Start Aktuelles Japan aktuell: Arbeiter betreten erstmals kritischen Fukushima-Reaktor Nummer zwei

Japan aktuell: Arbeiter betreten erstmals kritischen Fukushima-Reaktor Nummer zwei

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Die Reaktoren 1 und 1 des AKW Fukushima (Foto: TEPCO)
Die Fukushima-Reaktoren 1 und 2 am 6. Mai 2011 (Foto: TEPCO)
Die Reaktoren 1 und 2 des AKW Fukushima
Fukushima: Reaktoren 1 und 2 am 6. Mai 2011 Foto: Tepco

Nachdem in einer gestrigen Entscheidung die japanische Regierung beschloss, Atomexperten der internationalen Atomenergie-Aufsichtsberhörde (IAEO) vom 24. Mai bis zum 2. Juni die Befragung von Regierungsmitarbeitern sowie Angestellten von TEPCO ebenso zu erlauben, wie die Besichtigung der Anlage, wird bereits jetzt gespannt auf die Ergebnisse der Untersuchung gewartet.

Unterdessen bleibt die Zeit jedoch nicht stehen, so dass sich zwischenzeitlich auch im Bezug auf die Situation der Atomruine Fukushima Daiichi und die, mit dem nuklearen Störfall verbundenen Folgen, etwas tut. Mehr erfahren Sie im Spreadnews Japan-Ticker vom 18. Mai 2011

00:00 Am morgigen Donnerstag finden Sie an dieser Stelle die aktuell verfügbaren Informationen über den Stand der Dinge in Japan. Kommen Sie gut durch die Nacht.

Muttermilch gering radioaktiv belastet: Wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo berichtet, wurden bei einer Untersuchung von 41 Frauen im Zeitraum von 22. April bis 5. Mai bei einer der Frauen sehr geringe Spuren von radioaktivem Jod-131 und vier weiteren Cäsium in der Muttermilch festgestellt. In keinem der Fälle bestehe Gesundheitsgefahr, da die Proben weit unter den gesetzlichen Vorgaben liegen.

Regierung will für emotionale Belastung entschädigen: Eine Ende Mai in Kraft tretende Entscheidung der Regierung, sichert den Fukushima-Flüchtlingen finanzielle Entschädigung für erlittene emotionale Belastung zu, deren Höhe sich nach der Art der Notunterkunft richtet. Auch Transportkosten der Flucht können nach Angaben der Asahi Shimbun eingefordert werden. Entschädigungen sollen auch Landwirte und Fischer erhalten, die durch Gerüchte über gesundheitliche Schäden durch verstrahlte Ware, finanzielle Einbußen erlitten.

Proteste gegen Beschränkungen für belasteten Grüntee: Nach Berichten der Mainichi Shimbun, fordern die Präfekturleitungen von Shizuoka und Kanagawa das Gesundheitsministerium zur Aufhebung des Ausfuhrverbots auf.  Diese Maßnahme war nach dem dortigen Fund von radioaktivem Cäsium in Grünteeblättern getroffen worden. Der erhöhte Wert in dem halbverarbeiteten Tee namens „Aracha“ unterscheide sich allerdings vom fertigen Produkt, so das Argument

Arbeiter im Fukushima Reaktor 2: Die Kameras der bereits zuvor eingesetzten Roboter waren aufgrund der Luftfeuchtigkeit beschlagen, so dass TEPCO am heutigen Tag die Arbeiter mit Schutzanzügen und Sauerstoffflaschen ausgerüstet, in das Reaktorgebäude schickte. Während des Einsatzes waren sie Belastungen zwischen 3,33 und 4,72 Millisievert ausgesetzt

Arbeiter betreten Fukushima-Reaktor 2: Am Mittwochmorgen betraten Arbeiter das erste Mal den Reaktor 2 des AKW Fukushima Daiichi, nachdem dieser beim Zwischenfall im März durch eine Explosion stark beschädigt worden war, um dort Messungen durchzuführen, konnten aufgrund der Strahlung nur 15 Minuten im Gebäude bleiben.

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