Start Aktuelles Japan aktuell: Radioaktives Wasser läuft durch Leck ins Meer vor Fukushima

Japan aktuell: Radioaktives Wasser läuft durch Leck ins Meer vor Fukushima

1547
4
TEILEN

Die Meldungen über dramatische Situationen im havarierten Atomkraftwerk Fukushima Daiichi (Fukushima 1) in Japan reißen nicht ab. Nach dem Erdbeben und Tsunami wurde eine Kernschmelze aus mindestens einem der Reaktoren gemeldet – jetzt läuft durch einen Riss radioaktiv stark belastetes Wasser in den Pazifik.

Spreadnews informiert Sie in einem Liveticker über die Lage in Japan.

00:00 Bei Spreadnews können Sie sich morgen wieder über die neusten Entwicklungen nach den Naturkatastrophen und dem Zwischenfall im Atomkraftwerk Fukushima (Japan) informieren. Kommen Sie gut durch die Nacht.

17:06 Mögliche Aufgabe ganzer Landstriche: Eine Option die in der japanischen Regierung erwogen wird, ist die dauerhafte Umsiedlung von Tsunami-Opfern in höher gelegene Gebiete. Hierzu würde der Staat die entsprechenden Privatgrundstücke in den Gebieten aufkaufen. Kritiker sprechen von einer Zwangsenteignung.

16:40 Japanische Fischer protestieren: Aufgrund der jüngsten zunehmenden Verseuchung des Pazifiks mit radioaktivem Wasser aus dem AKW Fukushima werfen Fischer der Betreiberfirma TEPCO vor, sie würden ihrer Lebensgrundlage beraubt.

14:00 Hochhäuser in japanischen Nationalfarben: Als Zeichen der Solidarität und um den Betroffenen Mut zu machen, werden am Montag die Spitzen von Wolkenkratzern auf der ganzen Welt in rot und weiß beleuchtet werden. Die Initiative geht dabei vom Empire State Building aus und umfasst Hochhäuser in den USA, Malaysia und Südkorea, sowie in Macao, Neuseeland und Kanada.

14:10 Sicherheits-Kopperation zwischen Japan und Deutschland: Beide Staaten wollen kooperieren und gemeinsam an Plänen für eine Verbesserung der Sicherheit von Atomanlagen arbeiten.

13:16 Grenzwerte im Meer um das Doppelte überschritten: Informationen die das japanische Wissenschaftsministerium veröffentlichte zufolge, überschreitet die Belastung mit radioaktivem Jod 40km von Fukushima entfernt, in der Nähe der Stadt Iwaki, den Grenzwert um das Doppelte.

12:51 Schlechte Wetterprognosen : Bereits am Sonntag könnte der Wind von Nordosten kommen und somit radioaktive Partikel auf Japans Hauptstadt wehen. Zudem ist vermutlich mit Nachtfrost zu rechnen, was den Aufenthalt in Notunterkünften nicht angenehmer macht.

12:30 TEPCO setzt auf hohe Bezahlung: Das Unternehmen versucht nun, auch so genannte Springer – Mitarbeiter externer Firmen – die für ihre Arbeit einen Sonderlohn von 3500 Euro pro Schicht bekommen, einzusetzen.  Ob man dabei auf Expertenwissen setzt oder lediglich mehr Arbeiter vor Ort braucht, ist unklar.

09:54 Ein 20-Zentimeter-Riss klafft in Wand: TEPCO erklärte, die genaue Ursache des Lecks sei ein Riss in der Wand einer 2 Meter tiefen Grube für elektrische Kabel unter Reaktor 2. Es werden Strahlungswerte von 1000 Milisievert gemessen.

08:40 Stark radioaktives Wasser läuft ins Meer: Nach Angaben von Hidehiko Nishiyama, Sprecher der japanischen Atomsicherheitsbehörde ist stark radioaktives Wasser ausgetreten und ins Meer gelangt. Die Betreiberfirma Tepco nennt als Ursache ein Leck im Betonboden von Reaktor 2.

07.40 Radioaktives Wasser wird weiter abgepumpt: Das stark verstrahlte Wasser, dass sich unter dem Turbinengebäude von Reaktor 1 gesammelt hat soll dann in einen Tank geleitet werden.

03:50 Kan sichert Hilfe zu: Die Regierung werde alles was möglich ist tun, um Überlebende und Hilfskräfte zu unterstützen. Gegenüber Feuerwehrmännern im verwüsteten Fischeroer Rikuzentakata sagte er: „Es ist ein etwas langer Kampf, aber die Regierung wird ihnen bis zum Ende beistehen und ihr Bestes tun, bleiben auch Sie bitte zäh

03:30 Premierminister Naoto Kan besucht Katastrophengebiet: Zunächst wird Japans Regierungschef mit Rettungskräften sprechen die am AKW Fukushima arbeiten um dann die zerstörte Ortschaft Rikuzentakata zu besuchen und dort mit Überlebenden in einer Notunterkunft sprechen.

