Start Aktuelles Japan aktuell: Fukushima-Arbeiter verloren bislang 20 Dosimeter

Japan aktuell: Fukushima-Arbeiter verloren bislang 20 Dosimeter

1176
0
TEILEN
fukushima-arbeitsroutine: Kontrolle der Zugangs-ID und der Dosimeter vor Verlassen des J-Village (Video: TEPCO)
fukushima-arbeitsroutine: Kontrolle der Zugangs-ID und der Dosimeter vor Verlassen des J-Village (Video: TEPCO)
Fukushima-Arbeitsroutine: Kontrolle der Zugangs-ID und der Dosimeter vor Verlassen des  J-Village (Video: TEPCO)
Fukushima-Arbeitsroutine: Kontrolle der Zugangs-ID und der Dosimeter vor Verlassen des J-Village (Video: TEPCO)

Wenn der Betreiber des AKW Fukushima heute Videomaterial veröffentlicht, auf dem die Kontrolle der Arbeiter auf das Mitführen von Dosimetern gezeigt wird, so ist dies sicher ein Versuch zu demonstrieren, dass man die jüngsten Entdeckungen ernst nimmt und Gegenmaßnahmen ergreift.

Andere Meldungen sind jedoch weniger positiv – das betrifft jedoch nicht nur das AKW Fukushima.

So gibt es auch am AKW Hamaoka Anzeichen dafür, dass die Naturkatastrophen vom 11. März ihren Tribut an der Anlage forderten und nicht zuletzt werden neue Erdbebenkontrolle am AKW Kashiwazaki-Kariwa durchgeführt. Einzelheiten jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 24. August 2012.Unsere Themen zum Wochenende:

  • Fukushima-Arbeiter verloren 20 Dosimeter
  • Arbeitsunfall am AKW Fukushima
  • Hohe Rostkonzentration in Kühlwasser am AKW Hamaoka
  • Tests auf aktive Verwerfungen unter AKW Kashiwazaki-Kariwa
  • Japanische Polizei ermittelt im Fall der getöteten Journalistin
  • Japans Athleten vor den Paralympics

Fukushima-Arbeiter verloren 20 Dosimeter: Der Energiekonzern TEPCO, Betreiber des AKW Fukushima teilte am gestrigen Donnerstag mit, dass seit Juni vergangenen Jahres, auf dem Gelände beschäftigte Arbeiter insgesamt 20 Dosimeter verloren hätten. Acht weitere wären nicht an den Sicherheitsanzügen der Arbeiter befestigt gewesen.

Dosimeter (Foto: TEPCO)
Arbeiter verloren 20 Dosimeter am AKW Fukushima (Foto: TEPCO)

Nach bekannt werden der Informationen erklärte TEPCO, man habe die Befolgung der durch das Gesundheitsministerium erlassenen Gesetze, die zum Tragen des Dosimeters verpflichten, offenbar für zu selbstverständlich gehalten und nicht ausreichend kontrolliert. Bislang wurden lediglich drei der Geräte wieder gefunden.

Auffallend ist, dass es sich nach Angaben der Betreiberfirma bei allen 20 betroffenen Arbeitern, um Angestellte von Partnerunternehmen und Subunternehmen gehandelt habe. Der höchste am Tag des Verlusts gemessene Wert eines Geräts lag bei 0,72 Millisievert, so die Schätzung anhand von Daten der Arbeiter, die ein Gerät mit sich geführt hatten.

Während die Nachrichtenagentur jiji diese zusammenfassenden Informationen liefert, berichtet die Asahi Shimbun mehr Details.

Nach den Enthüllungen zur Dosimeter-Manipulation durch Abschirmung mit Blei, hatte TEPCO die Untersuchungen zum Verbleib und Gebrauch von Dosimetern eingeleitet. Die Nachforschungen reichen bis zum Juni letzten Jahres zurück.

Im Fall der acht Arbeiter die gänzlich ohne Dosimeter gearbeitet hatten, waren zwei Angestellte von TEPCO, die übrigen sechs Arbeiter gehörten zu Subunternehmen.

