Japan aktuell: Dekontamination nach Ibaraki-Zwischenfall war mangelhaft

Japan aktuell: Dekontamination nach Ibaraki-Zwischenfall war mangelhaft

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Artikelbild - Forschunszentrum Oarai: Situation nach dem Zwischenfall vom 6. Juni 2017, aufgenommen am 7. Juni (Foto: Copyright by JAEA)
Forschunszentrum Oarai: Situation nach dem Zwischenfall vom 6. Juni 2017 (Foto: Copyright by JAEA)

Am vergangenen Freitag beendete die Atomaufsichtsbehörde NRA die dritte Inspektion der Forschungsanlage Oarai, sowie die Befragung der Arbeitskräfte und kommt dabei zu einem ernüchternden Ergebnis.

Demnach konnten sich die fünf Beschäftigten nach dem Zwischenfall vom 6. Juni 2017  bei dem es zum Kontakt  mit radioaktivem Material gekommen war, zunächst überhaupt nicht nach Vorschrift dekontaminieren. Daher benötigte der Vorgang unnötig viel Zeit und war unzureichend.

Grund hierfür ist, dass die Dusche für die Dekontamination der Arbeiter nicht funktionierte. Daher habe man Wasser aus einer Leitung aus einem anderen Gebäude nutzen müssen, was zur Verzögerung geführt hatte.

Eine Kontrolle des Lagerbestands der erforderlichen Reinigungsmittel und Handtücher ergab zudem, dass die Menge der vorhandenen Vorräte nicht ausreichte und sie daher ebenfalls aus einem anderen Gebäude beschafft werden mussten.

Über diese Versäumnisse berichteten Präfekturmedien.

Der Betreiber des Forschungszentrums, die Japanische Atomenergiebehörde JAEA war bereits wegen der unzureichenden Lagerung in Kritik geraten und wird nun sicher noch einiges zu hören bekommen.

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