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Japan aktuell: Fremdkörper in Meerwasserpumpe am AKW Fukushima entdeckt

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Fukushima-Reaktor 5: Verschiedene Fremdkörper am 21. und 22. November in Meerwasserpumpe entdeckt (Foto: TEPCO)
Fukushima-Reaktor 5: Verschiedene Fremdkörper am 21. und 22. November in Meerwasserpumpe entdeckt (Foto: TEPCO)
Fukushima-Reaktor 5: Verschiedene Fremdkörper am 21. und 22. November in Meerwasserpumpe entdeckt (Foto: TEPCO)
Fukushima-Reaktor 5: Verschiedene Fremdkörper am 21. und 22. November in Meerwasserpumpe entdeckt (Foto: TEPCO)

Vom AKW Fukushima heute zu hören, dass Reparaturen nun Fortschritte zeigen, ist erfreulich.

Auch der Umstand, dass bisher bestehende Probleme an der Kühlung des Kernkraftwerks in Fukushima aktuell durch einfache Reinigungsarbeiten möglicherweise gelöst werden konnten, wird sicher nicht nur vom Betreiber TEPCO dankbar zur Kenntnis genommen.

An anderer Stelle sieht man sich dagegen im Zusammenhang mit Kernkraftwerken und Walfang erneut Konfrontationen gegenüber. Einzelheiten zu den Fukushima News und sonstigen Meldungen, jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 5. Dezember 2012.

Unsere heutigen Themen:

  • Objekte in Meerwasserpumpe am AKW Fukushima festgestellt
  • Fukushima-Betreiber präsentiert Fortschritte
  • NRA sucht Entscheidung zum AKW Tsuruga
  • Sea Shepherd mit aktueller Anti-Walfang-Aktion
  • Aktuelles und Altes zum Senkaku-Konflikt
    • Taiwan hatte Senkaku-Geheimoperation geplant
    • US-Senat bestätigt Senkaku-Verteidigung

Objekte in Meerwasserpumpe am AKW Fukushima festgestellt: Nachdem am 11. November eine Abnahme der Durchflussrate an der Meerwasserpumpe des Nachwärmetauschers von Reaktor 5 festgestellt worden war, hatte TEPCO die betroffene Pumpe außer Betrieb genommen, und seit 20. November einer Inspektion unterzogen.

Fukushima-Reaktor 5: Objekte aus Vinyl (o.) und Holz (u.) in der Meerwasserpumpe am 21. und 22 November 2012 (Foto: TEPCO)
Fukushima-Reaktor 5: Objekte aus Vinyl (o.) und Holz (u.) in der Meerwasserpumpe am 21. und 22 November 2012 (Foto: TEPCO)

Bei den Untersuchungen, die mit einer Unterwasserkamera durchgeführt worden waren, wurden zwischen den Flügeln des Lüfters, sowie auf dem Boden, in der Nähe der Pumpe, mehrere Holzteile und Stücke von Vinyl gefunden, die nun durch Vakuumreinigung entfernt wurden.

Eines der in der Schraube entdeckten Holzstücke, dessen Bild TEPCO veröffentlichte, wies eine Länge von etwa zehn Zentimetern auf.

Über eine mögliche Strahlungsbelastung der Objekte, die offenbar von der Pumpe angesaugt worden waren, machte die Betreiberfirma TEPCO in seinem Bericht keine Angaben.

Da weder im Außenbereich, noch im Inneren der Pumpe  weitere Besonderheiten oder Schäden entdeckt wurden und offenbar keine sonstige Ursache für die verminderte Leistung der Pumpe ausgemacht werden konnte, ist für Freitag ein Testlauf der Pumpe vorgesehen.

Fukushima-Betreiber präsentiert Fortschritte: TEPCO dokumentiert mit seinen neusten Meldungen vor allem den Fortschritt bei den Aufräumarbeiten auf der Anlage des Kernkraftwerks Fukushima Daiichi. So etwa bei den Aufräumarbeiten im Kontrollgebäude des Turbinengebäudes von Reaktor 3.

Kontrollgebäude an Fukushima-Reaktor 3: Aufnahmen vom 11. Juni (o.) und 4. Dezember (u.) 2012 (Foto: TEPCO)
Kontrollgebäude an Fukushima-Reaktor 3: Aufnahmen vom 11. Juni (o.) und 4. Dezember (u.) 2012 (Foto: TEPCO)

Am 4. August 2011 war dort das Eindringen von Grundwasser entdeckt und im Juli 2012 mit den Arbeiten zur Trockenlegung begonnen worden.