Als Hintergründe erklärte der Kraftwerksbetreiber, sechs Angestellte hätten vergessen ein Dosimeter mitzunehmen, ein Arbeiter entschied aus freien Stücken, er benötige keins und der Letzte hatte aufgrund von organisatorischen Mängeln bei der Ausgabe kein Dosimeter erhalten.

Die 20 verloren gegangenen Dosimeter wären entweder beim Umkleiden der Angestellten, oder während der Arbeiten auf dem Gelände abhanden gekommen. Einige Einzelheiten der Umstände bleiben jedoch weiterhin unklar.

TEPCO räumte Kommunikationsmängel ein. Zwar wären solche Zwischenfälle unmittelbar nach dem Geschehen bekannt geworden, jedoch hätte die Führung des Unternehmens in Tokyo es verabsäumt, die Atomsicherheitsbehörde NISA und das Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Soziales zu informieren.

Beide Instanzen hatten am gestrigen Donnerstag erstmals Kenntnis von der Sache erhalten. Das Gesundheitsministerium will nun die Vorgänge untersuchen. Bei einer derart großen Zahl von Fällen sei die verspätere Reaktion von TEPCO kritisch zu beurteilen.

TEPCO-Video zeigt Sicherheitsmaßnahmen für  Arbeiter: In dem heutigen von TEPCO veröffentlichten Video ist ein Teil des täglichen Arbeitsablaufs der am Kernkraftwerk Fukushima beschäftigten Angestellten zu sehen.

Fukushima-Arbeitsroutine: Mitnahme von Atemmaske und Dosimeter (Video: TEPCO)
Fukushima-Arbeitsroutine: Mitnahme von Atemmaske und Dosimeter (Video: TEPCO)

Natürlich sind  in dem Video auch die Dosimeter-Kontrollen zu sehen. Bei den Aufnahmen wurde die Identität der Arbeiter dort großflächig anonymisiert, was zu einem teilweise unscharfen Film führt.

Zunächst wird gezeigt, wie die Angestellten nacheinander in der Reihe anstehend,  ihr notwendiges Arbeitsmaterial – Schutzmaske und Dosimeter – selbstständig aus bereitstehenden Plastikkörben entnehmen.

Fukushima-Arbeitsroutine: Kontrolle der Dosimeter (Video: TEPCO)
Fukushima-Arbeitsroutine: Kontrolle der Dosimeter (Video: TEPCO)

Dann sieht man, wie die Arbeiter nach dem Verlassen der Gebäude des J-Village auf das Vorhandensein von Dosimeter, ID-Karte zur Identifikation und der Zutrittskarte überprüft werden.

Es folgt später eine weitere Kontrolle durch Sicherheitskräfte auf Zugangserlaubnis und Dosimeter, bevor dann die Kontaminationsüberprüfung der Angestellten im erdbebensicheren Kontrollzentrum auf dem Gelände des AKW Fukushima gezeigt wird.

Fukushima-Arbeitsroutine: Anlegen der Tyvek Schutzanzüge (Video: TEPCO)
Fukushima-Arbeitsroutine: Anlegen der Tyvek Schutzanzüge (Video: TEPCO)

Nach dem Überziehen der blauen Tyvek-Schutzanzüge kehren die Arbeiter ins J-Village zurück, wo nach dem Ablegen der Ausrüstung eine weitere Kontrolle auf mögliche Kontamination erfolgt. Hierzu finden Ganzkörperzähler Verwendung.

 

Fukushima-Arbeitsroutine: Dosimeterrückgabe (Video: TEPCO)
Fukushima-Arbeitsroutine: Dosimeterrückgabe (Video: TEPCO)

Dann kommt es zur Zurückgabe des geliehenen Dosimeters durch die Arbeiter und der anschließenden Aushändigung einer Bestätigung für den Empfang.

An dieser Stelle endet das erste Video.

Das zweite Video ist nur wenige Sekunden lang und zeigt im Wesentlichen nur ein Plakat zur Verwendung der neuen, transparenten Dosimeter-Brusttasche.

