Start Aktuelles Japan aktuell: Evakuierungszone um AKW Fukushima soll gesetzlich Sperrgebiet werden

Japan aktuell: Evakuierungszone um AKW Fukushima soll gesetzlich Sperrgebiet werden

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Nachdem am gestrigen Tag lediglich Regierungsmeldungen, man halte die Situation im schwer beschädigten japanischen Atomkraftwerk Fukushima Daiichi momentan für stabil, so lange mit der Kühlung fortgefahren werde und der Misserfolg einer weiteren Robotermission zu berichten waren, ist der heutige Tag bereits bis jetzt ereignisreicher verlaufen.

Wir halten Sie auf dem Laufenden – mit dem Spreadnews Japan Live-Ticker vom 20. April 2011.

00:00 Morgen finden Sie auf Spreadnews wieder Informationen zu den Geschehnissen und deren Hintergründen in Japan. Kommen Sie gut durch die Nacht.

21:00 Totenzahlen: Den offiziellen Angaben der japanischen Polizeibehörde zufolge, gibt es bislang 14.063 bestätigte Todesfälle die direkt mit den Naturkatastrophen zusammenhängen.

17:48 Sperrgebiet ab Donnerstag: Die Regierung erklärte, ab Donnerstag Mitternacht gelte die Evakuierungszone um das Atomkraftwerk Fukushima Daiichi als Sperrgebiet, das Betreten des Geländes ist dann gesetzlich verboten. Das meldet die Nachrichtenagentur Kyodo.

12:00 Arbeiten könnten durch Hindernisse verzögert werden: Meldungen über den vermutlichen Zustand der Anlage, die bisher ausgewerteten Messwerte und die nach wie vor geltenden Bedrohungen durch Nachbeben und Tsunami könnten den von der Regierung zuvor genannten Zeitplan stören

11:35 Fukushima-Arbeiter in schlechter Verfassung: Viele Arbeiter haben aufgrund der Hitze in der Anlage Kreislaufbeschwerden, gegen die nun ein klimatisiertes Fertiggebäude als Pausenraum dienen soll. Sie sind jedoch auch dem Risiko von Depressionen und dem möglichen Tod durch Überarbeitung (ein Phänomen das in Japan „Karoshi“ genannt wird), ausgesetzt. Das melden die Yomiuri Shimbun und die Nachrichtenagentur Kyodo.

11:30 IAEA leicht optimistisch: Die Internationale Atomenergiebehörde hält gegenwärtig einen höheren Austritt von Radioaktivität für unwahrscheinlich und bestätigt damit zumindest teilweise die Aussage der japanischen Regierung, die Situation sei stabil.

07:20
Zuvor war bereits am 02. April von Regierungsseite überlegt worden, Bewohner von Tsunami-Gebieten sollten durch staatlichen Aufkauf ihrer Privatgrundstücke zum Umzug in höher gelegene Gebiete veranlasst werden.

07:20 Fukushima als Sperrzone: Nachdem entsprechende Neuregelungen bereits am 10. April diskutiert worden waren, gibt es nun offenbar konkrete Überlegungen, die 20km Zone gesetzlich zum „Gefahrenbereich“ zu ernennen. Somit wäre den bis zu 80.000 Bewohnern aus zehn Städten und Ortschaften das Betreten des Gebiets gesetzlich verboten. Die Inkraftsetzung der Regelung ist noch unklar.

6:20 Radioaktives Wasser wird entsorgt: Seit TEPCO gestern damit begann, das aus dem Turbinenraum von Reaktor 2 gepumpte, hoch radioaktive Wasser in Auffangbehälter zu transportieren, bestehen bislang unbegründete  Sorgen über mögliche Zwischenfälle. Die Maßnahme werde vermutlich eine Monat lang dauern.

06:00 Wasserdampf behinderte Roboter: Nachdem die für gestern geplante Ausdehnung der Robotererkundung, wie sie zuvor erfolgreich in den Reaktoren 1 und 3 durchgeführt worden war, im Reaktor 2 abgebrochen werden musste, da heißer Wasserdampf die Sicht der mit Kameras ausgestatteten Roboter behinderte, soll heute evtl ein zweiter Versuch beginnen.

05:30 Klimaanlage für AKW: Bereits seit gestern überlegt TEPCO den Einsatz eines Luftkühlungssystems um die Reaktoren zu kühlen. Modelle ähnlicher Art werden zwar bereits in französischen Atomkraftwerken eingesetzt, für Japan ist es jedoch das erste System das in einem Reaktor genutzt wird. Definitive Entscheidungen sind noch nicht bekannt.

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