Start Aktuelles Japan aktuell: Lage in Fukushima „unberechenbar“ – Schleppende Verteilung internationaler Hilfsgüter.

Japan aktuell: Lage in Fukushima „unberechenbar“ – Schleppende Verteilung internationaler Hilfsgüter.

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Während sich die Lage in der Atomanlage Fukushima Daiichi nach dem Austritt von Plutonium keineswegs entspannt, sind auch die Überlebenden der doppelten Katastrophe nach wie vor in einer schwierigen Situation, oft fehlt es am Nötigsten.

Spreadnews berichtet in einem Liveticker über die aktuellen Ereignisse in Japan und ihre Auswirkungen.

00:00 An dieser Stelle erwarten sie morgen wieder die aktuellen Informationen zur Situation nach Erdbeben und Tsunami in Japan, sowie zum Reaktorunglück in Fukushima. Kommen Sie gut durch die Nacht.

21:54 Europas Häfen bereiten sich auf radioaktive Fracht vor: In ganz Europa erstellen Häfen und Reeder Pläne zum Umgang mit möglicherweise kontaminiertem Material auf japanischen Schiffen.

18:00 Totenzahlen: Die offiziellen Stellen sprechen von 11.168 Verstorbenen und mehr als 16.400 Personen werden nach Erdbeben und Tsunami noch vermisst, ein starker Anstieg der Totenzahlen ist wahrscheinlich.

16:59 Japan plant erneuerbare Energien: Als Reaktion auf den Fukushima-Zwischenfall als Folge des Tohoku-Erdbebens 2011, wird die japanische Regierung vermehrt den Ausbau regenerativer Energie stärken. Diese würden zu einer „Hauptsäule eines neuen Japan“ so Premierminister Naoto Kan.

14:57 Wetter wird für Tokyo ungünstig: Ab Mittwochabend wird ersten Voraussagen zufolge der Wind drehen und dann radioaktive Partikel nicht mehr auf den Pazifik hinaus, sondern mit kräftigen Böen nach Tokyo tragen. Einsetzender Regen könnte die radioaktive Belastung noch etwas erhöhen.

14:20 Regierung: Reispflanzung soll möglicherweise verschoben werden: Die Regierung denkt darüber nach, Bauern in der Präfektur Fukushima darum zu bitten, das Anpflanzen von Reis um 2-3 Wochen zu verzögern.

13:31 Brennstäbe in drei Reaktoren beschädigt: Die japanische Atomaufsicht meldet, dass vermutlich die Brennstäbe in den Reaktoren 1 bis 3 beschädigt seien, auch die Schutzhüllen seien mit großer Wahrscheinlichkeit nicht mehr dicht. Dies würde den Austritt stark radioaktiven Wassers erklären.

13:04 Schweres Erdbeben: Ein Beben der Stärke 6,4 hat in Japans Hauptstadt Häuser ins Schwanken gebracht. Erneut war besonders die Krisenregion im Nordosten der japanischen Hauptinsel betroffen.

12:43 Nicht genug Wassertanks für radioaktives Wasser:
Während in Reator 1 das radioaktive Wasser noch abgepumpt werden kann, ist dies bei den Reaktoren 2 und 3 nicht möglich. Es fehlt an Tanks um die radioaktive Flüssigkeit zu sammeln. Bei einer Anfrage von TEPCO würden auch die Selbstverteidigungsstreitkräfte eingreifen.

12:00 Frankreichs Präsident reist nach Japan: Wie gestern Nacht noch bekannt wurde, plant Nicolas Sarkozy einen Besuch in Japan um dort mit Naoto Kan zusammenzutreffen. Damit wäre er der erste ausländische Staatschef der Japan nach dem Fukushima-Zwischenfall besucht

10:23 Monate zur Bekämpfung des Super-GAU notwendig: Nach Angaben der japanischen Regierung werden entsprechende Maßnahmen noch mehrere Monate dauern. Dies würde auch für den Fall einer Stabilisierung der Lage ohne besondere Zwischenfälle gelten-.

08:15 Hilfe aus dem Ausland geht langsam voran: Aus dem Ausland gelieferte Hilfsgüter gelangen nur langsam in die betroffenen Gebiete zu den Flüchtlingen. Möglicherweise hat die Regierung Probleme mit der Logistik, da von ihr keine Informationen über Orte und Routen gibt.

05:13 Gedanken über Verstaatlichung von Tepco: Angaben der „Yomiuri Shimbun“ zufolge gibt es Überlegungen der Regierung zumindest zeitweise die
Tokyo Electric Power Company (TEPCO) zu verstaatlichen um interne Strukturen innerhalb des Unternehmens zu ändern. Bislang streitet die Regierung jedoch derartige Pläne ab.

05:10 Spuren radioaktiver Belastung in Südkorea: Neben der Hauptstadt Seoul wurde auch in anderen Orten des asiatischen Landes geringe Mengen von radioaktivem Jod-131 in der Atmosphäre gemessen. Auch hier geht die zuständige Stelle, das koreanische Institut für Nuklearsicherheit (KINS), von einer Belastung durch das Fukushima-Reaktorunglück aus.

05:01 Radioaktive Regenwasserbelastung in den USA: Nachdem zuvor bereits in den US-Bundesstaaten Massachusetts und Pennsylvania Spuren von Radioaktivität entdeckt worden waren, ist nun auch in Ohio eine geringe Radioaktivität im Regenwasser festgestellt worden.

02:41 Premierminister spricht von unberechenbarer Lage: Japans Regierungschef Naoto Kan, bezeichnet die gegenwärtige Situation im stark beschädigten Atomkraftwerk als „unberechenbar„. Vermutlich nicht zuletzt aufgrund des gefundenen Plutoniums in „höchster Alarmbereitschaft„.

1 KOMMENTAR

  1. Danke für die dauerhafte Japan-Berichterstattung.
    Wenigstens wird man hier gut informiert,
    wo im Tv (N24) schon wieder Normalität einzug hält.

    Weiter so…

    MfG

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