Arbeitsunfall am AKW Fukushima: Am gestrigen Donnerstag gegen 8:40 Uhr knickte der Angestellte eines Partnerunternehmens, der mit der Annahme von Trümmern beschäftigt war, mit dem linken Fuß um und wurde in das medizinische Notfallzentrum für die Reaktoren 5 und 6 gebracht.

Nachdem der dortige Arzt einen Knochenbruch vermutete, wurde er in einem Fahrzeug des Unternehmmens in das medizinische Zentrum im J-Village transportiert. Da die erste Diagnose dort bestätigt wurde, folgte die Verbringung in das Krankenhaus von Iwaki. Im Fukushima-Unfallklinikum wurde eine Luxationsfraktur am linken Knöchel festgestellt.

Somit fällt der Angestellte für die nächsten zwei Monate aus. Eine anschließende Untersuchung zeigte, dass der Arbeiter keinem radioaktivem Material ausgesetzt gewesen war.

Hohe Rostkonzentration in Kühlwasser am AKW Hamaoka: Wie die Betreiberfirma Chubu Electric bekannt gab, wurde im Kühlwasser von Reaktor 5 am AKW Hamaoka eine hohe Konzentration von Rost festgestellt. Als Ursache gilt der Einbruch von fünf metrischen Tonnen Meerwasser, der sich kurz nach dem Herunterfahren des Reaktors im Mai 2011 ereignet hatte. Die Einschätzung wurde der NISA mitgeteilt.

Atomkraftwerk Hamaoka (Foto: Yasunobu Hiraoka cc-by-nd)
Das AKW Hamaoka (Foto: Yasunobu Hiraoka cc-by-nd)

Ein Vergleich von Wasserproben an zehn Brennelementen, hatte vor dem Zwischenfall eine Rost-Konzentration von 62 Teilen pro Milliarde (parts per billion – ppb) ergeben. Aktuellere Proben weisen einen Rostanteil von bis zu 8.900 ppb auf, der damit etwa 14.000 mal höher ist, als  der zuvor gemessene Wert.

Das Unternehmen Chubu Electric, das am 22. August mit der Bergung der Brennelemente begann und bis Ende des Monats alle 872 Brennstäbe aus dem Reaktorkern entfernt haben will, meldete die Entdeckung der Atomaufsichtsbehörde NISA und teilte ihr die Einschätzung mit, der Rost sei mit dem Meerwasser von außen hereingelangt.

Unterdessen gab nach Angaben der Mainich Shimbun die NISA bekannt, man werde untersuchen, ob der Rost nicht doch aus dem Reaktor stamme und eine Beeinträchtigung des sicheren Betriebs zu erwarten sei.  Bereits zuvor war eine Stilllegung des AKW Hamaoka aufgrund von Korrosion überlegt worden (Spreadnews berichtete am 25. Juli 2012).

Tests auf aktive Verwerfungen unter AKW Kashiwazaki-Kariwa: Die Erdschichten unter dem Kernkraftwerk Kashiwazaki-Kariwa (Präf. Niigata) soll untersucht werden, um zu klären, ob die beiden Verwerfungen, die alpha und beta genannt werden und unter dem Reaktor 1 des AKW verlaufen, möglicherweise tatsächlich als aktiv eingestuft werden müssen.

Das AKW Kashiwazaki-kariwa im April 2011 (Original: Daisuke Yamagishi cc-by)
Tests auf aktive Verwerfungen am Kashiwazaki-Kariwa (Original: Daisuke Yamagishi cc-by)

Die Betreiberfirma TEPCO hatte ursprünglich die Verwerfungen als inaktiv klassifiziert und die Kontrollbehörden hatten nach der Durchführung eigenner Tests diese Einschätzung akzeptiert. Da in Folge des Tohoku-Erdbebens jedoch alle Atomkraftwerke in Japan neu überprüft werden, hatten Experten zu einer genaueren Untersuchung gedrängt.

