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Japan aktuell: Fukushima-Arbeiter ohne funktionsfähige Atemschutzmaske tätig

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Fukushima-Arbeiter: Schutzmaske mit Aktivkohle-Filter (Foto: TEPCO)
Strahlungsbelastung bei Arbeiter nachgewiesen (Symbolfoto: TEPCO)
Fukushima-Arbeiter: Schutzmaske mit Aktivkohle-Filter (Foto: TEPCO)
Fukushima-Arbeiter ohne funktionierende Atemmaske entdeckt (Foto: TEPCO)

Wie die international Berichterstattung über den Smog in Chinas Hauptstadt Peking zeigt, ist die Atemluft ein kostbares Gut, dessen Wert dem Menschen vielfach nicht bewusst ist. Die Atmung kann jedoch auch eine Gefahr darstellen, wenn etwa gesundheitsschädliche Substanzen eingeatmet werden.

Wenn nun vom AKW Fukushima aktuell ein Angestellter gemeldet wird, der offenbar ohne ausreichenden Atemschutz arbeitete, dann zeigt dies, dass nicht zuletzt aufgrund menschlicher Fehler die Arbeit am Kernkraftwerk in Fukushima heute ebenso riskant bleibt, wie im bisherigen Verlauf der Krise

Welche Fukushima News es sonst noch gab und was sich sonst noch zu Beginn des Wochenendes ereignete, wie üblich jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 1. Februar 2013.

Unsere Themen zum Wochenende:

  • Fukushima-Arbeiter ohne funktionsfähige Atemschutzmaske
  • Fukushima-Reinigungsrobotereinsatz ab Ende Juli
  • Erdbeben in Präfektur Ibaraki
  • Senkaku-Wahlversprechen werden Thema
    • Abe fordert SDF als Armee
    • Stationierung Beamter auf Senkaku als Option

Fukushima-Arbeiter ohne funktionsfähige Atemschutzmaske: Am heutigen Freitag wurde gegen 11:30 Uhr festgestellt, dass ein Arbeiter, der mit Bauarbeiten im Bereich der früheren Aussichtsplattform der Anlage beschäftigt war, die Aufgaben ohne Filter in seiner Atemmaske durchgeführt hatte, da er vergessen habe, diese in der Atemschutzmaske zu befestigen

Fukushima-Arbeiter: Schutzmaske mit Staubfilter (Foto: TEPCO)
Atemmaske mit Staubfilter für Fukushima-Arbeiter (Foto: TEPCO)

Eine Kontaminationskontrolle seines Gesichtes, der Nasenhöhle und innerhalb der Atemmaske ergab keine radioaktive Belastung. Dennoch wurde er zusätzlich einer Kontrolle durch einen Ganzkörperscanner unterzogen, da davon auszugehen sei, dass er bereits den ganzen Tag über ohne vollständigem Atemschutz gearbeitet habe.

Auch die zusätzliche Kontrolle ergab keine Hinweise auf inkorporiertes Material, dass der Arbeite hätte aufnehmen können. Auch eine äußere Belastung des Angestellten konnte nicht festgestellt werden.

Eine Messung der radioaktiven Dichte der Luft im Arbeitsbereich ergab weniger als  6×10-6 Bequerel pro Kubikzentimeter, was sogar unter dem Richtwert für das Tragen von Atemmasken, der 2×10-4 Becquerel pro Kubikzentimeter beträgt.

Fukushima-Reinigungsrobotereinsatz ab Ende Juli: Kraftwerksbetreiber TEPCO und die Regierung haben sich darauf verständigt, ab Ende Juli vermehrt Roboter an der Anlage einzusetzen. Ziel sei es, laut einer Meldung der Kyodo, dass die ferngesteuerten Roboter durch den Einsatz von Hochdruckwassereinigern, das Innere der Reaktoren 1 bis 3 reinigen sollen.

Auf diese Weise soll die Strahlungsbelastung in den Gebäuden reduziert werden, so dass die Reaktorgebäude leichter zugänglich für Arbeiter werden, die dann Inspektionen vornehmen können, die für die dauerhafte Stilllegung der Anlage erforderlich sind.

So sind etwa Einzelheiten über die Zustände innerhalb der Reaktorbehälter weiterhin unbekannt. Entsprechende Informationen werden jedoch benötigt, wenn die teils geschmolzenen radioaktiven Brennelemente tatsächlich geborgen werden sollen. Für den Gesamtvorgang der Stilllegung sind 40 Jahre anberaumt.

Erdbeben in Präfektur Ibaraki: Donnerstagnacht ereignete sich gegen 23:53 Uhr ein Erdbeben, das in Hitachi (Präf. Ibaraki), nordöstlich von Tokyo eine Stärke von 4,7 erreichte. Das Epizentrum befand sich nach Angaben der japanischen Wetterbehörde in einer Tiefe von zehn Kilometern. Berichte über Verletzte, bauliche Schäden oder Störungen an AKW wurden nicht gemeldet.

Senkaku-Wahlversprechen werden Thema: Die liberaldemokratische Partei (LDP) und ihr Kandidat Shinzo Abe hatten eine Reihe konservativer und teilweise äußerst umstrittener Angelegenheiten zu ihren Wahlkampfthemen gemacht. Nun nimmt Abe erstmals auf diese Bezug. Die aktuellen Meldungen zusammengefasst:

Japanische Nationalflagge (Originalfoto: Toshihiro Oimatsu cc-by)
Japanische Nationalflagge (Originalfoto: Toshihiro Oimatsu cc-by)

Abe fordert SDF als Armee: Japans Premier Shinzo Abe erklärte heute, die Diskrepanz, dass die Selbstverteidigungsstreitkräfte (SDF) offiziell nicht als Armee bezeichnet werden dürfen, jedoch international als solche behandelt werden, müsse durch die Schaffung einer Armee zur nationalen Verteidigung gelöst werden.

Dies macht jedoch eine Verfassungsänderung erforderlich, da Japan gemäß der, durch die USA diktierte Nachkriegsverfassung, keine Armee unterhalten darf.

Stationierung Beamter auf Senkaku als Option: Japans Premier erklärte zudem, die dauerhafte Stationierung von Verwaltungsvertretern auf der Inselgruppe stelle für seine Regierung eine Option zur stabilen Verwaltung der japanischen Inseln und der umgebenden Gewässer dar.

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