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Japan aktuell: Dampf steigt aus Fukushima-Reaktor 3 auf

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Fukushima-Reaktor 3: Beobachtung von Dampf am 18. Juli 2013 (Foto: TEPCO)
Fukushima-Reaktor 3: Beobachtung von Dampf am 18. Juli 2013 (Foto: TEPCO)
Fukushima-Reaktor 3: Beobachtung von Dampf am 18. Juli 2013 (Foto: TEPCO)
Fukushima-Reaktor 3: Beobachtung von Dampf am 18. Juli 2013 (Foto: TEPCO)

Kraftwerksbetreiber TEPCO meldete am AKW Fukushima heute die Bildung von Dampf über einem der Reaktoren der Anlage – hatte jedoch ebenso umgehend eine Erklärung für die Erscheinung parat.

Auch wenn es sich tatsächlich um ein harmloses Ereignis handeln sollte – mitten im Wahlkampf im Oberhaus kommt das vom AKW Fukushima aktuell gemeldete Ereignis der Atomkraft befürwortenden Regierungspartei sicher nicht gelegen, könnte es doch erneut das Vertrauen in die propagierte Atomenergie schädigen.

Einzelheiten zu den Fukushima News jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 18. Juli 2013.

Unsere heutigen Themen:

  • Dampf steigt aus Fukushima-Reaktor 3 auf

Dampf steigt aus Fukushima-Reaktor 3 auf: Wie TEPCO am heutigen Donnerstagmorgen mitteilte, entdeckte ein Angestellter eines Partnerunternehmens erstmals gegen 8:20 Uhr auf den Bildern einer Kamera, die vor Räumarbeiten im Einsatz war, Dampf, der an Fukushima-Reaktor 3 aus dem zentralen Bereich des fünften Stocks aufstieg.

Unmittelbar darunter befindet sich der Hauptsicherheitsbehälter des Reaktors.

Fukushima-Reaktor 3: Aufnahme des aufsteigendes Dampfs am 18. Juli 2013 (Foto: TEPCO)
Fukushima-Reaktor 3: Aufnahme des aufsteigendes Dampfs am 18. Juli 2013 (Foto: TEPCO)

Bis 14:00 Uhr Ortszeit trat das Phänomen weiter auf. Wie Kraftwerksbetreiber TEPCO versichert, gibt es keine signifikanten Veränderungen im Strahlungsniveau, noch an der Wassereinspeisung in den Reaktoren und dem Abklingbecken. Alles verlaufe stabil. Die Temperatur des Behälters lag um 5:00 Uhr bei 38 Grad Celsius.

In einer außerplanmäßig einberufenen Pressekonferenz behauptete der Sprecher, es handele sich möglicherweise um verdampften Regen. Die Lufttemperatur betrage 20°Celsius und an der Spitze des Druckbehälters läge diese bei 40°Celsius. Daher sei es wahrscheinlich, dass Regenwasser in das Reaktorgebäude gelangt und auf den Sicherheitsbehälter gefallen sei, so dass es zur Verdampfung gekommen sei.

Den Erklärungen des Betreiber zufolge war das Phänomen bereits im Juli 2012 aufgetreten, jedoch vom Unternehmen nicht gemeldet worden. Im Vergleich zum Vorjahr sei die Beobachtung jedoch vergleichsweise kurz gewesen. Eine Erklärung, warum dies der Fall sei, hatte TEPCO nicht. Man verfolge das Ereignis weiterhin.

Neben dem Kraftwerksbetreiber berichteten unter anderem auch Kyodo, Mainichi Shimbun, Asahi Shimbun und jiji über das jüngste Ereignis.

Wir berichten, sobald weitere Informationen verfügbar sind.

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