Start Aktuelles Japan aktuell Eilmeldung: Schweres Erdbeben im Nordosten Japans – Tsunamiwarnung ausgegeben

Japan aktuell Eilmeldung: Schweres Erdbeben im Nordosten Japans – Tsunamiwarnung ausgegeben

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Tsunami Warnschild
Neues Warnsystem soll Menschen schützen (Foto: (c) by Pandinus)
Tsunami Warnschild
Erdbeben mit Tsunami-Warnung (Foto: (c) by Pandinus)

Ein Erdbeben mit einer durchschnittlichen Stärke von 6,8 erschütterte am Mittwochabend (Ortszeit) sowohl die Pazifikküste von Japans nördlichster Hauptinsel Hokkaido als auch die nordöstlichen Regionen des Landes. Einige Stunden später  folgte ein Erdbeben im Großraum Tokyo (Updates finden sich unten).

Die japanische Wetterbehörde gab nach dem ersten Erdbeben für einige der Regionen eine Tsunamiwarnung aus

Das erste Erdbeben ereignete sich um 18:09 Uhr Ortszeit in 235 Kilometer Entfernung vor der Küste vor Kushiro, auf Hokkaido. Das Epizentrum befand sich vergleichsweise nah an der Oberfläche des Meeresbodens in 26 Kilometern Tiefe.

Tsunami mit geringer Höhe erwartet:

Das Beben betraf auch die Präfekturen Aomori und Iwate. Hier und auf Hokkaido wird ein Tsunami erwartet – dessen Ausmaß jedoch wenig später auf einen halben Meter Höhe geschätzt. Der Nordosten Japans und insbesondere die dortigen Küstenregionen  waren bereits zuvor beim großen Tohoku-Erdbeben im März vergangenen Jahres schwer verwüstet worden.

Die Nachrichtenagentur Kyodo gab um 19:31 Uhr (Ortszeit) den Fokus des Erbebens vor der Sanriku-Küste, die sich unter anderem über die Präfekturen Aomori und Miyagi erstreckt, mit einer Tiefe von 10 Kilometern an. Der erwartete Tsunami werde eine Höhe von 50 Zentimeter haben, heiss es hier.

Evakuierungsempfehlungen ausgesprochen:

Mehrere Ortschaften in Küstennähe erliessen als Vorsichtsmaßnahme dennoch Evakuierungsbefehle, oder gaben die Empfehlung, sich in höher gelegene Gebiete in Sicherheit zu bringen. Nachdem doch in der Tat nur niedrige Wellen festgestellt werden konnten – im Hafen von Hachinohe (Präf. Aomori) betrug diese eine Stunde nach dem Erdbeben lediglich 20 Zentimeter.

Nachbeben folgten – Tsunamiwarnung aufgehoben:

Anderthalb Stunden später hob die Wetterbehörde die Tsunamiwarnung für alle Gebiete wieder auf. Etwa zwei Stunden nach dem ersten Beben ereignete sich ein weiteres Beben –  es erreichte eine Stärke von 5,9.

Zunächst keine Auswirkungen in Tokyo:

In Japans Hauptstadt Tokyo, 730 Kilometer entfernt, waren die Erschütterungen, ersten Berichten zufolge, nicht zu spüren, Das Tsunami-Warnzentrum für den Pazifikraum auf Hawaii sagte, es bestehe keine Gefahr einer Pazifik-weiten Riesenwelle.

Update: Zweites Erdbeben erschüttert Tokyo

Nachdem das Erdbeben zuvor zwar einen kleinen Tsunami von 20 Zentimetern Höhe ausgelöst, jedoch keine Folgen in Japans Hauptstadt Tokyo hatte, folgte nun einige Stunden später um 21:05 Uhr Ortszeit ein weiteres schweres Erdbeben, das diesmal auch die Region Kanto und den Großraum Tokyo betraf.

Nach Angaben der japanischen Wetterbehörde hatte dieses Erdbeben eine Stärke von 6,1 und ereignete sich vor der Küste von Chiba, östlich von Tokyo. Besonders betroffen waren die Präfekturen Chiba und Ibaraki. Auch in diesem Fall habe das Epizenztrum nicht sehr tief gelegen, sondern etwa 10 Kilometer unter dem Meeresboden. Eine Tsunamiwarnung wurde jedoch nicht ausgesprochen.

Keine Störungsmeldung von Atomkraftwerken.

Es gab zunächst keine Informationen über bauliche Schäden oder Verletzte dieses zweiten Erdbebens. Auch aus den beidem Atomkraftwerken Fukushima Daiichi und Daini gibt es keine Störungsmeldungen.

Eine unserer Quellen in Tokyo erzählte, er sei durch einen Kollegen auf das erste Erdbeben angesprochen worden, und tatsächlich habe er lediglich eine leichte Bewegung eines Rollos festgestellt. Ohne darauf angesprochen worden zu sein, hätte er es vermutlich gar nicht bemerkt.

Er fügte belustigt hinzu, bei einigen Mobiltelefonen hätten „Erdbeben-Vorwarn-Apps“ einen Alarm ausgelöst – nachdem das erste Erdbeben vorbei war. Das sind dann wohl die Tücken der modernen Technik

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