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Japan aktuell: Boden in Fukushima stark radioaktiv belastet

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Das es aus Japan nicht nur vom schwer zerstörten AKW Fukushima aktuelle Nachrichten zu melden gibt, zeigen das heutige Erdbeben in der historisch interessanten Präfektur Wakayama,  auch wenn natürlich die Fukushima News die heutigen Meldungen dominieren.

Nähere Umstände zum Beben sowie Informationen über die Folgen der Fukushima-Politik nun im heutigen Spreadnews Japan-Ticker vom 05. Juli 2011.

Erdboden in Fukushima Stadt stark belastet: Am 26. Juni in der Stadt Fukushima entnommene Bodenproben weisen radioaktive Belastungen auf, die teilweise deutlich über dem erlaubten Maximalwert liegen, wie eine heutige Nachtrichtenmeldung zeigt.Demnach seien, dem Bericht der Nachrichtenagentur Kyodo zufolge, an verschiedenen Stellen von Fukushima Werte von radioaktivem Cäsium zwischen 16.000 Becquerel pro Kilogramm Erdboden und 46.000 Bq/kg gemessen worden – Ergebnisse die über dem erlaubten Höchstwert von 10.000 Bq/kg Boden liegen.

Japans Wiederaufbau-Minister tritt zurück: Japanischen Medienberichten zufolge hat Japans Minister für Wiederaufbau Ryu Matsumoto seinen Rücktritt erklärt – nur eine Woche nachdem er den neu geschaffenen Posten bekleidet hatte. Sein Nachfolger wird Tatsuo Hirano.  Hintergrund des Rücktritts sind unter anderem das barsche Auftreten des Ministers beim Gouverneur der Präfektur Iwate und Äußerungen die von den Betroffenen der Naturkatastrophen als unangemessen angesehen wurden.

Im Gespräch mit dem Gouverneur habe er etwa gesagt: „Es ist nicht an ihnen zu sagen „ich möchte dieses oder jenes“ und fügte hinzu, die Regierung werde „Gemeinden helfen die Vorschläge bieten können„, aber nicht jenen „die keine Ideen vorzuweisen haben

Schilddrüsen von Kindern zeigen Spuren von Radioaktivität: Untersuchungen an 1080 Kindern die zwischen dem 26. und 30. März in den Orten Iitate, Iwaki und Kawamata der Präfektur Fukushima getestet worden waren, ergaben bei 45% der Testpersonen einen Nachweis von radioaktivem Jod in der Schilddrüse. Die sehr geringen Spuren  rechtertigten nach Angaben von Experten keine weitere Untersuchung, so die Nachrichtenagentur Kyodo.

TEPCO bestätigt Funktionieren der Kühlanlage: Der Betreiber des AKW Fukushima Daiichi, der Energiekonzern TEPCO bestätigte Berichte, denen zufolge die Kombination aus Dekontaminationsanlage für radioaktives Wasser und des externen Kühlsystems nun reibungslos arbeite. Durch den Dauerbetrieb des Systems erhofft man sich eine Reduzierung der Pegelstände in den Reaktorgebäuden. Das meldet die Asahi Shimbun.

Alarm durch mangelnden Kühlwasserzufluss: Am gestrigen Montag sei zwar Alarm ausgelöst worden, nachdem die Menge an zugeführtem Kühlwasser überraschend gesunken sei. Die Lage habe man jedoch sofort durch Verdopplung der bisherigen Wasserzufuhr unter Kontrolle bringen können. Als ursächlich wird eine Verstopfung eines Wasserschlauchs angesehen. Der Betreiber TEPCO versicherte gegenüber dem Fernsehsender NHK allerdings, es habe keinen Temperaturanstieg oder Druckänderung im Reaktor gegeben.

Großbritannien versuchte Fukushima herunterzuspielen: Einem Bericht der Nachrichtenagentur Jiji zufolge haben offizielle Stellen in Großbritannien offenbar versucht die potentielle Gefährdung durch das Fukushima- Unglück herunterzuspielen – vermutlich um die eigene Atompolitik nicht zu gefährden.

Noch bevor das genaue Ausmaß der Strahlung bekannt war, habe es PR-Absprachen zwischen der Regierung und Nuklearunternehmen wie dem britischen EDF Energy und dem französischen Energiekonzern Areva gegeben um die Beunruhigung der Bevölkerung einzudämmen. Dies geht aus E-Mail-Korrespondenzen hervor die im Rahmen des „Freedom of Information Act“ veröffentlicht wurden.

Erdbeben erschüttert Wakayama: Ein Erdbeben hat gegen 12:24 deutscher Zeit die Präfektur Wakayama im Südwesten von Japans Hauptinsel Honshu erschüttert, eine Tsunami-Warnung wurde jedoch nicht ausgegeben.

In der Präfektur liegen viele bedeutende religiöse Stätten wie etwa die Shinto-Schreine von Kumano oder der Berg Koya der von besonderer Bedeutung für verschiedene buddhistische Traditionen in Japan ist. Auch  die Stadt Tanabe, Geburtsort von Morihei Ueshiba, Begründer der modernen Kampfkunst Aikido, befindet sich dort.

Regierungssprecher Yukio Edano erklärte um 12:50 deutscher Zeit gegenüber der Presse , es gebe bislang keine Berichte über  schwere Schäden.

3 KOMMENTARE

  1. Wenn laut tepco und der Regierung dort alles so ungefährlich ist für die Menschen dort, dann lasst doch die Lügenbeutel da drin 4 Wo Wellnessurlaub machen.

  2. Fukuschima ist genauso in Ordnung wie die Geschichte mit der Deep Water Horizon und Tschernobyl, alles kein Problem, alles im Griff. Mal so gesehen, wenn wir nicht hinsehen und die Dinge so laufen lassen wie bisher, dann werden die Typen da oben in ihrer Raffgier uns alle für ihren Profit zugrunde richten. Die Frage ist nur die, wie lange wollen wir noch zusehen. Wenn wir unsere Augen nicht zum Sehen benutzen, dann werden Sie uns letzten Endes zum Weinen dienen.

    • Wir werden unsere Augen auch nicht mehr zum weinen benutzen können. Wir werden sie nur noch schließen, und das für immer.Es läge an den Verbrauchern dem Ganzen ein Ende zu setzten, nur wir sind Bequemlichkeit gewöhnt und es fällt schwer zu verzichten. Diese raffgieriegen Lügenbarone würden bald den Boden unter den Füßen verlieren wenn JEDER dieser “ zivilisierten“ Welt endlich anfangen würde einiges ohne Strom zu machen. Da gäbe es sehr viele Möglichkeiten. Mit einwenig zurückhalten könnten auch den Ol und Pharma usw. Baronen Einhalt geboten werden.

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