Start Aktuelles Japan aktuell: Arbeiter im AKW Fukushima durch Strahlenleck ungefährdet

Japan aktuell: Arbeiter im AKW Fukushima durch Strahlenleck ungefährdet

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Tanks für Wasser der Entsalzungseinheit
Fukushima. Entsalzung und Dekontamination weiterhin am Laufen (Foto: TEPCO)
Tanks für Wasser der Entsalzungseinheit
Fukushima. Entsalzung und Dekontamination weiterhin am Laufen (Foto: TEPCO)

Die Auswirkungen des gestern festgestellten Strahlenlecks sind, zumindest offiziellen Angaben zufolge, offenbar weniger gravierend als zunächst befürchtet. Die genauen Umstände bleiben jedoch bislang genau so ungeklärt, wie ein potentielles atomares Endlager, oder die Folgen der langfristigen Strahlenbelastung auf Mensch und Umwelt.

Sonstige Informationen nun im Spreadnews Japan-Ticker vom 24. August 2011.

Arbeiter nach Kontakt mit Strahlung nicht in Gefahr: Die gestern gemeldete Freisetzung von Strahlung in Höhe von 3 Sievert ist offenbar auf einen einige Zentimeter messenden Klumpen mit Cäsium zurückzuführen, der beim Auswechseln der verstopften Rohre aufgefallen war. Warum er die Rohre verstopfte, ist nach wie vor unklar.

Wie bereits berichtet sanken die Strahlungswerte, sobald der radioaktive Schlamm beseitigt worden war. Bei keinem der 23 an den Austauscharbeiten beschäftigten Angestellten, sei der dort zulässige Wert von 5 Milisievert in überschritten worden, der höchste festgestellte Wert betrug 3,47 Milisievert. Das berichtet die Mainichi Shimbun.

Obwohl es sich nur um ein kleines Problem zu handeln scheint, bleibt zu hoffen, dass keine größeren Störungen bei SARRY auftreten.

Belastung über AKW Fukushima soll gemessen werden: TEPCO, der Betreiber des Kernkraftwerks Fukushima Daiichi erklärte heute, man wolle erneut Luftproben oberhalb der Reaktorgebäude sammeln, um das Ausmaß der freigesetzten Strahlung genauer bemessen zu können. Bereits heute habe man mit den Arbeiten über dem Reaktor 3 begonnen und wolle morgen mit den Reaktoren 1 und 2 fortfahren, so das Unternehmen.

Ortschaft Horonobe mit enger Verbindung zu Atombehörden: Die Einwohner der Ortschaft Horonobe sind zunehmend unzufrieden mit der Atompolitik ihrer Verwaltung. Honobe beherbergt seit den 1980ern das unterirdische Forschungszentrum für Atomtechnik und die enge Verbindung des Bürgermeisters Akira Miyamoto zu der Behörde, sorgt in Folge der verschiedenen Manipulationsversuche und Einflussnahmen von Behörden und Anbietern von  Kerntechnik nun für Stirnrunzeln.

Das unterirdische Forschungszentrum der Japan Atomic Energy Agency (JAEA) mietete zwei Apartmentkomplexe einer Firma, dessen Präsident der Sohn des Bürgermeisters ist,  dieser ist seinerseits Mitglied des Aufsichtsrats, während die Sicherheitsfirma für die Anlagen, von drei weiteren Familienmitgliedern betrieben wird. Diese und weitere Kooperationen mit der Atomforschungsanlage der JAEA wird jedoch verteidigt, sie verstießen gegen keine Gesetze, berichtet die Mainichi Shimbun.

Mit dieser Zusammenarbeit profitiert der Ort bereits mehrfach von der Atomforschung und Besorgnis wird laut, die bisherige Ablehnung als Endlagerstätte für Atommüll könne wieder ein Thema werden. In den 1980ern hatte es bereits entsprechende Bestrebungen gegeben, diese wurden jedoch seinerzeit aufgrund der starken Proteste verworfen.

Grenzwerte für Schulen sollen verschärft werden: Das Bildungsministerium will die im Zuge der Fukushima-Krise erhöhten Grenzwerte für die externe Belastung an Schulen und Kindergärten von 20 Millisievert pro Jahr und  3,8 Mikrosievert pro Stunde drastisch senken, meldet die NHK. Nach dem Willen des Ministeriums sollen die zulässigen Höchstwerte dann bei einem Milisievert, bzw. einem Mikrosievert pro Jahr/Tag liegen. Besonders durch das Abtragen der Erdschichten werde der bisherige Wert von 3,8 Mikrosievert bereits unterschritten.

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