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Japan aktuell: Auswirkungen von Fukushima-Fallout in Wäldern von Ibaraki begrenzt

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Wälder des Berges Tsukuba der Präfektur Ibaraki (Foto: tenaciousme, cc-by)
Fukushima-Krise führte zu weitem Fallout in Ibaraki (Symbolfoto: tenaciousme, cc-by)
Wälder des Berges Tsukuba der Präfektur Ibaraki (Foto: tenaciousme, cc-by)
Auswirkungen von Fukushima-Fallout in Ibaraki untersucht (Symbolfoto: tenaciousme, cc-by)

Auch wenn vor allem die Auswirkungen der Katastrophe von Fukushima aktuell bleiben, ist es diesmal der scheinbar geringe Umfang mancher Folgen, der Experten interessiert.

Von Interesse für den Leser sind im Zusammenhang mit Fukushima heute daher die Auswirkungen auf Wälder, aber auch die jüngsten Ereignisse an der Anlage.

Fukushima News, sowie weitere Informationen jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 29. Oktober 2013.

Unsere heutigen Themen:

  • Radioaktives Cäsium verbleibt auf Waldboden
  • Prüfung der Pläne zur unterirdischen Atommülllagerung
  • Fehlfunktion an Leckdetektor an Turbinengebäude
  • Dampfsichtung über Fukushima-Reaktor 3

Radioaktives Cäsium verbleibt auf Waldboden: Wissenschaftler der Atomenergiebehörde JAEA kommen aufgrund von Daten aus Messgeräten in den nördlichen Wäldern der Präfektur Ibaraki zu dem Schluss, dass der größte Teil an radioaktivem Cäsium, der durch die Fukushima-Katastrophe dort niederfiel, bislang auf dem Waldboden verblieben ist.

Laub (Foto: David Bleasdale cc-by)
Präfektur Ibaraki: Folgen von Fukushima-Katastrophe in Wäldern untersucht (Symbolbild: David Bleasdale cc-by)

Die Messgeräte waren im Mai 2011 und damit zwei Monate nach der Reaktorkatastrophe in den Waldgebieten, nahe der Präfektur Fukushima, angebracht worden.

Die Ergebnisse der mehr als zweijährigen Forschung wurden nun bekannt gegeben.

Das Cäsium des radioaktiven Fallout war demnach zwar durch Regen auf Laub gefallen und bei dessen Verrottung auf den Boden gespült worden , jedoch jährlich nur 0,1 bis 0,2 Prozent des Materials zehn Zentimeter tief in den Boden gelangt. Eine Verbreitung von Cäsium durch das Grundwasser in angrenzende Gebiete scheint daher unwahrscheinlich.

Nach Meldung der NHK erhoffen sich die Forscher durch die neuen Erkenntnisse künftig Vorteile bei der Dekontamination entsprechender Gebiete.

Prüfung der Pläne zur unterirdischen Atommülllagerung: Wie am gestrigen Montag bekannt wurde, plant ein Beratungskomitee, das als Arbeitsgruppe das Industrieministerums unterstützt, die Prüfung der Sicherheit eines Programms, dass die unterirdische Lagerung von stark radioaktiven Abfälle aus Brennelementen vorsieht.

Symbolbild: Atommüllfass (Foto: pd)
Prüfung der Pläne zu Atommülllagern geplant (Symbolbild: pd)

Die Arbeitsgruppe will von Grund auf prüfen, ob eine derartige Lagerung überhaupt in sicherer Weise möglich ist und deutete an, dass die entsprechenden Pläne möglicherweise sogar gekippt würden, falls die Ergebnisse der Prüfung negativ ausfallen sollten. Die Ergebnisse sollen frühestens gegen Ende des laufenden Fiskaljahres vorliegen.

Unterdessen erlaubte Japans Atomenergiebehörde JAEA der Presse einen Einblick in den Test-Tunnel auf dem Forschungsgelände in Honorobe (Hokkaido), auf dem derzeit mehrere Arbeiten laufen. Im Fall des Tunnels geht es um die Ermittlung der unterirdischen Lagerung in 300 Metern Tiefe.

Der 760 Meter lange Testtunnel wurde 350 Meter unter der Erde waagerecht in ein Sedimentgestein gebohrt. Ab kommendem Fiskaljahr sollen in Höhlen, die vom Tunnel ausgehen, Modellbehälter gelagert werden, in denen Wärmequellen montiert sind, die den radioaktiven Abfall simulieren sollen. Derzeit werden die Höhlenstrukturen ausgeweitet.

Seit der Plan zur unterirdischen Endlagerung im Jahr 2000 aufgenommen wurde, gibt es allerdings keine Fortschritte bei der Suche nach einem realen Standort des künftigen Lagers. Nicht zuletzt das Tohoku-Erdbeben 2011 lässt die Verwaltungen potentieller Lagerstandorte ablehnend reagieren. Hierüber berichteten jiji und NHK.

Fehlfunktion an Leckdetektor an Turbinengebäude: Heute löste ein Leckdetektor gegen 15:45 Uhr im ersten Stock des Turbinengebäudes von Reaktor 1 einen Alarm aus. TEPCO teilte mit, man werde weitere Informationen veröffentlichen, sobald erste Untersuchungen abgeschlossen seien.

Die Reaktoren 1 und 1 des AKW Fukushima (Foto: TEPCO)
Die Fukushima-Reaktoren 1 und 2 am 6. Mai 2011 (Foto: TEPCO)

Später ergänzte das Unternehmen die zuvor gemachte Aussagen. Demnach habe man an den elektrischen Einrichtungen, für die der Sensor den Alarm ausgelöst hatte, keine Spur eines Wasserlecks aufwies und auch der Boden trocken gewesen sei. Daher gehe man davon aus, dass es sich um eine Fehlfunktion des Geräts gehandelt habe.

Dampfsichtung über Fukushima-Reaktor 3: Die Überwachungskamera an Reaktor 3 machte heute gegen 7:55 Uhr die Sichtung von Dampf über dem fünften Stockwerk des Gebäudes. Dabei waren keine Auffälligkeiten an den Daten der Messposten, oder im Reaktorbetrieb festzustellen.

Sichtungen von Dampfentwicklung über dem Gebäude treten immer wieder auf. TEPCO führt sie auf den Wärmeunterschied zwischen Regen und dem Sicherheitsbehälter zurück, auf dem das Wasser verdampfe und so zu den Aufnahmen führt.

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