Start Aktuelles Japan aktuell: Fukushima-Betreiber meldet hochgradig verstrahltes Grundwasser nahe Hafenanlage

Japan aktuell: Fukushima-Betreiber meldet hochgradig verstrahltes Grundwasser nahe Hafenanlage

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AKW Fukushima: Nahe einer Entnahmestelle nördlich der Reaktoren 1 bis 4 am 1. Juli 2013 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Nahe einer Entnahmestelle nördlich der Reaktoren 1 bis 4 am 1. Juli 2013 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Nahe einer Entnahmestelle nördlich der Reaktoren 1 bis 4 am 1. Juli 2013 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Nahe einer Entnahmestelle nördlich der Reaktoren 1 bis 4 am 1. Juli 2013 (Foto: TEPCO)

Mit dem Fund von hochgradig kontaminiertem Grundwasser nahe des Hafens, der vom Betreiber des AKW Fukushima aktuell eingeräumt werden musste, ist ein neuer Höhepunkt der Problematik erreicht.

Die Fahrt eines radioaktiv kontaminierten Fahrzeugs außerhalb der Kraftwerksanlage, über die wir als Teil der Fukushima News heute ebenfalls berichten, wirkt dagegen fast trivial.

Weitere Meldungen, etwa zur Strahlungsbelastung am AKW Fukushima heute wie gewohnt im Spreadnews Japan-Ticker vom 1. Juli 2013.

Unsere Themen zu Wochenbeginn:

  • TEPCO meldet hohe Strahlenbelastung im Fukushima-Hafen
  • Verstrahlter Betonmischer illegal von Fukushima-Gelände gefahren
  • Aktuelle Strahlungsdaten von Fukushima-Arbeitern
  • USA und Japan wollen Fukushima-Brennelemente auswerten

TEPCO meldet hohe Strahlenbelastung im Fukushima-Hafen: Der Betreiber des AKW Fukushima räumte am Samstag ein, dass in Grundwasserproben aus einem Messpunkt in der Nähe des Hafens der Kraftwerksanlage, eine hohe Konzentration von radioaktiven Substanzen, wie etwa Strontium entdeckt wurde die Beta-Strahlung aussenden.

Derartiges radioaktives Material sei in einer Konzentration von 3.000 Becquerel pro Liter nachgewiesen worden – gerade einmal sechs Meter vom Hafen des AKW entfernt, meldet die jiji.

Der Fund überschreitet den rechtlichen Grenzwert von 30 Becquerel pro Liter somit um das Hundertfache. Die Befürchtung, dass radioaktives Material durch das Grundwasser nun auch ins Meer gelangt sein könnte, erhält damit neue Nahrung.

Zuletzt war im Meerwasser des Hafens ein zeitweise Anstieg von Tritium gemeldet worden.

Verstrahlter Betonmischer illegal von Fukushima-Gelände gefahren: Eine Betonmischmaschine, die am Samstag ohne vorherige Dekontamination des Gelände des AKW Fukushima Daiichi verließ, wies eine radioaktive Belastung über dem zulässigen Transportgrenzwert auf.

AKW Fukushima: Testbetrieb der Fahrzeugdekontamination am 24. April 2012 (Foto: TEPCO)
AKW Fukushima: Testbetrieb der Fahrzeugdekontamination am 24. April 2012 (Foto: TEPCO)

Obwohl bei einer Strahlungskontrolle des Fahrzeugs auf dem Gelände eine Belastung von 22.000 Counts per minute (cpm) oberhalb der hinteren Stoßstange festgestellt worden war, missachtete der Arbeiter die Aufforderung zur Dekontamination und verließ mit dem kontaminiertem Fahrzeug das Gelände gegen 13:25 Uhr.

Der zulässige Höchstwert beträgt 13.00 cpm

Nachdem der Betonmischer in einem Betrieb der Ortschaft Naraha (Präf. Fukushima) mit frischem Zement beladen worden war, kehrte das Fahrzeug etwa eine Stunde und zehn Minuten später auf das Gelände des Kernkraftwerks zurück. Über den Zwischenfall berichtete die jiji.

Aktuelle Strahlungsdaten von Fukushima-Arbeitern: Am Ende vergangenen Monats übermittelte der Elektrizitätskonzern TEPCO die Daten zur Strahlungsbelastung der Arbeiter mit dem Stand vom Ende Mai 2013 an das Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Soziales (MHLW).

Demnach wurden im Mai 382 neue Arbeitskräfte beschäftigt. Die maximale externe Belastung der normalen Kraftwerksarbeiter betrug 15,35 Millisievert. Es wurde keinen signifikanten Werte an inkorporierter Strahlung festgestellt.

Bei den Arbeitern, die aufgrund ihrer speziellen Arbeitsbereiche besonders hoher Strahlungsdosis ausgesetzt waren, betrug die durchschnittliche Belastung 0,51 Millisievert. Der externe Maximalwert im Mai 2013 insgesamt 7,5 Millisievert.

USA und Japan wollen Fukushima-Brennelemente auswerten: Japan und die USA haben ein gemeinsames Forschungsprojekt an Technologien gestartet, mit denen die Menge an Plutonium und Uran in den geschmolzenen Brennstäben im AKW Fukushima bestimmt werden soll.

Diese Maßnahme ist aufgrund einer Verpflichtung gegenüber der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) erforderlich, die vorsieht, dass der Gehalt an radioaktivem Material gemeldet wird, um den unbemerkten Bau von Atomwaffen auszuschließen.

Vertreter der US-Energiebehörde (DOE)  und der Japanischen Atomenergiebehörde (JAEA) erklärten am Samstag, Japan plane in Übereinstimmung mit den Regelungen zur Stilllegung der Reaktoren des AKW Fukushima Daiichi etwa Anfang der 2020er mit der Überwachung der Substanzen in den Reaktoren beginnen zu können, berichtet die Kyodo.

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