Start Aktuelles Japan aktuell: Erste Evakuierungen an radioaktiven Hot Spots in Fukushima

Japan aktuell: Erste Evakuierungen an radioaktiven Hot Spots in Fukushima

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Neben dem, was in Fukushima aktuell geschieht, sind auch an anderer Stelle Dinge geschehen die Aufmerksamkeit verdienen. Der Manipulationsversuch etwa mit dem eine größere Unterstützung der Atomenergie suggeriert werden sollte scheint bekannt – doch nun soll in einem weiteren Fall auch eine Behörde verstrickt gewesen sein. Um welche es sich handelt und weitere Fukushima News sowie Meldungen zur Situation in Japan nun im Spreadnews Japan-Ticker vom 29. Juli 2011.

Wasserreinigung hinkt hinterher: TEPCO musste einräumen, das Ziel, bis Anfang August einen sicheren Wasserstand in den Kellergeschossen und eine Dekontaminationsleistung von 90 Prozent zu erreichen, nicht mehr zu erfüllen sei. Man hinke dem Zeitplan hinterher, und werde das Dekontaminationsziel vermutlich erst gegen Ende September erreichen, so die Berichte mehrerer japanischer Medien.

Über 1,550 Tonnen schwer radioaktiver Schlamm in fünf Präfekturen: Das Gesundheitsministerium gab bekannt, beim Testen von insgesamt 49250 Tonnen Schlamm der bei Dekontamination in Abwasseraufbereitungsanlagen aus 13 Präfekturen angefallen war, sei bei fünf von ihnen –  aus Fukushima, Gunma, Miyagi sowie Niigata und Tochigi  – Werte von über 8000 Becquerel Radioaktivität pro Kilogramm Schlamm gemessen worden.

Material oberhalb dieses Limits muss als Sondermüll behandelt und darf nicht weiter verarbeitet oder recycled werden, so die Mainichi Shimbun.

In keinem der Fälle wurde jedoch der Werte von 100 000 Bq/kg überschritten, der eine Einlagerung in strahlungsdichten Behältern vorsieht. Den Höchstwert erreichte Schlamm aus Koriyama (Präf. Fukushima) mit insgesamt  89,697 Bq/kg Schlamm.

Unklar ist nach wie vor, wie und wo der Schlamm entsorgt werden kann. Insgesamt 54613 Tonnen Schlamm sind in den 14 Präfekturen bislang noch ungetestet.

Erste Haushalte in radioaktiven Hot Spots evakuieren: Nachdem am 30 Juni für insgesamt 113 Haushalte in vier Teilen der Stadt Date (Präf. Fukushima) eine Evakuierungsempfehlung aufgrund radioaktiver Hot Spots ausgesprochen worden war, haben nun die Bewohner von vier Haushalten ihre bisherigen Häuser verlassen.

Zu den Unterstützungsmaßnahmen welche die Regierung dabei gewährt, sind Hilfe beim Umzug, das mietfreie Wohnen, sowie der Versuch, die entsprechenden Gebiete in Abwesenheit der Personen zu dekontaminieren, so ein Artikel der Mainichi Shimbun.

Chubu Electric mit angeblichem Manipulationsversuch durch die NISA: Elektrizitätsanbieter Chubu Electric behauptet, die japanische Atomsicherheitsbehörde NISA habe im Jahr 2007 anässlich eines von der Regierung unterstützten Symposiums das Unternehmen darum gebeten sicherzustellen, dass möglichst nur zuvor vorbereitete,  nuklearbefürwortende Fragen gestellt werden.

Chubu Electrics lehnte dies zwar ab und führte als Grund rechtliche Unsicherheiten an, ein ranghoher Mitarbeiter des AKW Hamaoka habe aber dennoch E-Mails mit entsprechenden Aufforderungen versandt. Nach der Affäre um ähnliche Meinungsmache bei Kyushu Electric ist dies nun der zweite Fall vorsätzlicher Täuschung zu Propagandazwecken der Nuklearindustrie.

Yoko Ono gewinnt Friedenspreis von Hiroshima: Die japanische Künstlerin Yoko Ono, die vielen vor allem als Witwe von Ex-Beatle John Lennon bekannt ist, wird mit dem achten „Hiroshima Art Prize“ ausgezeichnet. Sie wird damit für ihren „Beitrag zum Weltfrieden durch zeitgenössische Kunst“ geehrt.

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