Start Aktuelles Japan aktuell: Außerhalb von Fukushima fast alle Schulen dekontaminiert

Japan aktuell: Außerhalb von Fukushima fast alle Schulen dekontaminiert

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Grundschule in Kesennuma, Miyagi im Juni 2011 (Foto: Hajime Nakano, cc-by)
Grundschule in Kesennuma, Miyagi im Juni 2011 (Foto: Hajime Nakano, cc-by)
Grundschule in Kesennuma, Miyagi im Juni 2011 (Foto: Hajime Nakano, cc-by)
Grundschule in Kesennuma, Miyagi im Juni 2011 (Foto: Hajime Nakano, cc-by)

Zum Wochenende hat TEPCO vom AKW Fukushima heute keine dramatischen Ereignisse von der Anlage zu melden.

Der Umstand, dass die Auswirkungen der Krise nicht auf das Kraftwerk beschränkt sind und der Kampf gegen die Folgen weiterhin andauert, halten dagegen das Thema Fukushima aktuell.

Tatsächlich sind Meldungen zu Fortschritten zum Wochenende ebenso Teil der Berichterstattung, wie Informationen über Bereiche, in denen der Erfolg noch auf sich warten lässt. Fukushima News und Weiteres, jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 07. Juni 2013.

Unsere Themen zum Wochenende:

  • Fast alle Schulen außerhalb von Fukushima dekontaminiert
  • Mitglieder aus Gesundheits-Kontrollausschuss ausgeschieden
  • Internationale Firmenkooperation zur Fukushima-Stilllegung geplant

Fast alle Schulen außerhalb von Fukushima dekontaminiert: Eine Untersuchung des Umweltministeriums, die am heutigen Freitag veröffentlicht wurde, hat nach offiziellen Angaben ergeben, dass bis Ende März 2013 an 98 Prozent der Schulen außerhalb der Präfektur Fukushima die Dekontaminationsarbeiten erfolgreich abgeschlossen werden konnten.

Auch in 80 Prozent der Parks und Sporteinrichtungen ist die Dekontamination bereits erfolgt. Insgesamt sind etwa 58 Gemeinden in sieben Präfekturen von den Auswirkungen der Katastrophe am AKW Fukushima Daiichi betroffen.

Da diesen Einrichtungen jedoch Priorität eingeräumt wurde, stieg die Fertigstellungsrate bei Schulen im Vergleich zum Dezember 2012 um 13 Prozent und bei Parks und Sporteinrichtugen sogar um 22 Prozent.

Äußerst gering sind dagegen die Fortschritte bei Privathaushalten. Dort liegt die Abschlussquote bislang nur bei 25 Prozent, was jedoch nach Angaben des Umweltministeriums vor allem auf eine Zunahme bei den Anfragen von Dekontaminationskräften zurückzuführen ist, berichtet die jiji.

Mitglieder aus Gesundheits-Kontrollausschuss ausgeschieden: Kurz nach der Bekanntgabe von Schilddrüsenkrebsfällen bei Kindern wird nun berichtet, dass vier Mitglieder eines Ausschusses der Präfektur Fukushima, der die Gesundheitskontrollen der Bürger überwachte, bei einem Treffen am Mittwoch aus dem Stab ausgeschieden sind.

Für den Ausschuss, der der wegen geheimer Absprachen zu Äußerungen der Mitglieder in die Kritik geraten war und an Vertrauen einbüßte, da man vermutete, die Mitglieder gingen grundsätzlich davon aus, dass die Strahlung keine negativen gesundheitlichen Auswirkungen hätte, sind die Rücktritte der Mitarbeiter der Universität Fukushima ein Versuch, neutralität zu demonstrieren.

Der Ausschuss kündigte nicht nur die Einsetzung neuer Mitglieder an, sondern erkläre, den Schwerpunkt der Arbeit von der Minderung der Ängste zur  langfristigen Gesunderhaltung der Einwohner zu verlegen. Zur neuen Offenheit gehört nach Meldung der Mainichi Shimbun auch die Freigabe der Schilddrüsen-Testergebnisse und Krebspatienten an den Ausschuss durch die Präfekturverwaltung. Bislang waren Datenschutzgründe angeführt worden.

Internationale Firmenkooperation zur Fukushima-Stilllegung geplant: In einem Projekt von französisch-japanischer Zusammenarbeit, will der französische Nukleartechnik-Konzern Areva SA gemeinsam mit der japanischen Atox Corporation, die auf die Wartung von Atomanlagen spezialisiert ist, in Kashiwa (Präf. Chiba) einen neuen Betrieb gründen.

Offizielles Standardfoto des Atomkraftwerks Fukushima Daiichi (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Joint-Venture soll Stilllegung beschleunigen (Foto: TEPCO)

In der Anlage östlich von Tokyo sollen Technologien und Arbeitsgerät entwickelt werden, mit der die Demontage und Stilllegung der Kraftwerksanlage Fukushima Daiichi, insbesondere der beschädigten Reaktoren, erreicht werden soll.

Dort behindern vor allem das radioaktive Material aus den geschmolzenen Brennelementen die endgültige Stilllegung.

Über die geplante Kooperation mit dem französischen Unternehmen, dessen Equipment bereits im Verlauf der Fukushima-Krise zur Kühlung eingesetzt worden war, berichtete die jiji.

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