Start Aktuelles Japan aktuell: Hohe Strahlung verhindert Dekontamination von radioaktivem Wasser in Fukushima

Japan aktuell: Hohe Strahlung verhindert Dekontamination von radioaktivem Wasser in Fukushima

1190
0
TEILEN
Tepco: Behälter für schwach radioaktives Wasser. Foto: TEPCO
Behälter für leicht- bis mittelschwer verstrahltes Wasser. Foto: TEPCO
Tepco: Behälter für schwach radioaktives Wasser. Foto: TEPCO
Behälter für leicht- bis mittelschwer verstrahltes Wasser. Foto: TEPCO

Beim letzten Test der Dekontaminationsanlage für radioaktiv verseuchtes Wasser im AKW Fukushima Daiichi war ein Leck aufgetreten, dass jedoch repariert werden konnte, so dass die Anlage bereits am Freitag Abend offiziell gestartet werden konnte – und bereits kurz darauf wieder abgeschaltet werden musste.

Doch neben Fukushima News gibt es auch neue Informationen zur radioaktiven Belastung von Grüntee, sowie weitere Informationen im Spreadnews Japan-Ticker vom 18. Juni 2011

Radioaktiver Grüntee in Frankreich: Einer Meldung der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo zufolge, wurde auf dem Pariser Flughafen Charles de Gaulle Grüner Tee aus der Präfektur Shizuoka beschlagnahmt, der mit einer Belastung von radioaktivem Cäsium in Höhe von 1038 Becquerel/Kilogramm den EU-Höchstwert von 500 Bq/kg deutlich überschreitet. Dies ist der erste Fund radioaktiv belasteter Lebensmittel außerhalb Japans seit Beginn der Krise am AKW Fukushima.

Keine Hot Spots in Tokyo: Obwohl eine Verbreitung radioaktiver Partikel durch die Luft stattgefunden hat, wurden seit dem Beginn der Messungen in Japans Hauptstadt Tokyo zwar Punkte mit leicht erhöhter Radioaktivität gegenüber der Umgebung festgestellt, diese Stellen jedoch nach aktueller Regelung keine Hot Spots dar, da die Jahresbelastung bei maximal 1,4 Milisievert  und damit weit unterhalb der 20 Milisievert Marke liegt. Das meldet die Mainichi Shimbun.

Dekontamination in Fukushima wird abgebrochen: Bereits fünf Stunden nach dem Start der Dekontaminationsanlage musste der Vorgang überraschend abgebrochen werden. Offenbar war die Radioaktivität des Wassers höher als zunächst eingeschätzt, so dass die Einheit zur Absorption von radioaktivem Cäsium bereits jetzt das Limit erreichte, bei dem eine Auswechselung des Filters für Cäsium  erforderlich ist.

Der Stopp der Wasserwiederaufbereitungsanlage aufgrund dieses technischen Fehlers bedeutet für die Planer einen Rückschlag in Fukushima, der, solange keine Lösung gefunden wird, den gesamten Zeitplan, nicht nur der Wasser-Reinigung, deutlich verschieben könnte.

TEPCO startet Dekontaminationssystem: Nachdem bei der gestrigen Generalprobe der Anlage zur Wasserdekontamination ein Leck aufgetreten war, gelang es dem Betreiber des AKW, die Anlage, mit der radioaktiv belastetes Wasser aus den Reaktoren zu Kühlwasser für das externe Kühlsystem recycled werden soll, am Freitagabend zu starten. Dies meldeten japanische Medien, darunter auch die Asahi Shimbun und die Nachrichtenagentur Jiji

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here