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Japan aktuell: Ausfall der Kühlung bei Fukushima Reaktor 5 und schwere Regenfälle in Krisengebieten

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Foto des Tsunami am AKW Fukushima am 11.03.2011 Foto: Tepco
Tsunami am AKW Fukushima am 11. März 2011 (Foto: TEPCO)
Foto des Tsunami am AKW Fukushima am 11.03.2011 Foto: Tepco
Fukushima: Nach dem Tsunami (Bild) nun der Taifun. Foto: Tepco

Das Wochenende brachte keineswegs Entspannung in der Atomruine des AKW Fukushima Daiichi, neben der Angst vor Unwettern und Schäden zur Taifunsaison, kam es am Samstagabend zu einem Ausfall der Kühlung von Reaktor 5 der Anlage. Weitere Informationen jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 30. Mai 2011.

 

 

 

00:00 Am morgigen Dienstag ist Spreadnews wieder für Sie da, mit aktuellen Informationen zur Lage vor Ort. Kommen Sie gut durch die Nacht.

Schwere Regenfälle in Katastrophenregionen: In den von Erdbeben und Tsunami besonders schwer getroffenen Präfekturen Miyagi, Fukushima und Iwate hat ein Tiefdruckgebiet mit Windgeschwindigkeiten bis zu  124,2 km/h das als Auswirkung des abgeschwächten Taifun Songda gewertet wird, zu Hochwasser geführt. In Sendai fielen bis zu 38,5mm/Stunde. Die Bewohner der Gebiete werden vor Unterspülungen und Erdrutschen gewarnt. Das meldet die Nachrichtenagentur Kyodo.

Kühlungsausfall bei Fukushima Reaktor 5: In Reaktor 5 ist es zum Ausfall der Kühlpumpe gekommen. Zu Beginn des Zwischenfalls habe sich das Wasser auf 68°C erhitzt, im weiteren Verlauf sei die Temperatur dann auf  93,7°C gestiegen. In einer viereinhalbstündigen Aktion ist eine neue Pumpe installiert und die Kühlung wieder in Betrieb genommen worden.

Kartoffeln anfällig für Radioaktivität:
Einer Untersuchung von 17 Gemüse und 5 Obstsorten durch das japanische landwirtschaftsministeriums ergab, dass Kartoffeln stärker dazu neigen größere Mengen Radioaktivität aufzunehmen, als andere landwirtschaftliche Erzeugnisse, so ein Bericht der Asahi Shimbun.

Zwei Fukushima-Arbeiter über Höchstwert verstrahlt: Am heutigen Montag gab die Betreiberfirma des AKW Fukushima Daiichi, der Energiekonzern TEPCO bekannt, anhand der Schilddrüsenwerte sei bei zwei Arbeitern eine Überschreitung der erlaubten Höchstdosis von 250 Milisievert festgestellt worden, vermutlich hervorgerufen durch ihre Arbeitszeiten zu Beginn der Krise. Keiner der beiden Arbeiter klage jedoch über gesundheitliche Beschwerden.

Taifunbefürchtung für Fukushima: Nachdem vor der Küste der Insel Miyakojima Windgeschwindigkeiten von 216 km/h gemessen worden, wird, falls der Taifun wie bislang prognostiziert von Tokyo aus weiter wandert, Fukushima vermutlich mit Niederschlägen bis zu 457/qm und Windgeschwindigkeiten von 145/kmh erreichen. In der Präfektur wird vor Erdrutschen gewarnt.

TEPCO besorgt über Taifun: Das Energieversorgungsunternehmen hat Sorge, durch Wind und Regen könnten radioaktive Substanzen weiter getragen werden als bislang und versprüht deswegen vermehrt Kunstharz als Bindemittel. Zudem sieht das Unternehmen darüber hinaus auch den beschädigten Gebäudekomplex des Kernkraftwerks als noch nicht ausreichend gegen Naturkatastrophen gesichert an.

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