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Japan aktuell: Aufräumarbeiten und Leichensuche

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Karte zu Tsunami und Erdbeben nahe Sendai (Japan)
Japan aktuell: Neue Probleme in Krisengebieten
Karte zu Tsunami und Erdbeben nahe Sendai (Japan)
Japan aktuell: Arbeiten in Krisengebieten dauern an

Trotz anhaltender Nachbeben unterschiedlicher Stärke, dauern sowohl die Arbeiten und Abpumpversuche am schwer beschädigten Atomkraftwerk Fukushima Daiichi, als auch die Reparatur von Schäden und die Suche nach Leichen in den Katastrophengebieten nach dem Tohoku-Erdbeben und dem damit verbundenen Tsunami weiter an .

 

 

Wir berichten für Sie im Spreadnews Japan Live-Ticker vom 14. April 2011.

00:00 Spreadnews ist am morgigen Freitag wieder mit neuen Informationen und Hintergründen zur Situation in Japan für Sie da. Kommen Sie gut durch die Nacht.

20:00 Pläne für ein neues Japan: Japans Premierminister Naoto Kan sprach davon, die Katastrophengebiete an den Nordostküsten wieder aufzubauen und dabei nicht das Alte zu wiederholen sondern, es ginge darum eine „neue Gesellschaft“ hervorzubringen. Kan propagiert damit offenbar den Bau der umweltschonenden „Eco Cities“

19:57 Gesamtmenge der freigesetzten Radioaktivität: Beruhend auf Zahlen die vom Betreiber TEPCO zur Verfügung gestellt wurden, kommt die  NISA zu dem Schluss, bislang seien 1-2% des in den Reaktoren 1-3 vorhandenen radioaktiven Materials freigesetzt worden.

19:52 Neue Notunterkünfte bestellt: Der Gouverneur der Präfektur Fukushima hat eine Bestellung über weitere 15.000 vorübergehende Notbehausungen aufgegeben. Diese dienen vor allem der Unterbringung von Flüchtlingen aus dem Evakuierungsgebiet um das Atomkraftwerk, so die Angaben des Yomiuri Shimbun.

18:42 Sechs Arbeiter mit erhöhter Strahlendosis: Wie die Betreiber TEPCO erklärte, wurde heute bei sechs weiteren Arbeitern die Dosis von 100 mSv überschritten, damit erhöht sich die Zahl der Arbeiter die einer überhöhten Dosis ausgesetzt wurden auf 28.

18:28 Weitere Suchen: Erstmals drangen Suchmannschaften auch in die 10km Zone bis zu 7km vor. Neben den Polizeikräften durfte auch eine große Zahl japanischer Journalisten für Fotoaufnahmen auf das Gelände. Die Polizei stellte auf ihrer Leichensuche auch Schultaschen und Fotoalben sicher, um diese ihren Besitzern zu bringen.

17:00 Spenden-Shirts aus Deutschland: Die Berliner Cartoonistin Fuchskind bietet in ihrem Online-Shop ein Solidaritäts-Shirt mit dem eigens entworfenen Motiv „Die große Welle“ an. In einer Aktion bis zum 21.12.2011 werden beim Kauf des Shirts 2,- Euro an die Tsunami-Hilfe des Roten Kreuzes gespendet.

15:42 Zehn Leichen im 10km Umkreis aufgefunden: In der 10km Sperrzone um Fukushima Daiichi wurden zehn Körper aufgefunden. In der Ortschaft Namie waren es sieben Leichen in zwei Häusern, drei weitere in einem Auto. Die Körper müssen nicht dekontaminiert werden. So die Meldung der Nachrichtenagentur Jiji.

15:09 Singapur löst Importverbot für Nahrungsmittel: Singapur will das Verbot für Importe aus der japanische Präfektur Ehime aufheben. Die Regelung war am 24. März erlassen worden, nachdem Spuren von radioaktivem Jod-131 in landwirtschaftlichen Produkten festgestellt worden waren.

13:20 Starke Radioaktivität in Reaktor 4: Die Temperaturen und Radioaktivitätswerte in Reaktor Nummer 4 sind weiterhin hoch und steigen weiter . Nach Angabe der Atomaufsicht sind dies Anzeichen für eine starke Beschädigung der  dort zur Kühlung gelagerten abgebrannten Brennstäbe, was den Austritt radioaktiver Substanzen beschleunige.

13:05 Möglicher Suizid eines 102-jährigen Mannes: Möglicherweise hat sich der mit 102 Jahren älteste Bewohner der ortschaft Iitate aus Verzweiflung darüber sein Haus verlassen zu müssen, das Leben genommen. Ob tatsächlich eine selbsttötung vorliegt, sei aber noch nicht klar.

Abpumpung dauert weiter an: Das Abpumpen der radioaktiven Abwässer wird fortgesetzt, um die Weiterführung von Reparaturarbeiten im AKW Fukushima Daiichi zu ermöglichen. Problematisch ist dabei nach wie vor die große Menge der stark radioaktiv belasteten Flüssigkeit.

Tenno besucht erstmals Krisengebiet: Nach dem Besuch von Evakuierungslagern in Tokyo und Saitama haben der Tenno und seine Gattin Michiko erstmals Überlebende in der Krisenregion besucht. Nach dem Aufenthalt in der  Stadt Asahi (Präfektur Chiba) sollen auch Besuche in den schwer betroffenen Präfekturen Fukushima und Miyagi folgen.

Leichensuche im Umkreis des Aomkraftwerks: Die Suche nach den Körpern der Opfer dauert auch in der Nähe der schwer beschädigten Reaktoranlage von Fukushima Daiichi weiter an, die Helfer dringen dabei weiter in den näheren Umkreis des Atomkraftwerks vor. Die Helfer können nur zeitlich begrenzt dort arbeiten.

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