Für die Kontrollen plant TEPCO eine Aushebung der Verwerfungen, um dann ihr Alter dann neben anderen Faktoren, auch durch die Analyse versteinerter Pollenablagerungen zu bestimmen.

Mit einer Veräffentlichung der Ergebnisse wird im Februar 2013 gerechnet. Diese soll dann auch jene geologischen Experten überzeugen, die noch der Ansicht sind, die bisherige Alterseinschätzung von TEPCO habe keine deutliche Grundlage.

Die jetzt geltenden Regelungen, denen zufolge eine Verwerfung als aktiv klassifiziert werden muss, wenn in den vergangenen 120.000 bis 130.000 Jahre eine Bewegung stattgefunden hat, entsprechen einer 2006 durchgesetzten Verschärfung der bis dahin geltenden Regelung. Zuvor war lediglich ein Nachweis für 50.000 Jahre erforderlich.

Japanische Polizei ermittelt im Fall der getöteten Journalistin: Die Keishi-chō genannte Polizeibehörde der Präfektur Tokyo  (MPD) wird den Fall der  in Syrien getöteten Kriegsberichterstatterin Mika Yamamoto als Mordfall behandeln. Das melden übereinstimmend Mainichi Shimbun und jiji.

Eine entsprechende juristische Regelung erlaubt die Ermittlungen im Fall von im Ausland gegen Japaner verübte Kapitalverbrechen, wie Mord oder Entführung. Das MPD will eine Autopsie durchführen, nachdem die erste, von türkischer Seite durchgeführte Untersuchung mehr Fragen als Antworten gegeben hatte.

Auch will man die Videoaufnahmen der Journalistin auswerten, um den genauen Tatort festzustellen.

Grundlage der Ermittlungen wird das Polizeirevier Ogikubo sein, die für den Wohnort der Getöteten zuständig ist. Auch eine Befragung ihres Kollegen Kazutaka Sato ist Teil der polizeilichen Untersuchungen. Zusätzlich wird man um Aushändigung seiner Kamera unter weiteren relevanten Materials bitten.

Die Tokyoter Behörden werden über die Interpol die syrischen Strafverfolgungsbehörden um Unterstützung bei den Untersuchungen zum Tod von Yamamoto bitten.

Japans Athleten vor den Paralympics: In jüngster Zeit ist das Thema der paralympischen Athleten in den japanischen Medien zu finden und zeigen vor allem die Zusammenarbeit zwischen Trainer und Sportler, die sehr persönlich geprägt sein kann. So hatten die Katastrophen vom März 2011 für die Judoka Shizuka Hangai (24) eine ganz eigene Bedeutung.

Die olympischen Ringe in London
Japans paralympische Athleten warten auf London (Foto: Daniel Proll)

Zunächst musste ihre Familie aus Iwaki (Präf. Fukushima) nach Niigata evakuiert werden, bevor die junge Frau, die in Kürze ihren Universitätsabschluss machen würde, dann auch noch die Absage eines Unternehmens, das ihr eine Stelle garantiert hatte, erhielt. Da Hangai neben dem Beruf auch für die Paralympics trainieren wollte, schien alles zerschlagen.

Doch dann bot ihr Naoya Ogawa, der eine Silbermedaille bei den Spielen 1992 in Barcelona gewonnen hatte, eine Stelle in seiner Judo-Organisation an und begann zudem Hangai zu trainieren, da Ballsport aufgrund einer seit Geburt bestehenden Sehbehinderung für sie nie möglich gewesen war, hatte sie früh mit dem Judotraining begonnen.

Schließlich gewann sie alle notwendigen Wettkämpfe, um sich für die Spiele zu qualifizieren.

Eine weitere Geschichte des Teamgeists stellt die zwischen dem 35 Jahre alten blinden Läufer Shinya Wada und seinem Führungsläufer Takashi Nakata dar.

Wada hatte bereits 2011 bei den paralympischen Weltmeisterschaften über 10.000 Meter einen Asien-Rekord aufgestellt und will es bei den Paralympics 2012 nun auf den Strecken über 1.500 und 5.000 Metern, sowie dem Marathonlauf noch einmal wissen.