Nun konnte am gestrigen Dienstag von dort die Fertigstellung gemeldet werden. Bis zur Fertigstellung des Wasserstopps konnten täglich etwa 25 Kubikmeter des angesammelten Wassers in den Turbinengebäuden der Reaktoren 3 bis 4 entsorgt werden.

Im Rahmen der Arbeiten waren an der Öffnung auf der Seite des Kontrollgebäudes entsprechende Gummidichtungen angebracht und die Stahlplatte, die das Eindringen weiteren Wassers verhindern soll, mit wasserdichtem Material ausgekleidet.

Im Anschluss daran wurde die Abflussleitung geschlossen. Zusätzliche Bauteile wurden zur Verstärkung angebracht.

NRA sucht Entscheidung zum AKW Tsuruga: Shunichi Tanaka, Vorsitzender von Japans Atomaufsicht NRA machte auf einer Pressekonferenz am heutigen Mittwoch eine Bemerkung, möglicherweise werde auch bei Uneinigkeit der Experten ein Entschluss zum AKW Tsuruga gefällt.

Tanaka erklärte nach Angaben der NHK zudem, er hoffe, dass sich die Experten nicht durch die Richtlinien zu sehr beeinflussen liessen. In jedem Fall müsse die Sicherheit des AKW an erster Stelle stehen.

Kommende Woche soll auf einem Treffen in Tokyo über die Ergebnisse der zweitägigen Inspektion am Kraftwerk Tsuruga diskutiert werden. Sollte tatsächlich eine Bewegung der verdächtigen Verwerfung im Fall eines Erdbebens wahrscheinlich sein, könnte dies das Aus für die Anlage bedeuten.

Sea Shepherd mit aktueller Anti-Walfang-Aktion: Der durch eine so genannte „Red Notice“  gesuchte Gründer der militanten Umweltschutzorganisation Sea Shepherd, der am Sonntag Geburtstag hatte, nimmt offenbar an der jetzt ausgerufenen „Operation Zero Tolerance“ teil.

Sea Shepherd Schiff "Steve Irwin" (Foto: Melburnian cc-by)
Sea Shepherd: Erneut gegen Japans Walfang (Foto: Melburnian cc-by)

Ziel der diesjährigen Aktion ist es, den Fang auch nur eines einzigen Wals zu verhindern.

Dabei verlassen sich die Aktivisten nicht nur auf Mannstärke. sondern auch auf moderne Technik.

Neben den vier Hauptschiffen und den Schnellbooten sind auch ein Helikopter, sowie Drohnen im Einsatz.

Nach der Meldung über die Freilassung des deutschen Aktivisten Nils Greskewitz am 27. Oktober nach Zahlung einer Geldstrafe, ist dies nun die aktuellste Nachricht, die im Zusammenhang zu den japanischen Walfangplänen steht.

Der gesuchte 62 Jahre alte Watson erklärte, er werde weiterhin Wale schützen – und dies könne er nicht von einem japanischen Gefängnis aus.

Aktuelles und Altes zum Senkaku-Konflikt: In den jüngsten Berichten mischen sich Vergangenheit und Gegenwart der Streitigkeiten zwischen Japan und seinen Nachbarn. Die aktuellen Meldungen nun zusammengefasst:

Taiwan hatte Senkaku-Geheimoperation geplant: Wie jetzt erst bekannt worde, hatte Taiwan im Oktober 1990 eine geheime Spezialeinheit mit 45 Mitgliedern trainiert, die im Rahmen einer nicht minder geheimen Aktion über Uotsurijima abgesprungen wäre, um den dort befindlichen japanischen Leuchtturm zu sprengen und die taiwanesische Flagge zu hissen. Die Einheit kam jedoch nie zum Einsatz.

US-Senat bestätigt Senkaku-Verteidigung: Der einstimmig beschlossene „National Defense Authorization Act“ für das Jahr 2013, der den Rahmen für das jährliche US-Verteidigungsbudget darstellt, hat die Senkaku-Inseln als Teil der, unter ein Sicherheitsabkommen mit Japan fallenden Gebiete bestätigt.

Demnach würde ein Angriff auf die Senkaku auch einen Angriff auf das japanische Gebiet darstellen, zu dessen Verteidigung die USA, dem Abkommen folgend, verpflichtet wären.

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