erfahrungen

Am Ende der Veranstaltung, die im „Azuma Sports Park“ stattfand, wurde nach Meldung der Mainichi Shimbun eine Erklärung übernommen, die Regierung und TEPCO zur Stilllegung aller Reaktoren in der Präfektur aufgefordert.

Jährliche Katastrophenübung soll Nankai-Beben behandeln: Bei einem Treffen der zuständigen Stellen verständigte man sich heute darauf, bei des jährlichen Katastrophenschutztags („Bosai no Hi“) das Szenario des Nankai-Großbebens als Grundlage der landesweiten Übung zu nutzen.

Japanisches Mädchen bei Katastrophenübung (Foto: 星玉 cc-by)
Jährliche Katastrophengroßübung mit Nankai-Szenario (Symbolfoto: 星玉 cc-by)

Erstmals wird damit ein Erdbeben der Stärke 9,0 im Nankai-Graben nutzen, um die Bevölkerung auf ein derartiges Ereignis vorzubereiten, berichtet die jiji. Der Graben verläuft unterhalb des Meeresbodens entlang der Pazifikküste, der größten Hauptinsel Honshu, bis hin nach Kyushu, der südlichsten der vier Hauptinseln.

Einer der Aspekte der Großübung soll die Schaffung eines Kristenstabs sein, in dem Minister mit entsprechenden Zuständigkeiten Schadensberichte einreichen können.

Schreinteile an US-Küste angeschwemmt: Ein Ehepaar in Oceanside im US-Bundesstaat Oregon staunte nicht schlecht, als sie am 18. März eine ein Meter große Holzstatue einer shintoistischen Gottheit am Strand entdeckten. Bei dem von Muscheln und Algen behafteten Fundstück handelt es sich um eine Darstellung von Ebisu – Gott des Glücks und der Fischer.

Shintoistisches Torii in Tokyo (Foto: KJ)
Shintoistisches Torii in Tokyo (Foto: KJ)

Vier Tage später folgte eine noch größere Überraschung, wurde doch ein fünf Meter langes Trümmerstück entdeckt, bei dem es sich offenbar um den oberen Teil eines Torii handelt – jener Tore, die den Zugang zu einem shintoistischen Schrein markieren. Der Fund wies noch Spuren der einst roten Farbe auf.

Nach Angaben der Kyodo wurde das japanische Generalkonsulat in Portland über die Funde informiert. Insbesondere das Ehepaar ist nach eigener Aussage daran interessiert zu erfahren, welche Geschichte sich hinter ihrem Fund der lächelnden Glücksgottheit verbirgt. Sie erwägen für den Sommer nun zunächst die Ausstellung in einem örtlichen Museum.

Nordkoreas Sitz in Japan an buddhistische Gruppe zwangsversteigert: Nachdem die als de-facto Vertretung Nordkoreas geltende „Vereinigung für in Japan lebende Koreaner“ (Chongyron) die Kredite für ihr Zentrum in Tokyo nicht mehr zahlen konnte, hat mit der Saifukuji Corp. ein buddhistisches Unternehmen mit einem Tempel gleichen Namens, das Grundstück erworben.

Chongryon-Hauptsitz in Tokyo (Foto: GcG cc-by)
Chongryon-Hauptsitz in Tokyo (Foto: GcG cc-by)

Der Hauptabt Ekan Ikeguchi, hat durch mehrere Besuche freundschaftliche Verbindungen nach Nordkorea und wird nach dem Kauf möglicherweise die inoffizielle Botschaft dort behalten.

Noch wird jedoch geprüft, denn falls der Tempel die Organisation zuvor finanziell unterstützte, wäre der Kauf ungültig. Über den Kauf berichteten Kyodo, Mainichi Shimbun, jiji und NHK.

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