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Japan aktuell: Der Kampf um die Stromversorgung

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Seit Tagen versuchen Techniker im japanischen AKW Fukushima die Stromversorgung wiederherzustellen. Damit sollen die kraftwerkseigenen Kühlsysteme wieder zum Laufen gebracht werden. Immerhin hat das neu verlegte Stromkabel die Anlage erreicht. Jetzt kämpfen die Techniker mit weiteren Problemen.

Bei dem auf das Erdbeben folgenden Tsunami wurden die elektrischen Schaltanlagen und -schränke überspült, sodass das einfache Anschließen der neuen Stromleitung nicht machbar ist. Stromkästen die unter Wasser standen und noch immer feucht sind, stellen eine Gefahr dar. Explosionen durch Funkenflug wären das Worst Case Szenario.

Für den Sorgen-Reaktor 2 meldet Betreiber Tepco, dass die Stromversorgung noch heute in Betrieb gehen soll. Unklar ist, ob die Kühlwasserpumpen bei Erdbeben, Tsunami oder den bereits stattgefundenen Explosionen in Mitleidenschaft gezogen wurden und funktionieren.

Immerhin scheinen die Kühlversuche per Hubschrauber und Wasserwerfer die nukleare Kettenreaktion eingedämmt zu haben. Das Ultimatum, dass Experten dem Atomkraftwerk Fukushima prognostiziert hatten, ist ohne weiter reichende Probleme verstrichen.

6 KOMMENTARE

  1. Ich finde es unglaublich, wie amatuerhaft diese Probleme angegangen werden.
    Ich meine, dass von Anfang her Wasserwerfer eingesetzt werden sollten.
    Da frage ich mich, wie wäre das bei uns ind der schweiz ?
    Da wirken die Veranwortlichen für mich keineswegs glaubwürdig.
    Also sollten wir auf Atomstrom wohl oder übel verzichten und künftig
    Solar Geotermine Energien fördern.

  2. Hoffentlich haben alle Experten unrecht die das schlimmste prognostiziert haben. Ich wünsche, bete und hoffe für Japan und die ganze Welt, dass es den tapferen Helfern gelingen möge, noch einmal das schlimmste abzuwehren und den Reaktor unter Kontrolle zu bringen. Wir alle sind mit unserem unsinnigem Energieverbrauch schuld daran dass es überhaupt Atomkraftwerke gibt. Mit dieser für den Menschen derzeit nicht beherrschbaren Technologie darf kein Geschäft betrieben werden wo es nur um Profitgier geht. Es ist pervers und mit nichts zu rechfertigen, wenn der Mensch Dinge anwendet, die auch nur im geringsten und im schlimmsten aller denkbaren Möglichkeiten unserer Nachwelt einen Schaden hinterlassen könnten. Die Risiken dieser Atomtechnologie steht in keiner Relation zur möglichen Gefährdung von Leben und Natur. Es ist ein purer Auswuchs von Größenwahn und der muss sofort gestoppt werden, weltweit!!! Weg vom Zentralismus und hin zu kleinen Einheiten und Bescheidenheit als Lebensphilosohie. Dann können alle ihr Leben geniessen und nur darum geht es. Warum nicht für jedes noch so kleine Dorf eine eigene Energieversorgung mit Wind Wasser oder Solar. Das geht, wenn auf der anderen Seite sparsam mit Energie umgegangen wird. Müssen wir Waren um die zentral und massenhaft mit Maschinen produzieren und um die ganze Welt schicken, nur weil ein paar Leute mit ihrem krakenhaft aufgebautem Saugsystem alles für sich zusammenraffen wollen. Ein Mensch der solche Gedanken hegt und danach handelt ist krank und sollte therapiert oder sofort aus dem Verkehr gezogen werden. Jeder der für Atomenergie ist sollte kann ja jetzt als freiwilliger Helfer nach Japan fahren und sich nützlich machen.

    • Antwort auf Fritsch vom 19.03.2011 10,31
      Bin voll Ihrer Meinung. Das ist die Grundeinstellung für das
      Leben. Viele denken aber so im Innersten.
      Nochmals danke für Ihre Wahrheit.

