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Japan aktuell: Gegenstand in Fukushima-Reaktor 6 entdeckt

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Fukushima-Reaktor 6: Ringmutter in Abklingbecken am 23. Mai 2013 (Foto: TEPCO)
Fukushima-Reaktor 6: Ringmutter in Abklingbecken am 23. Mai 2013 (Foto: TEPCO)
Fukushima-Reaktor 6: Ringmutter in Abklingbecken am 23. Mai 2013 (Foto: TEPCO)
Fukushima-Reaktor 6: Ringmutter in Abklingbecken am 23. Mai 2013 (Foto: TEPCO)

Während aus dem AKW Fukushima heute der Fund eines Fremdkörpers in einem Abklingbecken gemeldet wurde und die IAEA die Katastrophe von Fukushima aktuell zu einem Lehrstück für die Planung künftiger Katastropheneinsätze macht, könnte ein neues Gesetz zur Erdbebensicherheit bei den Eigentümern von alten Gebäuden für Schwierigkeiten sorgen.

Das sich Schwierigkeiten meistern lassen, zeigt abseits der Fukushima News und der Naturkatastrophen, der Rekord eines Bergsteigers.

Einzelheiten zu diesen Meldungen jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 23. Mai 2013.

Unsere heutigen Themen:

  • Fremdkörper in Fukushima-Reaktor 6 entdeckt
  • IAEA eröffnet kommende Woche Fukushima-Zentrum
  • Erdbebenprüfung von alten Gebäuden wird verpflichtend
  • Japaner ist ältester Everest-Bergsteiger der Welt

Fremdkörper in Fukushima-Reaktor 6 entdeckt: Zum Zeitpunkt der Katastrophe waren die Reaktoren 5 und 6 des AKW Fukushima Daiichi bereits heruntergefahren. Eine Untersuchung im Abklingbecken von Reaktor 6 machte jetzt jedoch mindestens ein Fremdkörper auf dem Lagergestell der Brennelemente aus.

Am heutigen Donnerstag wurde gegen 15:00 Uhr die Kameraufnahmen aus dem Abklingbecken untersucht und dabei im östlichen Bereich ein Gegenstand festgestellt. Einschätzungen von TEPCO zufolge handelt es sich offenbar um eine Ringmutter. Weitere Informationen gab der Betreiber bislang nicht bekannt.

IAEA eröffnet kommende Woche Fukushima-Zentrum: Bereits am kommenden Montag will die Internationale Atomenergiebehörde IAEA in der Stadt Fukushima ein Ausbildungs- und Übungszentrum für Katastrophenhilfe eröffnen.

Stadt Fukushima (Foto: pd)
Fukushima Stadt bald IAEA-Standort (Foto: pd)

Das Zentrum beruht auf der im Dezember vergangenen Jahres verabschiedeten Erklärung zur Zusammenarbeit zwischen Präfekturleitung und IAEA.

Bereits am darauffolgenden Tag soll eine viertägige Arbeitstagung von 40 Experten, verbunden mit Schulungen und praktischen Ausbildungen beginnen. Die im Zentrum angebotenen Ausbildungen und Übungen sollen nach Angaben der jiji eine bessere Bereitschaft gegen Katastrophen wie jene am AKW Fukushima bieten.

Erdbebenprüfung von alten Gebäuden wird verpflichtend: Im japanische Parlament beschloss das Oberhaus gestern einstimmig eine Gesetzesänderung, die Eigentümer von alten Gebäuden einer gewissen Höhe dazu verpflichtet, sie auf ihre Erdbebensicherheit prüfen zu lassen. Der Entwurf war zuvor bereits durch das Unterhaus gebilligt worden.

Nach der neuen Regelung müssen nun große Gebäude wie Einkaufszentren und Hotels, ebenso wie Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und Schulen, nachträglich Erdbeben-Checks durchführen, wenn die Bauwerke vor dem Inkrafttreten der gegenwärtigen Sicherheitsstandards im Jahr 1981 errichtet worden waren.

Die Kontrollen müssen bis Ende 2015 durchgeführt worden sein, andernfalls droht eine Geldstrafe von einer Million Yen. Die Gemeinden in denen sich die fraglichen Gebäude befinden, werden von den Eigentümern der Gebäude über die Ergebnisse informiert und diese öffentlich bekannt geben, berichtet die jiji.

Japaner ist ältester Everest-Bergsteiger der Welt: Er hat es geschafft. Yuichiro Miura ist der älteste Mensch der jemals den Mount Everst bezwungen hat. Der 1932 in Aomori geborene Sohn eines begeisterten Skifahrers, der bis zu seinem Tod im Alter von 101 Jahren noch auf den Brettern stand, erreichte heute um 9:00 Uhr Ortszeit den Gipfel des 8.848 Meter hohen Berges.

Blick auf den Mount Everest (Foto: pd)
Blick auf den Mount Everest (Foto: pd)

Doch wie Miura selber sagt, ist der Rekord nicht das Wichtigste für ihn. Für ihn sei von Bedeutung, die körperlichen Einschränkungen seines Alters überwunden zu haben, erklärte der 80 Jahre alte Bergsteiger, der bis 1985 bereits alle „Seven Summits“ – die sieben höchsten Berge der Kontinente – bestiegen hatte.

Unmittelbar nach seinem erfolgreichen Aufstieg erklärte er, es sei das beste Gefühl der Welt.

Allerdings sei er auch extrem müde, berichtete er über das Satellitentelefon.

Miura, dem die Ärzte noch nach einem Beckenbruch im Jahr 2009 die Knochendichte eines 20-jährigen bescheinigt hatten, schlägt den Rekord eines 76 Jahre alten Nepalesen aus dem Jahr 2008. Über die Leistung des japanischen Extrembergsteigers berichteten Kyodo, jiji, NHK und Asahi Shimbun.

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