Japan aktuell: Erster Zwischenfall seit Neustart des AKW Sendai

Japan aktuell: Erster Zwischenfall seit Neustart des AKW Sendai

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Artikelbild - Stadt Satsumasendai, Standort des AKW Sendai (Foto: pd)
Stadt Satsumasendai, Standort des AKW Sendai, im Februar 2007 (Foto: pd)

Nach dem ersten Neustart eines japanischen AKW seit Erlassung der strengeren Sicherheitsrichtlinien, kam es am Reaktor Sendai zu einem technischen Problem.

Über die Angaben des Betreibers Kyushu Elektric, die Einschätzung der Situation, sowie die eingeleiteten Maßnahmen und bereits jetzt absehbaren Auswirkungen auf die Pläne des Unternehmens, berichten wir im Folgenden:

Neu gestartetes AKW meldet Wasserleck: Der Betreiber des AKW Sendai meldet ein technisches Problem an Reaktor 1. Am Donnerstagnachmittag habe ein Alarm auf Probleme an der Wasserpumpe eines Kondensators hingewiesen.

Einer ersten Einschätzung zufolge gelangte eine geringe Menge Meerwasser in den Kondensator. Ursächlich ist offenbar ein daneben verlaufendes Titanrohr, das Meerwasser zur Kühlung des Dampfs führt. Dort habe es vermutlich ein kleines Leck gegeben.

Das Unternehmen stuft den Zwischenfall offenbar als unkritisch ein und erklärte, das Meerwasser sei durch eine Entsalzungsanlage neutralisiert worden. Der Reaktorbetrieb werde daher fortgeführt.

Allerdings wird es nicht wie geplant möglich sein, die am vergangenen Freitag begonnene Elektrizitätsproduktion weiter zu steigern und am kommenden Dienstag die volle Leistung zu erzielen. Stattdessen werde eine einwöchige Kontrollmaßnahme durchgeführt.

Beim Neustart des AKW Sendai am 11. August handelt es sich um die erste Wiederaufnahme eines Reaktorbetriebs seit Erlassung der verschärften Sicherheitsrichtlinien.

Über den aktuellen Zwischenfall am neu gestarteten Reaktor berichteten mehrere japanische Medien, darunter Kyodo, Asahi Shimbun und NHK.

3 KOMMENTARE

  1. Ein neu gestarteter Reaktor. Verschärfte (!) Sicherheitsvorgaben. Und dann so was??? Man möchte gar nicht wissen welche Vorkommnisse sich dann im ehemaligen Ostblock abspielen…

  2. „Das Unternehmen stuft den Zwischenfall offenbar als unkritisch ein…“

    Nicht nur das Unternehmen. Auch der gesunde Menschenverstand.

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