Start Aktuelles Japan aktuell: Gefahr für AKW durch Tsunami auch in Fukushima unterschätzt

Japan aktuell: Gefahr für AKW durch Tsunami auch in Fukushima unterschätzt

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Tsunamiwelle spült Autos fort 11-03-2011 Foto: Tepco
Tsunami spült Autos fort (Aufnahme vom 11. März 2011. Foto: TEPCO)
Tsunamiwelle spült Autos fort 11-03-2011 Foto: Tepco
Tsunami in Japan: AKW-Betreiber waren unvorsichtig. Foto: Tepco

Nach wie vor ist die Sorge um Auswirkungen des nahenden Taifun an den Reaktoren und in den durch den Tsunami betroffenen Gebieten groß, viele haben noch die Bilder der Flutwelle vor Augen – da kommt in einem ersten Bericht die internationalen  Atomaufsicht IAEA zu dem Schluss, mehrere Kraftwerksbetreiber hätten das Risiko von Naturkatastrophen nicht ausreichend berücksichtigt.

Weitere Informationen im Spreadnews Japan-Ticker vom 01. Juni 2011

00:00 Am morgigen Donnerstag ist auf Spreadnews wieder Aktuelles zur Situation in den Krisengebieten und zu den nuklearen Problemen in Japan zu lesen. Kommen Sie gut durch die Nacht.

Regenfälle sorgen für Erdrutschalarm: Wurden zunächst nur Warnungen ausgesprochen, so gilt nun für einige Regionen Japans nun Erdrutsch-Alarm. Besonders dort wo Küstengebiete durch das Erdbeben dauerhaft um einige Zentimeter absanken, besteht erhöhte Gefahr gegenüber Hochwasser und Erdrutsche.

Küstenprüfungen auf Radioaktivität: Die Führung der Präfektur Ibaraki hat beschlossen, von Juni an insgesamt 17 Strände auf mögliche radioaktive Belastung zu überprüfen. Das meldet die Mainichi Shimbun. Dem war eine identische Entscheidung der Präfekturalführung von Fukushima vorausgegangen.

Zustand von Fukushima Daini: TEPCO gab gegenüber der Presse bekannt, die Reaktoren 1 bis 4 des AKW Fukushima Daini (Fukushima 2) befänden sich nun alle im Zustand des Cold Shutdown (Kaltabschaltung), man arbeite weiterhin an einer Stabilisierung der Lage.

Dosimeter für Lehrer: Gegen Ende der vergangenen Woche wurden in der Präfektur Fukushima an insgesamt 500 Erzieher und Lehrer von insgesamt 1169 Kindergärten und Schulen Dosimeter ausgegeben und im Umgang mit den Geräten geschult, um Messungen in Bereich von Schulen und Kindergärten durchführen zu können. Das meldet die Yomiuri Shimbun.

Wasserkühlung in Reaktor 3 zurückgefahren: Die Menge an Wasser die in Reaktor 3 gepumpt wird, wurde von 12,5 auf 11,5 m3/Stunde reduziert, das gab TEPCO, der Betreiber des Kraftwerks Fukushima Daiichi bekannt. Vermutlich wird damit den Wasseranstiegen in mehreren Reaktoren durch die Regenfällen Rechnung getragen.

Entsalzung vor Taifun sichern: Zu den Sorgen um den Taifun gehört nicht nur die Sicherung des abpumpens von radioaktiv belastetem Wasser an den Nuklearanlagen, sondern auch die Sicherstellung der Entsalzung des Kühlwassers für die Reaktoren des Atomkraftwerks Fukushima Daiichi.

Naturkatastrophen wurden unterschätzt: Einem ersten Berichtsentwurf der Kontrollgruppe der internationalen Atomenergieaufsichtsbehörde zufolge, kommt die IAEA nach Akteneinsicht und Besichtigungen vor Ort zu dem Schluss, Betreiber japanischer AKW würden an mehreren Standorten die Bedrohung durch Tsunami unterschätzen, auch eine bessere Koordination und die Schaffung einer unabhängigen Kontrollinstanz werden gefordert.

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