Start Aktuelles Japan aktuell: Kurzfristige Rückkehr um Fukushima und lange Suchaktionen in Katastrophengebieten

Japan aktuell: Kurzfristige Rückkehr um Fukushima und lange Suchaktionen in Katastrophengebieten

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Die neusten Entwicklungen im durch Naturkatastrophen und atomare Störfälle schwer geschüttelten Japan und aktuelle Informationen zur Situation in den japanischen Kernkraftanlagen – jetzt im Spreadnews Japan Live-Ticker vom 10. April 2011

00:00 Für den heutigen Sonntag endet der Live-Ticker – doch morgen sind wir wieder für Sie da – mit den aktuellen Informationen und Hintergründen aus Japan. Kommen Sie gut durch die Nacht.

19:37 Shiitake durch Strahlung nicht essbar: Die Pilze aus dem Bereich der Ortschaft Iidate (Präfektur Fukushima) überschreiten die Höchstwerte um das sechsfache, es wird vom Verzehr abgeraten. Shiitake aus anderen Teilen der Präfektur weisen jedoch keine erhöhten Werte auf.

19:35 Milch aus Ibaraki sicher: Offizielle Stellen bestätigten, dass die Milch aus der Präfektur Ibaraki wieder in Umlauf gebracht werden darf. Zuvor war dies wegen erhöhter Radioaktivität untersagt worden.

19:25 Regelung zur Zwangsräumung: Nach Angaben der Mainichi Shimbun erwägt die Regierung größere Befugnisse bei Räumungsbefehlen einzuführen. Vermutlich will man so eine Zwangsräumung der 100 in unmittelbarer 20km Nähe zum AKW verbliebenen Personen von ihren Privatgrundstücken durchsetzen. Bislang setzten entsprechende Aufforderungen auf Kooperation.

19:22 Anti-Atom Demonstrationen: Die Angaben zu der Zahl der Demonstranten schwanken bei NHK, Nihon Terebi und der Nachrichtenagentur AP. Die Rede ist von etwa 5000 Menschen. Nihon terebi meldet darüber hinaus auch eine Demonstration aus Sapporo, auf Japans nördlichster Hauptinsel Hokkaido.

19:22 Keine Lieferungen in Evakuierungszone:
Die NHK meldet schwierige Zustände bei den 200.00 Bewohnern die im Umkreis von 20-30km um das AKW Fukushima Daiichi leben. Besonders ältere Menschen, die ihre Häuser nicht verlassen wollten, litten nun an den fehlenden Waren. Zwei seien wegen Dehydration in ein Krankenhaus gebracht worden.

19:08 Kritik an Zuständigkeiten: Die Tageszeitung Yomiuri Shimbun kritisiert, dass die Regierung immer noch nicht die Zuständigkeiten geklärt habe. Selbst innerhalb der einzelnen Behörden sei man diesbezüglich unsicher

19:04 Besuch bei Schule und Militär: Bei seinem heutigen Besuch im Ort Ishinomaki besuchte der Premierminister auch eine zum Auffanglager umfunktionierte Schule und das Hauptquartier der Selbstverteidigungsstreitkräfte von Nord-Honshu in Sendai.

19:00 Vermisste gelten schneller als tot: Die bisherige Regelung sieht bei einem Vermisstenfall eine Frist von sieben, im Falle einer Naturkatastrophe von einem Jahr vor. Nun wurde die Todesfrist für Naturkatastrophenopfer auf drei Monate gesenkt. Dadurch sollen Hinterbliebene schneller an Versicherungssummen kommen

18:58 Vollwaisen in Krisengebieten: Das japanische Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Soziales gab an, in den Präfekturen Iwate, Miyagi und Fukushima habe man bislang 85 Vollwaisen registriert.

18:58 Frühjahrs-Hochwasser gefürchtet: Da die Küstengebiete durch das Erdbeben und den Tsunami absanken, bereitet das jährliche gezeitenbedingte Hochwasser größeren Anlass zur Sorge als sonst.

18:44 Leichenfunde: Bei der gemeinsamen Suche von 22.00 Kräften der japanischen SDF und 110 US-Soldaten, wurden bislang 86 Körper gefunden.

18:44 Totenzahlen: Nach Angaben der NHK gibt es offiziell 13013 Todesopfer, über 14.000 werden noch vermisst.

18:42 Arsen im Grundwasser: In der Nähe von Kesenuma tritt nach dem Erdbeben aus einer alten Mine Arsen aus und kontaminiert das Grundwasser, geringe Spuren wurden auch in einer heißen Quelle entdeckt. Den Bewohner von Kesennuma, wo es noch nicht wieder  Leitungswasser gibt, wird von Verwendung des Wassers abgeraten.

18:42 Sorge um Asbest-Trümmer: japanische NGO sind besorgt über die Schäden an alten Gebäuden. Da dort möglicherweise Asbest und andere bedenkliche Stoffe verbaut wurden, bestehe eine potentielle Gesundheitsgefahr durch die Trümmer. Das berichtet die NHK.

18:40 Kirschblüten-Barbecue: Aus Fukushima stammende Hilfskräfte für Landarbeit, die von präfekturen angeworben worden waren, in denen benötigte Kräfte durch den Tsunami fehlen bekamen anlässlich der Kirschblüte ein Grillfest um sie ein wenig aufzuheitern.

15:00 Einleitung radioaktiven Wassers beendet: Die Maßnahme die dazu dienen sollte, mehr platz in den Auffangbecken für stärker verstrahltes Wasser zu schaffen ist abgeschlossen, Techniker überprüfen die Becken nun auf ihre Sicherheit. Derweil wird weiter Stickstoff zur Explosionsprävention in einen Reaktor geleitet.

11:45 Fukushima-Arbeiter im Krankenhaus: Ein am AKW Fukushima Daiichi tätiger Arbeiter ist mit unklaren Beschwerden in ein Krankenhaus gebracht worden. Ähnlich wie ein Kollege vor einigen Wochen, sei er plötzlich nicht mehr in der Lage gewesen zu gehen. Es handelt sich um einen 30 Jahre alten Mitarbeiter eines Subunternehmens.

09:01 Premierminister besucht Ishinomaki: Bei einem Besuch in dem stark zerstörten Ort Ishinomaki (Präfektur Miyagi) sicherte der japanische Premierminister Naoto Kan den betroffenen Fischern seine Unterstützung zu. Besonders einige Häfen sollen für schnellen Aufbau gefördert werden.

6:00 Zeitweise Rückkehr zur Rettung persönlicher Gegenstände: Ungeachtet des Risikos durch den hohen Grad an Radioaktivität sind ehemalige Einwohner der Ortschaften in unmittelbarer Nähe des stark zerstörten Atomkraftwerks Fukushima Daiichi kurzzeitig in ihre Häuser zurückgekehrt um wichtige persönliche Gegenstände, Dokumente und mögliche Wertgegenstände von dort zu bergen

03:33 Entsorgungsanlage für radioaktives Wasser: Der japanische Industrieminister Banri Kaeda erklärte gegenüber den Medien, das stark radioaktiv belastete Wasser müsse so schnell wie möglich in eine geeignete Anlage transportiert werden um eine stärkere radioaktive Verseuchung des Pazifiks auszuschließen.

03:25 Japanische und US-Soldaten auf Suche nach Opfern: In einer koordinierten Aktion suchen 22.000 Soldaten der japanischen Selbstverteidigungsstreitkräfte nach Opfern der Naturkatastrophen. Unterstützung erhalten sie dabei von 110 Soldaten der USA.

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