Start Aktuelles Japan aktuell: Erneuter Stillstand bei Kühlung im AKW Fukushima

Japan aktuell: Erneuter Stillstand bei Kühlung im AKW Fukushima

770
0
TEILEN

Auch dieser Wochenbeginn bringt aus Fukushima aktuell nichts positives, denn am Wochenende gab es erneut technische Probleme. Auch der Umstand, dass der  Stromkonzern Tohoku Electrics nun TEPCO der das Fukushima Daiichi betreibt um größere Einspeisungen bittet, um Stromknappheiten in der Region zu verhindern, sind kein Anlass für einen entspannten Wochenstart in Japan.

Weitere Fukushima News und allgemeine Informationen was am Wochenende geschah sowie in Japan aktuell passiert, nun im Spreadnews Japan-Ticker vom 08. August 2011 

Wasseraufbereitung fiel im AKW Fukushima mehrere Stunden aus: Aufgrund eines Problems in einem Teil des Dekontaminationssystems musste die Wiederaufbereitung des Wassers am Sonntag für insgesamt 7,5 Stunden angehalten werden. Ursächlich war das Aussetzen einer Pumpe des französischen Herstellers Areva, die zur Einspeisung von Chemiekalien in zwei voneinander unabhängigen Wasseraufbereitungseinheiten dient. Das berichtet die Mainichi Shimbun.

In der Pumpe hatten sich offenbar Chemikalien angesammelt, nach deren Entfernung der Betrieb mit einer geringeren Konzentration der Substanzen und einer höheren Durchflussrate wieder aufgenommen werden konnte.

Nachdem es bereits am 4. August zu ähnlichen Problemen mit einer Pumpe gekommen war, forderte die  japanische Atomsicherheitsbehörde NISA den Betreiber TEPCO dazu auf, genauere Ursachenforschung zu betreiben.

Minamisoma will Entfernung von Hot Spots angehen: In einer gemeinsamen Aktion der Stadtverwaltung von Minamisoma und des Radioisotopzentrums der Universtität Tokyo, will die Stadt die Dekontaminierung der örtlichen Hot Spots beginnen. Aus Unzufriedenheit über die langsame Reaktion der Präfekturverwaltung gehe man das Problem nun selber an und will die zahlreichen notwendigen Maßnahmen wie das Absprühen öffentlicher Gebäude und den Wechsel von Sand auf Spielplätzen mit eigenen Mitteln vorantreiben. Das meldet die Yomiuri Shimbun.

UN Generalsekretär trifft Fukushima-Opfer (NHK/Kyodo): Der UN-Generalsekretar Ban Ki-moon traf am Sonntag in Japan ein, um dann am Montag ein Gespräch mit dem Gouverneur der Präfektur Fukushima, Yuhei Sato zu führen und sich über die aktuelle Situation zu informieren. Im Anschluss besuchte der UN-Generalsekretär sowohl ein Flüchtlingslager in der Stadt Fukushima, wo er Opfern der Katastrophe Mut zusprach bevor er sich mit Studenten traf  und seiner Hoffnung Ausdruck verlieh, Japan werde sich erholen.

Sommerhitze in Japan – Kimono statt Hawaiihemd: Während es in Japan nicht nur in Atomfragen heiß her geht und der feuchtheiße Sommer das Land quält, da die Klimaanlagen aufgrund der Energiesparmaßnahmen heruntergedreht wurden, startet die Regierung die Kampagne zum „Super Cool Biz“ – mit unterschiedlichem Erfolg, wie Berichte der Asahi Shimbun zeigen:

So ist es jetzt in mehreren Behörden und Unternehmen ausdrücklich erlaubt kurzärmelig zur Arbeit zu erscheinen. Doch während die in Japan „Aloha Shirts“ genannten Hawaii-Hemden trotz ihres Ursprungs in der Kleidung japanischer Immigrantin auf Hawaii durch verschiedene Assoziationen unbeliebt sind, erlaubt etwa eine Versicherungsgesellschaft ihren Angestellten, jeden Freitag im August  in traditionellen luftigten Baumwoll-Kimono (Yukata) oder einer Art traditionellem Hausanzug (Jinbei) bei der Arbeit zu erscheinen.

Kaiserpaar besucht Flüchtlinge in Tokyo: Der Tenno und seine Gattin besuchten einem Bericht der Mainichi Shimbun zufolge, die Narimasu Sozialwohnungssiedlung in Tokyo, in der insgesamt 97 Personen untergekommen sind. Das Kaiserpaar ermutigte die Opfer der Naturkatastrophen und sprach ihnen Mut zu. Das meldet die Mainichi Shimbun.

Geheime Mülldeponie der Stadt Fukushima: Eine bislang geheim gehaltene Mülldeponie ist nun aufgeflogen. Die Stadtverwaltung Fukushima hatte den Ort bislang geheim gehalten um zu verhindern, dass Einwohner, möglicherweise auch anderer Orte dort unkontrolliert  Material abladen. Zur Beruhigung der Bevölkerung wurde jedoch versichert, es handele sich nur um eine Übergangslösung.

Der fragliche Abfall besteht ausnahmslos aus großen Leinensäcke mit Schmutz der bei der Dekontamination von Gebäuden anfiel und daher radioaktiv belastet ist, jedoch die zulässigen Werte der NISA nicht übersteigt.

Die Bürger der Stadt bezweifeln den Status als „temporäre“ Lösung, zumal durch das Fortschreiten der Reinigungsarbeiten in Fukushima Stadt die Menge an radioaktiv belastetem Schmutz stetig wächst.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here