    • Solche „Parolen“ hört man dieser Tage am laufenden Band..leider sind es auch nicht mehr als Parolen ohne jegliche Überlegungen hinausposaunt ohne sich der Probleme von Alternativer Energie auch nur im Ansatz zu stellen. Ich bin wahrlich kein Freund der Atomkraft aber realistisch genug um erkennen, dass es derzeit keine technischen Möglichkeiten gibt, auf diese zu verzichten. Atomstrom ist sauber und billig..nur halt gefährlich. Im Falle von Japan -> Japan ist ein Inselstaat, dazu zu 2/3 von Gebirge durchsetzt und ! gehört mit rund 140.000.000 Einwohnern zu den Ländern mit der höchsten Bevölkerungsdichte..diesen Strombedarf kann man mit alternativen Ernergiequellen wie Sonne/Wind/Wasser nicht abedecken, da a) nicht genügend Platz wäre für die Solaranlagen die nötig wären b) die Quellen unzuverlässig sind, da sie nicht immer zur Verfügung stehen und c) der Strompreis sich mind. verdreichfachen würde… einfach mal genaue nachdenken bevor man soetwas von sich gibt…
      Wieso auf eine Technologie verzichten weil man es nicht bis ins Ende beherrschen kann ? Was ist das denn für eine Einstellung ? Mit dieser Einstellung wären wir sicherlich nie auf dem Mond gelandet, hätten wir nie Medikamente gegen todbringende Krankheiten gefunden und würden auch ganz sicher keine Flugzeuge benutzen….hier muss einfach mehr Geld und Zeit in die Forschung gesteckt werden um Atomkraft sicherer zu machen…oder in die Erforschung ganz neuer Energiequellen gesteckt werden…

      • Wie kommst Du auf eine Verdreifachung???
        Bei 25% Anteil Atomstrom kann der Preis höchstens um 33% wachsen. Und das unter der irrigen Annahme, daß der Atomstrom gar nichts kostet, nur mal um die Rechnung zu vereinfachen. Bei Abzug des Exportstromanteils der durch die derzeit abgeschalteten Meiler produziert wurde dürfte der Preis sogar nur um 25% steigen. Immer noch unter der Annahme, daß Atomstrom nix kostet.
        Ohne jegliche Überlegung sind wohl eher die von Dir aufgeschnappten Parolen. Die AKW-Betreiber schüren nur Angst um besser abzukassieren.
        An dieser Technologie ist gar nichts sauber. Schau Dir mal die Umweltschäden durch Uranabbau, Entsorgung und sogar bei der Wiederaufarbeitung an. Wer bezahlt das denn?
        Die Risiken sind nirgends richtig kalkuliert, oder weißt Du wieviel Entschädigung Du von wem bekommst falls Du selbst geschädigt wirst? Und sei es, daß Du nur Hab und Gut aufgeben mußt. Tut mir Leid aber so geil ist Geiz dann doch nicht.
        Platz für alternative Energiequellen ist mehr als genug, es liegt allein am Willen. Und an der Zuverlässigkeit läßt sich arbeiten, man muß dazu nur in die richtige Richtung wollen.

        Zitat: Wieso auf eine Technologie verzichten weil man es nicht bis ins Ende beherrschen kann ? Was ist das denn für eine Einstellung ? Mit dieser Einstellung wären wir sicherlich nie auf dem Mond gelandet, hätten wir nie Medikamente gegen todbringende Krankheiten gefunden und würden auch ganz sicher keine Flugzeuge benutzen…. Zitatende

        Es ist gar nicht so unüblich auf Technologien zu verzichten welche zu unbeherrschbar sind. Denk mal an den Zeppelin. Oder welche unrentabel sind, z.B. Dampflokomotiven. Kernkraft ist bei richtiger Kalkulation (einschließlich Umweltschäden und Versicherungsrisiko) nicht wirklich konkurrenzfähig.
        Technologien kommen und gehen genau wie alles andere. Die Rohstoffvorkommen reichen für höchstens 80 Jahre. Wenn ich mir jetzt ausmale, daß unsere Nachfahren noch in hunderttausenden von Jahren mit dem heute erzeugten Dreck leben müssen dann frag ich mich wie die dann wohl den Nutzen einschätzen müssen.

        Und nun noch was zum Eingangspost: Es ist gar nicht mal so risikolos jede Menge Wasser hineinzupumpen nur weil es da ist und gut kühlt. Wer weiß schon, ob alle Brenn- und Steuerstäbe noch da sind wo sie hingehören. Falls nicht setzt man mit purem Wasser zumindest partiell die Uranspaltung wieder in Gang. Deshalb muß man Borsäure beimischen und auch in ausreichender Menge vorhalten weil die ja auch verdampft bzw. versickert.

  3. BlaBlaBla
    Immer diese Sinnlosen Diskusionen, Ich sage kurz und knapp!
    Atomenergie, sowie alles andere was mit Atom zu tun hat, gehört einfach nicht auf einen Blauen Planeten.
    Weil die auswahl der Bewohnbaren Planeten ist und Bleibt sehr Eingeschränkt.
    Oder sehe ich das Falsch!!!!!!!!!!!

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