Start Aktuelles Japan aktuell Eilmeldung: Schweres Erdbeben und Tsunamiwarnung in Präfektur Fukushima

Japan aktuell Eilmeldung: Schweres Erdbeben und Tsunamiwarnung in Präfektur Fukushima

2299
0
TEILEN
Fukushima-Erdbebenkarte (Grafik: pd)
Erdbeben der Stärke 6,8 erschüttert Präfektur Fukushima
Fukushima-Erdbebenkarte (Grafik: pd)
Erdbeben der Stärke 7,1 erschüttert Präfektur Fukushima

Die Betreiber des AKW Fukushima Daiichi bereiteten sich auf den nahenden Taifun „Francisco“ vor – nun erschütterte ein starkes Erdbeben  die gleichnamige Präfektur.

Ersten Meldungen zufolge hatte das Erdbeben, das sich um 2:10 Uhr (Ortszeit) vor der Küste ereignete eine Stärke von 6,8. Später erhöhte die japanische Wetterbehörde die erste Angabe auf 7,1

Das Epizentrum befindet sich in 10 Kilometern Tiefe vor der Ostküste Japans.

Tsunami: Die japanische Wetterbehörde gab eine Tsunamiwarnung für die Präfekturen Fukushima, Iwate, Miyagi, Ibaraki und Chiba aus. Erwartet wird das Eintreffen eines Tsunami von einem Meter Höhe gegen 2:40 Uhr.

Die bislang gemeldeten Tsunami wiesen Höhen zwischen 40 (in Soma und Kuji) 30 Zentimetern (in Ishinomaki) ,und  20 (in Ofunato und Kamaishi) auf.

Gegen 4:05 Uhr wurden alle Tsunamiwarnungen aufgehoben.

Atomkraftwerke: Sowohl TEPCO, Betreiber des AKW Fukushima Daiichi, als auch Tohoku Electric, Betreiber des AKW Onagawa meldeten, es gebe keine Störungen an den Anlagen.

Allerdings ordnete der Betreiber TEPCO eine Evakuierung der Arbeiter aus den unmittelbaren Küstenbereichen der Anlage an. Am AKW Onagawa wurde um 3:07 Uhr ein Tsunami von 55 Zentimetern Höhe gemeldet.

Auch an weiteren Kernkraftwerken – dem AKW Higashidori, AKW Fukushima Daini, und dem AKW Tokai Daini wurden keine Auffälligkeiten gemeldet.

Sonstiges: In Japans Hauptstadt Tokyo wurde 15 bis 20 Sekunden vor dem Erdbeben automatisch Alarm ausgelöst. Augenzeugen berichten, es habe sich „sehr lang“ angefühlt.

Die Verwaltung der Ortschaften Ofunato und Iwaizumi (Präf. Iwate) wiesen die Bevölkerung in Küstenregionen an, sich in höher gelegene Gebiete in Sicherheit zu bringen. Um 3:53 Uhr gab es eine Evakuierungsaufforderung für Rikuzentakata. Die Behörden warnten Schaulustige davor, sich in den Küstenregionen aufzuhalten.

Verletzte: Die Nationale Polizeibehörde meldete unmittelbar nach dem Erdbeben zunächst keine Verletzten.

Informationen zu Tsunami: Wie Forschungen zu den Auswirkungen des erwarteten Nankai-Großbebens zeigen, können theoretisch bereits Tsunami von einem Meter Höhe tödlich sein.

Ursache hierfür ist, dass die Wellen nicht nur, wie bei einem Unwetter, durch den Wind aufgepeitscht werden, sondern ihre Energie aus der tektonischen Bewegung eines Erdbebens ziehen. Aus diesem Grund ist eine Tsunami-Welle stärker als eine normale Meereswelle.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here