Start Aktuelles Japan aktuell: Fukushima-Betreiber TEPCO bittet bei Entschädigungszahlung um Staatshilfe

Japan aktuell: Fukushima-Betreiber TEPCO bittet bei Entschädigungszahlung um Staatshilfe

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50 Yen Münze (Foto: pd)
Rückkehrwille trotz finanzieller Nachteile gering (Symbolfoto: pd)
50 Yen Münze
TEPCO benötigt Geld vom Staat

Während der Energiekonzern TEPCO bei der Entschädigung der durch die Folgen des Störfalls im AKW Fukushima Daiichi betroffenen Haushalte und Betriebe nun auf staatliche Unterstützung hofft, und Japan trotz stärkerer Förderung regenerativer Energien weiterhin Kernkraft nutzen will, haben die Folgen des Tohoku-Erdbeben 2011 vor allem zahlreiche Einzelschicksale geprägt.

Über die aktuelle Situation in Japan informiert Sie der Spreadnews Japan-Ticker vom 10. Mai 2011.

00:00 Morgen finden Sie an dieser Stelle wieder den Spreadnews Japan-Ticker mit Informationen zur Lage vor Ort. Kommen Sie gut durch die Nacht.

Zeitweise Rückkehr nach Kawauchi: Wie die Mainichi Shimbun berichtet, kehrten wie zuvor angekündigt, am heutigen Dienstag Einwohner der Ortschaft Kawauchi kurzzeitig in ihre Häuser zurück um Dinge von persönlichem Wert mitzunehmen. Damit handelt es sich um die ersten Privatpersonen aus den neun betroffenen Gemeinden, die das gesetzlich festgelegte Sperrgebiet betreten.

TEPCO bittet bei Entschädigungszahlungen um Staatshilfe: TEPCO-Präsident Masataka Shimizu bat beim Industrie- und Handelsminister Banri Kaieda um Geld für die Zahlung der Entschädigung und forderte indirekt, die Regierung solle die Hauptlast tragen und durch Steuergelder stemmen. Kaieda seinerseits verlangte vom Konzern, die staatliche Unterstützung so gering wie möglich zu halten und riet von einer Strompreiserhöhung ab.

AKW Onagawa soll wieder ans Netz gehen: Nach Meldungen japanischer Medien zeigte der Bürgermeister von Ishinomaki (Präf. Miyagi) eine prinzipielle Bereitschaft, das AKW Onagawa nach Prüfung der Sicherheit durch die Tohoku Electrics wieder in Betrieb zu nehmen. Nach dem Erdbeben waren die aktiven Reaktoren heruntergefahren worden, es war dennoch zu einem kleinen Brand und dem Austritt von radioaktivem Wasser innerhalb des Gebäudes gekommen.

Tagelöhner unbeabsichtigt Fukushima-Arbeiter:
Wie bereits am Montag in verschiedenen japanischen Medien bekannt wurde, hatte sich ein Tagelöhner aus Osaka auf eine Anzeige gemeldet, in der ein einmonatiger Vertrag als LKW-Fahrer in Onagawa (Präf. Miyagi) geboten wurde  – um sich dann völlig überraschend als Arbeiter auf dem Gebiet des Kernkraftwerks Fukushima Daiichi wiederzufinden. Wie es zu der Umdisponierung kam, ist bislang ein Rätsel.

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