Start Aktuelles Japan aktuell: Bedrohliche Lage in Fukushima – Austritt von radioaktivem Wasser

Japan aktuell: Bedrohliche Lage in Fukushima – Austritt von radioaktivem Wasser

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Die Situation im Atomkraftwerk Fukushima Daiichi in der gleichnamigen Präfektur Fukushima spitzt sich nach den Schäden durch Erdbeben und Tsunami weiter zu. Aufgrund der starken Radioaktivität sind Arbeiten an den Reaktoren vorerst unmöglich. Spreadnews berichtet für Sie

19:55 Versorgung der Strahlenopfer dezentral: Sobald eine Zahl von 100 verstrahlten Patienten besteht, sollen diese auf mehrere Klinken verteilt werden. Neben dem Strahlenforschungszentrum in Chiba und einer ähnlichen Einrichtung in Hiroshima verfügen auch 19 Präfekturkrankenhäuser über die Möglichkeiten zur Behandlung.

18:30 UN-Beistand für Japan: UN-Generalsekretär Ban Ki-moon sagte Japan Hilfe zu. Er erklärte: „Ich verspreche den Menschen und der Regierung von Japan, dass wir ihnen helfen, das Desaster zu bezwingen und sich von dem verheerenden Erdbeben sowie dem Tsunami zu erholen

16:15 Greenpeace fordert Heraufstufung auf Maximalwert: Die Umweltschutzorganisation fordert aufgrund der großen Menge freigesetzter Radioaktivität müsse das Unglück auf die höchste Stufe der siebenteiligen Skala gesetzt werden. Damit hätte es nominell die selbe Schadenskategorie wie zuvor nur Tschernobyl.

16:00 Radioaktive Pfützen: An allen vier kritischen Reaktoren wurden Pfützen von radioaktivem Wasser gefunden meldet die Nachrichtenagentur Kyodo. Ob das Wasser aus dem Reaktorkern stammt oder dem Abklingbecken der Brennstäbe ist noch unklar

15:40 Radioaktivität im Wasser von Reaktor 1 übersteigt ebenfalls den Wert um das 10.00-fache: Der Betreiber Tepco bestätigte, die Strahlungswerte des Wasser im Bereich von Reaktor 1 betragen jetzt das 10.000-fache des Normalwerts. Bei Reaktor 3 waren zuvor die gleichen Werte gemessen worden.

15:32 NISA zieht  Heraufstufung der Schwere des des Unglücks in Betracht: Nachdem bereits internationale Stellen die Schwere des Reaktorunglücks heraufgestuft hatten, erwägt nun auch Japans Atomenergiebehörde die Stufe von 5 auf 6 auf der siebenteiligen Skala anzuheben. Gleichzeitig forderte die NISA den Betreiber TEPCO auf, bessere Sicherheitsbedingungen für die Arbeiter vor Ort zu schaffen.

14:30 Wetterprognose günstig: Auch in den kommenden tagen wird ein großer Teil der radioaktiven Belastung von Tokyo hinweg auf das Meer getrieben werden. Nur in der nördlich von Fukushima gelegenen Region könne es am Freitag zu etwas stärkerer Belastung kommen.

13:30 Lage weiterhin schwierig: Japans Ministerpräsident Naoto Kan erklärte, bei den Arbeiten vor Ort sei „äußerste Wachsamkeit“ gefordert, man bemühe sich, „damit die Lage sich nicht verschlechtert„. Selbige sei momentan „äußerst unvorhersehbar„. Die momentane Langsamkeit der Reparaturen sei der Sicherheit der Arbeiter geschuldet, erklärte die Betreiberfirma TEPCO.

12:56 Radioaktivität in Deutschland: Erstmals sind nun auch in Deutschland Spuren von radioaktivem Jod festgestellt worden. Das Umweltministerium teilte jedoch mit, es handele sich um ein fünftausendstel Becquerel pro Kubikmeter Luft. Panikmeldungen sind daher unangebracht, diese Summe ist eine Million mal niedriger als die natürliche Strahlendosis die ein Mensch im Jahr aufnimmt.

