Start Aktuelles Japan aktuell: Cäsiumfunde weit außerhalb des AKW Fukushima

Japan aktuell: Cäsiumfunde weit außerhalb des AKW Fukushima

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Fukushima Daiichi im Video vom 17. August 2011
Fukushima Daiichi im Video vom 17. August 2011 (Video: TEPCO)

Der Betreiber des AKW Fukushima Daiichi, der Energiekonzern TEPCO, hat heute versucht der Presse über ein Video einen gewissen Eindruck von den Arbeiten vor Ort zu vermitteln, verbunden mit kurzen Statements verschiedener verantwortlicher Personen.

Wenig verwunderlich, dass dort praktisch nur von Plänen und Erfolgen die Rede war. Dennoch wollen wir unseren Lesern einige dieser Bilder zeigen, auch wenn sie nicht im Bezug zu den heutigen Meldungen stehen. Dennoch natürlich an dieser Stelle der Spreadnews Japan-Ticker vom 17. August 2011,

Erdbeben im Osten und Nordosten Japans: Eine Reihe von Erdbeben, das Schwerste mit einer Stärke von 5,2 auf der Richterskala hat Gebiete im Osten und Nordosten Japans erschüttert, so eine Meldung der Nachrichtenagentur Kyodo. Bis zum Zeitpunkt der Meldung gab es keine Berichte über bauliche Schäden oder Verletzte, auch eine Tsunami-Warnung erfolgte nicht.

Hohe Werte an radioaktivem Cäsium in 100km Entfernung gefunden: Im Schlamm eines Grabens etwa 100km westlich des schwer zerstörten AKW Fukushima Daiichi wurden 186.000 Becquerel radioaktives Cäsium pro Kilo Schlamm entdeckt. Der Fundort befindet sich in der Nähe eines Ablegers des Landgerichts in Aizu-Wakamatsu. Das berichtet die Mainichi Shimbun.

Mit diesen Werten werden die gesetzlich erlaubten Höchstwerte von 8000 Bq/kg, die eine Aufschüttung oder Lagerung auf einer Müllhalde erlauben, deutlich überschritten. Ein Eingang des Gerichts, der sich in der Nähe der Fundstelle befindet wurde gesperrt, der normale Betrieb im Gerichtsgebäude erlitte jedoch keine Einbußen.

Arbeiter treiben Dekontamination vor Schulbeginn voran: In Minamisoma und anderen Orten in der Präfektur Fukushima, hat die Dekontamination von Grundschulen derzeit Priorität, die Arbeiten sollen möglichst vor Schulbeginn abgeschlossen sein, was ein sehr enges Zeitfenster darstellt.

Arbeiterunterkünfte am AKW Fukushima vom 17. August 2011 (Foto: TEPCO)
Arbeiterunterkünfte am AKW Fukushima vom 17. August 2011 (Foto: TEPCO)

Zu den Arbeiten gehört neben dem Abtragen von Erdreich auch das Abschrubben von Decken, Wänden und Boden der Gebäude. Den Betrieb von Schulen wieder aufzunehmen ist einer der Schritte, wieder etwas Alltag zu ermöglichen. Das berichtet die Mainichi Shimbun.

 

Schutt behindert Aufbauarbeiten: Erdbeben und Tsunami vom März 2011 hinterliessen insgesamt 22 Tonnen Schrott, Schutt und Abfall – und damit ein bislang ungeklärtes Problem. Ungeklärt ist etwa die Zuständigkeit für die Entfernung. Zwar ist dies im Regelfall die Aufgabe der Präfekturalverwaltungen und örtlichen Stellen, jedoch sind deren Kapazitäten bei weitem nicht ausreichend, hier wird Unterstützung durch den Staat benötigt.

Auch die Frage nach Verbleib und möglicher Verarbeitung des Schutts und sonstiger Überreste steht noch im Raum. In Krisengebieten ist oftmals nach einem ersten freiräumen der gewonnene Platz für die Errichtung von Übergangshäusern genutzt worden, dabei Freiflächen für mögliche Müllabladeplätze oder Müllhalden zu lassen, wurde nicht berücksichtigt.

Eine zufriedenstellende Lösung des Abfallproblems ist noch nicht in Sicht, besonders die Sorge im Bereich um das AKW Fukushima Daiichi auch radioaktiv belastete Überreste entfernen zu müssen ist ein weiterer Faktor der dafür sorgen wird, dass Schuttbeseitigung und Abfalllagerung vorerst weiter leere Punkte auf den Plänen der Krisenstäbe bleiben werden. Das berichten japanische Medien.

AKW Tomari mit Erlaubnis zum Neustart: Erwartungsgemäß hat die Gouverneurin der Präfektur Hokkaido auf der gleichnamigen nördlichsten Hauptinsel Japans, ihr Einverständnis für den Neustart des Reaktors 3 am AKW Tomari gegeben. Damit handelt es sich bei ihm um den ersten Reaktor der nach derartigen Tests wieder hochgefahren wird. Gouverneurin Harumi Takahashi erklärte sie habe keine Einwände gegen den Betrieb. Das berichten übereinstimmend die NHK sowie die Nachrichtenagentur Jiji.

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