Start Aktuelles Japan aktuell: Fußballsieg für Japan und Regenschutz gegen Taifun für AKW Fukushima

Japan aktuell: Fußballsieg für Japan und Regenschutz gegen Taifun für AKW Fukushima

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Bau am Regenschutz für Fukushima-Turbinengebäude am Reaktor 3 Foto: TEPCO
Bau am Regenschutz für Turbinengebäude am Fukushima Reaktor 3. Foto: TEPCO
Bau am Regenschutz für Fukushima-Turbinengebäude am Reaktor 3 Foto: TEPCO
Bau am Regenschutz für Turbinengebäude am Fukushima Reaktor 3. Foto: TEPCO

Für die Fußballfans ging in Japan am gestrigen Tag nicht nur die Sonne auf, auch unsägliche Witze vom Format eines „Er ist aus Japan? Guck mal wie er strahlt!“ fanden zu einer positiven Bedeutung, als die japanische Frauen-Nationalmannschaft den Titel als Weltmeister der Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen 2011 holte und allgemeiner Jubel ausbrach.

So wurde dann auch mal nicht Fukushima aktuell ins Rampenlicht gestellt – stattdessen fand sich sogar trotz der vielbeschworenen Stromknappheit das Wahrzeichen von Japans Hauptstadt, der Tokyo Tower in blaues Licht – der Farbe der japanischen Trikots – gehüllt wieder. Doch auch wenn es noch vieles vom Spiel zu schreiben gäbe, etwa über Homare Sawa die als herausragende Fußballerin gilt und den Sieg perfekt machte,  gibt es nicht nur positives zu berichten.

Mit der Besorgnis einer drohenden Überflutung innerhalb der Atomruine des AKW Fukushima sind jetzt auch erneut Sorgen aus dem Land der WM-Siegerinnen zu hören.

Weitere Fukushima News und sonstige Nachrichten zur Lage in Japan nun im Spreadnews Japan-Ticker vom 18. Juli 2011.

Taifun Ma-On auf dem Weg nach Japan: Der Taifun Ma-On bewegt sich auf die japanischen Hauptinseln zu und die Metereologen warnen sowohl vor schweren Niederschlägen und starkem Wind, als auch für den Westen und Südwesten Japans vor hohen Wellenbewegungen. Durch die heftigen Regenfälle muss auch mit Überschwemmungen und Erdrutschen gerechnet  werden. Bereits heute soll auch Zentraljapan von Regen heimgesucht werden. Es handelt sich um den sechsten heftigen Taifun dieser Saison.

Fukushima mit Regenschutz gegen Überschwemmungssorgen: An der Atomruine des AKW Fukushima Daiichi versucht man sich auf die Regenfälle einzustellen. Sollte zuviel Regenwasser in die Gebäuderuinen gelangen, könnte dadurch der Wasserpegel ansteigen und die Bemühungen eine Umweltkatastrophe durch Überlaufen der radioaktiven Abwässer zu verhindern, wären vergebens.

Um einen Regenschutz bieten zu können, hat der Betreiber TEPCO nun ein provisorisches Dach zusammengebaut, das mit Hilfe von Kränen montiert wird, wie er in einer Pressemitteilung erklärte.. Auch das Mega-Tanfloß („Megafloat“) wird zunächst nicht weiter befüllt, sondern die Schläuche die sonst zur Befüllung dienen entfernt, um keine Gefahr durch starken Wellengang einzugehen, so eine Meldung der NHK.

Verletzung bei Arbeiter in Fukushima: Wie der Betreiber des Kernkraftwerks Fukushima Daiichi in einer Presseerklärung bekannt gab, ist am Montag der Arbeiter eines Partnerunternehmens aus einer Höhe von drei Metern gestürzt, als er dabei war ein Glasfaserkabel an einem Verteilermasten zu verbinden. Aufgrund seiner Verletzungen wurde er mit einem Hubschrauber in das „Iwaki Kyuritsu Hospital“ gebracht.

Neue Fälle von belastetem Rindfleisch durch Futtermittel: Immer neue Meldungen über die Werte und die Verbreitung des Rindfleischs, dass durch stark mit Cäsium belastetes Futtermittel hohe Werte an Radioaktivität aufweist, verbreiten sich. Nun sollen mehrere Betriebe in Koriyama (2 Betriebe mit 15 bzw. 6 Kühen), Kitakata (2 Betriebe mit 23 bzw. 38 Kühen) und Soma (1 Betrieb mit 2 Kühen) durch die Fütterung mit Reisstroh belastet sein. Damit handelt es sich um insgesmt 84 neue Fälle.

In fünf von insgesamt 42 aus Asakawamachi verkauften Rinder wurde Cäsium in Höhe von 2100 Becquerel pro Kilogramm Fleisch festgestellt und der zulässige Höchstwert von 500 Bq/kg überschritten. Auch in weiteren Rindern wurden Mengen über dem Höchstwert festgestellt.  Das Fleisch der 42 Tiere war an insgesamt 31 Präfekturen verkauft worden, in 26 von ihnen  kam es an die Verbraucher. Das melden Yomiuri Shimbun und die Nachrichtenagentur Jiji.

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