4 KOMMENTARE

  1. Japantragödie
    betrifft alle Menschen. Umdenken sollte eine menschliche und keine politische Frage sein.
    Es ist uns allen klar, dass wir nicht von einem Tag zum anderen ändern können, was schon längst hätte geändert werden müssen.
    Wir werden die Brücke zu anderen Energiequellen akzeptieren müssen, aber nur, um schnellstens neue Energiequellen zu fördern und zu benutzen.
    Es werden verschiedene Möglichkeiten versucht und kurzzeitig auch für gut gehalten werden, aber unser Ziel muss die Solarenergie sein, die einzige die keine Schäden verursachen wird. Der Weg ist offen und wenn alle Wissenschaftler und Solarfricks zusammen arbeiten, dann werden wir das Ziel sehr schnell erreichen. Fukushima zwingt uns einen Plan zu verwirklichen, der das Überleben der zukünftigen Menschen auf diesem Planeten sichert.

    • Es wird von Tag zu Tag schlimmer. Jetzt auch noch ein Leck, aus dem die verstahlte Brühe ins Meer läuft. Somit sind alle Fische gefährdet. Es kommt so alles in unsere Nahrungskette. Was ist überhaupt noch unbelastet? Alles was aus Japan kommt, kann belastet sein und über kurz oder lang wird es auch bei uns ankommen. Man kann nur noch Angst haben, wie es weitergeht. Die Menschheit bringt sich selbst um und das wird nicht mehr lange gut gehen….

  2. Ja, das ganze sieht schlimm aus und wieder sind wir an einem Punkt wo wir (Japan) keine Kontrolle ueber die Sache mehr haben.
    Ich und viele andere koennen sich noch an die ‘Tchernobyl’ Katastrophe erinnern und denken an die Folgen bis heute und sozusagen auf unabsehbare Zeit. Damals haetten die Verantwortlichen aus diesem Beispiel die Notbremse ziehen muessen. Auch wie schon so oft besprochen zu den Alternativen Quellen zuwenden muessen! Weiterhin,- wie kann ein Staat ob Japan oder ein anderer Nuklear Reaktoren in einem Gebiet errichten, das von Erdbeben und Flutwellen heimgesucht wird und das schon seit vielen Jahren mit diesen Problemen zu kaempfen hat?? Das ist doch bei allem Respekt Mo.. an der Bevoelkerung. Liegt es an der Profitgier, falschen informationen oder villeicht auch an unserer Bequemlichkeit? Ein aktuelles Beispiel fuer die nicht Beachtung alternativer Energien finden wir auch in Thailand. Hier waere eigentlich das Paradies fuer Solar Stromerzeuger, Wasser,- und Windkraftwerke. Es wird aber beabsichtigt in absehbarer Zeit 5 Atom Reaktoren im Land zu verteilen. Da ich mir Aufgrund der Katastrophe in Japan Sorgen mache und auch nur 4500 KM entfernt davon lebe, wollte ich mir einen Strahlen messer, bzw. Geiger Zaehler zulegen. Als ich dann erfuhr dass Einfuhrverbot fuer diese Geraete besteht war ich sprachlos.

    Dass es auch anders als mit Atomstom geht wissen wir, aber wer will denn schon gerne Einschaenkungen oder hoehere Energiekosten fuer die ersten Jahre der Umstellung in Kauf nehmen? Was nutzt uns die kurzfristige Gier wenn wir schon in einer Generation komplette Landstriche oder Kontinente fuer Jahrtausende zur Todes zone erklaeren?? Dann doch besser mit anderen Energiequellen leben die uns nicht irgendwann aber sicher zugrunde richten oder unseren einzigen Planeten Erde in Kuerze und auf Dauer unbewohnbar machen!

    Wenn ich Kinder haette… wie sollte ich denen dann erklaeren was sie erwartet und warum? Die Hoffung stirbt zuletzt.

  3. Das Japan solch einer Katastrophe für unbestimmter Zeit ausgesetzt sein wird ist bedauerlich,das tragische ist die Zerstörung der Umwelt und der Lebensgrundlage in all seinen Bereichen für die dortlebenden Menschen,dies nur aus Profitgier und Schlamperei einzelner Personen.
    Es ist auch sonderbar wie sich die japanische Regierung verhält und alles zu verharmlosen versucht,dass zeigt doch eine gewisse Machtlosigkeit gegenüber TEPCO.
    Auch in Deutschland verhalten sich Großkonzerne als wenn die Welt
    ihnen gehörte,z.B. RWE,die nur auf Profit aus sind um ihre Aktionäre bei laune zuhalten.
    Schlüssel Unternehmen gehören nach meiner Meinung in Staatshand und sollten von der Börse ausgeschlossen werden.
    Eine 100% Sicherheit kann und wird kein Unternehmen garantieren können,da ihr Kapital nur Spekulativ ist und kein Geld eine Naturkatastrophe von heute auf morgen bereinigt!
    Beispiele aus vergangener Zeit gibt es genügend.
    Jeder ob arm oder reich sollte sich die Frage stellen,was kann oder muss ich tun damit meine Kinder auch eine Zukunft haben.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here