Start Aktuelles Japan aktuell: Fukushima-Strahlung auf 700 Milisievert gestiegen

Japan aktuell: Fukushima-Strahlung auf 700 Milisievert gestiegen

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Nordwesten des ersten Stocks im AKW Fukushima
Arbeit durch steigende Radioaktivität immer gefährlicher. Foto: Tepco
Nordwesten des ersten Stocks im AKW Fukushima
Arbeit durch steigende Radioaktivität immer gefährlicher. Foto: Tepco

Nachdem die Meldungen der letzten Tage vor allem über Störfälle und Schwierigkeiten in anderen japanischen Nuklearanlagen berichtet hatten, beginnt die Woche mit einer alarmierenden Meldung aus dem stark zerstörten Atomkraftwerk Fukushima Daiichi im Nordosten von Japans Hauptinsel Honshu. Dort soll die Strahlung teilweise über 700 Milisievert liegen.

 

Unterdessen sinkt die Zahl freiwilliger Helfer, die bereit sind im AKW Fukushima zu arbeiten, aufgrund von Angst vor gesundheitlichen Problemen weiter, wie Subunternehmen der Asahi Shimbun zufolge melden. Der Mythos der Fukushima 50, als tragischer Held zu enden, spricht anders als oft postuliert, nicht jeden Japaner an.

Über diese und andere Geschehnisse rund um die Situation der Kernkraftwerke, sowie die Lage nach den verheerenden Naturkatastrophen vom März diesen Jahres berichtet der Spreadnews Japan-Ticker vom 09. Mai 2011.

15:00 Geheimes atomares Endlager in der Mongolei geplant: Wie die Mainichi Shimbun unter Berufung auf einen namentlich ungenannten Unterhändler meldet, soll in Verhandlungen zwischen den USA, Japan und der Mongolei die Einrichtung eines unterirdischen, japanisch-amerikanischen Endlagers geplant worden sein. Um Proteste der Bevölkerung, der VR China und Russland zu vermeiden, habe man das Vorhaben geheim halten wollen.

12:01 AKW Tsuruga meldet geringen Gasaustritt: Das Kernkraftwerk Tsuruga (Präfektur Fukui) meldet den Austritt einer geringen Menge von radioaktivem Gas, dies habe jedoch keine Folgen für die Umgebung. Das berichtet die Nachrichtenagentur Kyodo. Vergangene Woche hatten Veränderungen im Kühlwasser auf Schäden an Brennstäben hingedeutet. Die Ursache des Gasaustritts ist noch unklar.

10:41 Keine weiteren Abschaltungen: Nach Meldung der Yomiuri Shimbun erklärte Japans Premier Naoto Kan jedoch auch, sofern keine unmittelbaren ernsten Sicherheitsbedenken bestünden, werde man keine weiteren Kraftwerke abschalten.

10:40 Erste Hamaoka-Abschaltungen innerhalb von Tagen: Nach verschiedenen, sich widersprechenden Meldungen über die Bereitschaft der Chubu Electrics, der Aufforderung von Japans Premierminister Naoto Kan nach der Abschaltung des Kernkraftwerks Hamaoka folge zu leisten, sollen nun bereits innerhalb der nächsten Tage die Reaktoren 4 und 5 heruntergefahren werden. Das meldet die Nachrichtenagentur Kyodo.

Zeitweise Rückkehr: Japanischen Medienberichten zufolge, soll es Einwohnern der Ortschaft Kawauchimura, die innerhalb der 20km Sperrzone liegt am Dienstag möglich sein, für kurze Zeit ihre Häuser aufzusuchen um wichtige Gegenstände mitnehmen zu können. Durch eine seit Anfang Mai geltende Regelung dürfen ältere und kranke Menschen auch einen Stellvertreter schicken.

09:35 Anstieg trotz erfolgreichem Starts der Belüftung: Der Zwischenfall ereignet sich somit vier Tage nachdem es Arbeitern am Donnerstag gelungen war, das Belüftungssystem mit dem die radioaktive Belastung im Reaktorgebäude 1 gesenkt werden soll, zu starten.

09:34 Radioaktivität in Fukushima steigt über 700 Milisievert: Nach Angaben mehrerer japanischen Nachrichtenagenturen ist die radioaktive Strahlung In Reaktor 1 stellenweise auf 700 Milisievert gestiegen.  Im ersten Stock habe man 600-700 Milisievert, im Innenbereich des südlichen Eingangs 280 Milisievert gemessen.

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