12:53 Starkes Nachbeben mit 6,2 : Erneut hat ein starkes Nachbeben von 6,2 die bereits besonders schwer von den Naturkatastrophen betroffenen Präfekturen Iwate und Miyagi getroffen. Berichte über Schäden oder Verletzte gibt es nach Angaben des NHK bislang nicht. Auch in Japans Hauptstadt Tokyo habe das Beben zum Schwanken von Gebäuden geführt.

11:56 Erneute Ablehnung der Ausweitung: Zu den Maßnahmen der Regierung gehört nach wie vor nicht die Ausweitung der Evakuierungszone wie Kan in der Pressekonferenz bestätigte. Im Bezug auf den Rat der USA mindestens 80km einzuhalten erklärte er „Jedes Land hat seine eigenen Standards„, man folge Empfehlungen der NISA.

11:44 Japans Regierung bemüht sich: Ministerpräsident Naoto Kan erklärte in einer Pressekonferenz „Die Regierung tut das Äußerste, um die Situation unter Kontrolle zu bringen

11:17 Radioaktives Wasser durch Kühlung:
Ein Sprecher der NISA sieht die Kühlarbeiten als mögliche Quelle der starken Belastung des Wassers.

11:07 Beschädigungen unwahrscheinlich: Risse in der Schutzhülle des Reaktors oder den Druckbehältern wären wenig wahrscheinlich, so die Angaben von Japans Atomaufsichtsbehörde NISA.

10:54: Reaktorkern mögliche Quelle des radioaktiven Wassers in Reaktor 3: Im Gegensatz zur Behörde vermutet die Betreiberfirma TEPCO radioaktives Material aus dem Reaktorkern von Reaktor 3 als Ursache. Es könne etwa aus dem Abklingbecken stammen.

10:25 EU mit stärkerer Einfuhrkontrolle: Die EU verschärft die Auflagen für Lebensmittel aus Japan. Produkte aus den japanischen Krisenregionen dürfen auch nach Deutschland nur nach Kontrolle und Zertifizierung in Japan geliefert werden. Bereits vor der Verladung dürfen die Produkte keine erhöhte Strahlung aufweisen. In Deutschland erfolgen weitere Kontrollen.

09:35 Für Reaktor 3 kein Beweis für Beschädigung: Die NISA, die Atomenergiebehörde Japans berichtet, bislang gebe es keine definitiven beweise für ein mögliches Schmelzen im Reaktorkern von Nummer 3.

09:23 Todeszahlen: Die offiziellen Todeszahlen der nationalen Polizeibehörde überschreiten die 10.000, insgesamt werden noch etwa 17.500 Personen offiziell vermisst

09:00 Möglicher Super-GAU im Gang: Experten sprechen von einem „schleichenden Super-GAU„, da die starke Radioaktivität vermutlich auf freigesetzte Substanzen schmelzender Brennelemente zurückzuführen ist. Möglicherweise ist der Druckbehälter des Reaktorblocks 3 beschädigt.

7:50 Radioaktivität im Wasser von Reaktor 3 überschreitet Wert um das 10.000-fache. Die Strahlung in Block 3 überschreitet den Normalwert um das 10.000-fache.

7:30 Stark radioaktives Wasser an den Reaktoren 1 und 2: Die Reaktoren 1 und 2 mussten sofort geräumt werden, da der Grad an Radioaktivität dort zu hoch ist. Die Rede ist vom Austritt radioaktiv belasteten Wassers.

6:30 Regierung rät zum freiwilligen Verlassen der 30km-Zone: Obwohl den Forderungen der Abgeordneten nach der Ausweitung der Evakuierungszone bislang nicht stattgegeben wurde, rät die Regierung nun Bewohnern die im 30km Umkreis um das AKW Fukushima herum leben, sich vorübergehend in weiter entfernte Gebiete zu begeben.

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