Nakata unterstützt ihn beim Lauf, indem er Wada bei der Bewältigung von Kurven und bei Anstiegen hilft und ihm Hinweise gibt, wann der beste Zeitpunkt für strategische Manöver, wie etwa einen Sprint gekommen ist.

Der 32 Jahre alte Nakata nahm an Nationalen Meisterschaften und anderen Läufen teil, bevor er im Jahr 2006 auf die Anzeige eines Sportlers aufmerksam wurde, und als Führungsläufer tätig wurde. Er selbst bereitet sich auf die Wettkämpfe vor und lief bereits im vergangenen Jahr die Marathonstrecke in London, um Streckenabschnitte mit Kurven oder Kopfsteinpflaster festzustellen.

Da Wada jedoch in Kyoto lebt und Nakata in Tokyo, können beide nicht so oft trainieren wie gewünscht. Deshalb fanden sich bislang immer wieder 200 Freiwillige ein, die ihn Wada als Führungsläufer unterstützen. Für all diese Menschen möchte er nun in London eine Medaille erlaufen, erklärte der Sportler.

Ein Hinweis für alle Sportfreunde: Für unsere japanischen Leser berichten drei  Journalisten auf der Webseite MA Sports (masports.jp/) über die aktuellen Geschehnisse. Unsere deutschsprachigen Leser finden eine aktuelle Berichterstattung auf behindertensport-news.de

Diplomatisches Tauziehen zwischen Japan und Korea dauert an: Neue Geschehnisse, doch keine neuen Ergebnisse. Das ist das Fazit der jüngsten Medienberichte von Kyodo, NHK und jiji zum Territorialkonflikt um die Takeshima-Inseln. Beschwichtigung und Provokation wechseln sich weiterhin ab, wie auch die neusten Meldungen zeigen.

Japan und Korea im Dispit um Takeshima-Inseln (Grafik: spreadnews.de)
Diplomatische Streitigkeiten um Takeshima dauern an (Grafik: spreadnews.de)

Japan wird Schreiben entgegennehmen: Auch wenn Japan die Rückgabe eines Schreibens durch Koreas Botschafter verweigert hatte, so will man sich offenbar nicht gegen eine Rücksendung per Post sperren. Das Dokument habe seine Aufgabe erfüllt und Koreas Reaktion zeige, dass man dort im Bezug auf Besitzansprüche unsicher sei, erklärte Außenminister Gemba.

Der Diplomatie sei es nicht förderlich, derartige Sachverhalte postalisch zu regeln. Chefkabinettssekretär Osamu Fujimura nannte die Rückgabe des Schreibens an Japan, als äußerst beklagenswert und unhöflich. Japans Premier Noda hatte in dem Schreiben die Klärung der Takeshima-Frage vor dem Internationalen Gerichtshof gefordert.

Korea will Teil des Takeshima-Denkmals abreissen: Nach dem überraschenden Besuch von Südkoreas Präsident Lee Myung Bak auf Takeshima am 10. August, war dort durch die koreanische Provinz Gyeongsang ein Denkmal auf einem kreisförmigen Podest errichtet worden. Dieses Podest muss nun abgerissen werden, da die Regierung in Seoul hierfür keine Genehmigung gegeben hatte.

Sprachliche Spitzfindigkeit Grund für Rückgabe des Schreibens: Ein Beamter der koreanischen Regierung, der anonym bleiben will, sprach gestern mit Journalisten. Dabei erklärte er, die Entschuldigungsforderung an den Tenno habe keine bösartige Absicht erfolgt. Auch sollten Japan und Korea ruhig miteinander reden.

Man habe sich im Übrigen dazu entschlossen, das Schreiben zurückzusenden, da Koreas Präsident die Dokdo-Inselkette besucht habe, jedoch nie den im Dokument genannten Ort Takeshima betreten habe. Bei dieser provokativen Äußerung handelt es sich somit lediglich um die Ablehnung des japanischen Namens für die Inselkette.